Dein Problem, Damiano, ist, dass du häufig einfach nicht weißt, wovon du sprichst.
Du benutzt Begriffe wie "nachweislich", "beweisbar", "belegbar" nicht, weil es tatsächlich so wäre, sondern aus rein gesprächstaktischen Gründen. Mit dieser Taktik fällst du aber mit einer Tour auf die Nase, weil man dir dann nur entgegensetzen muss, dann weise mal nach, was du als nachweislich bezeichnest. Belege mal, was du als belegbar bezeichnest.
Und du versteigst dich immer mehr und weiter in Behauptungen, die du nicht belegen kannst. Nochmals, jeder ist bei Gesprächen bedroht davon, den Rahmen zu überschreiten, wo man Dinge wirklich weiß, oder belegen kann. Und es gehört etwas Umsicht dazu, dass das nicht passiert. Du hingegen bist nicht umsichtig, sondern betreibst verbale Kraftmaierei mit der du nichts erreichst.
Wenn du behauptest, die Homöopathie sei ein geschlossenes System seit Hahnemann seien keine Mittel weggefallen oder hinzugekommen, dann ist das eine Behauptung, die zu belegen wäre. Wo sie nicht den Tatsachen entspricht ist sie angreifbar. Die angreifbaren Punkte sind das "geschlossene System", was durchaus diskutierbar ist, denn wie du weißt gibt es verschiedene Strömungen in der Homöopathie von denen die klassische Homöopathie nur eine ist. Da kommt man aber in schwammige Bereiche, weswegen ich dieses Fass auch nicht aufgemacht habe. Der weitere Knackpunkt ist, dass seit Hahnemann nichts hinzugekommen oder weggefallen wäre. Darum drehen wir uns jetzt seit Seiten, was übrigens gar nicht der Fall wäre, wenn deine Behauptung einfach stimmen würde, statt leicht mit Belegen anzuzweifeln.
Wenn du bescheidener gesagt hättest, dass du persönlich nur etwa 2000 Mittel als legitim ansiehst, dann wäre das eine ganz andere Aussage, wie es eine andere Aussage wäre einfach zu sagen, ich persönlich glaube an die Homöopathie, weil ich gute Erfahrungen mache. Das ist dein persönlicher Rahmen, den kann dir keiner nehmen.
Aber du verstrickst dich immer weiter. Dann gibt es die Mittel doch, aber nicht wirklich, weil die Mehrheit sieht es so, wie ich es sage und außerdem sieht die Produktpalette eines Herstelers so und so aus und der DZVHÄ und die Heilpraktiker usw.
Allein, was ich dir zum DZVHÄ in den letzten Beiträgen hätte um die Ohren hauen können, weil du mit deinen Behauptungen Arschbomben von Fettnäpfchen zu Fettnäpfchen machst. Ich versuche aber irgendwie am Thema zu bleiben und man muss auch nicht jeden Quatsch kommentieren.
Aber eine Sache möchte ich doch nochmal deutlich machen, weil du über den Umweg der Verbände und deren Standpunkte auf die Gesamtheit, oder zumindest die große Mehrheit der Homöopathen in Deutschland schließt.
Es gibt in Deutschland 7000+ Ärzte, die die Zusatzbezeichnung Homöopathie führen. Und es gibt zwischen 40.000 und 50.000 Heilpraktiker. Bei denen wissen wir nicht, was sie im einzelnen praktizieren, wie viel, wie häufig und wie erfolgreich, weil diese Daten nicht erfasst werden. Wir wissen also nicht genau, wie viele praktizierende Homöopathen es überhaupt gibt.
Schon an der Stelle wird klar, dass deine Pseudoargumentation (eigentlich ist es ein Rettungsversuch) über die Mehrheit der Homöopathen und ihre Art zu praktizieren sehr wacklig steht.
Was wir wissen (können) ist, dass nicht alle ärztlichen Homöopathen Mitglied beim DZVHÄ sind. Im Jahre 2000 waren es laut Wikipedia 4000 Mitglieder.
Der VKHD hat lediglich 1400 Mitglieder, laut deren eigener Veröffentlichung.
Ich will sagen, setzen wir voraus, dass die Vereinsmitglieder in ihrer Praxis völlig auf Vereinslinie sind (was eigentlich nicht anzunehmen ist, aber, nur um dir entgegenzukommen setzen wir es mal voraus), dann kanst du aus diesen 1400 Mitglieder VKHD bzw. 4000 Mitglieder DZVHÄ und 700 Mitglieder BKHD gar nicht auf die Mehrheit der Homöopathen schließen, weil es ja schon allein über 7000+X ärztliche Homöopathen sind + dann noch die homöopathisch arbeitenden Heilpraktiker.
Die ganze Gemengelage ist viel zu intransparent.




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