"...Dass Thailänder mehr über ihre eigene kultur wissen, ist keine Überraschung. Das Prinzip ist doch alt, einem Farang kann ich viel erzählen und er fühlt sich geehrt und ist beeindruckt. Nur wir sind es nicht die über Authenzität entscheiden. Die Fachleute im Heimatland müsste man schon überzeugen können. Das war nicht der Fall.
Thailand ist aber auch sehr speziell denke ich. Sobald irgendwo Geld gewittert wird übertreffen sich die Experten, die Hüter der Wahrheit.

Der Punkt ist: es interessiert gar keinen. Die Zeiten als Muay Buran Aufmerksamkeit erzeugt hat(Ong Bak) sind lange vorbei. Damals konnte man mit "Altem Wissen" noch ködern. Anders als bei irgendwelchen chinesischen Kampfkünsten, bei denen nicht gekämpft wird, definiert sich Muay Thai über den Kampf im Ring. Manche mögen noch ein bisschen Folkolore.
Der Buddhismus, ob der Mongkol nur gesegnet oder traditionel hergestellt ist, spielt keine Rolle.

In der Zeit als Pahuyuth Kriegskunst war gab es nunmal keine Pistolen, also auch keine Abwehrtechniken. Wir wollen ja authentisch bleiben.
Außerdem war Playtamin weder beim Militär, noch bei der Polizei. Ich glaube er hat Architektur studiert bis er von Master Kernspecht "entdeckt" wurde. Das deutet für mich auf doch eher auf ein wohlbehütetes Elternhaus hin. ..."

Guten Morgen Kannix

War die letzten Jahre mit meiner Sockenpuppennachwuchszucht beim PHY beschäftigt und bin nicht so ganz auf dem Laufenden, was die Entwicklung im Muay und Muay Boran hierzulande betrifft. Was ich so zwischen den Zeilen lesen würde, wenn ich den Beitrag von Little Green Dragon noch im Kopf habe dazu, das es übergenug Luftblasen gab, die nun geplatzt sind und das die Muay Landschaft, die sich mit Wettkämpfen beschäftigt ein paar Bewährungsproben zu bestehen hatte,
während Muay Boran letzten Endes nur ein Strohfeuer war und nun so langsam verblaßt.

Ja zu der Zeit als PHY noch Kriegskunst war, war es schwierig mit den Abwehrtechniken gegen Pistolen, mir ist jedenfalls auch nichts aus der Zeit bekannt, was aber auch nichts heißen muss.
Was mir aber bekannt ist, sind die Prinzipien die hinter den einzelnen Disziplinen stehen und es ist nicht verwunderlich das eine Kampfkunst sich an die Moderne Zeit anpasst, das tut der Kampf im Ring doch sicher auch, oder?
Gibt es denn noch Mongkon und den ganzen Schnickschnack bei den Wettkämpfen, oder vielleicht so gar die Kampftanzzeremonie vor dem Kampf? Ist doch etwas, was nicht mehr zeitgemäß ist, neben einigen anderen Änderungen die es mittlerweile auch gab oder immer wiedermal gibt. Behaupte ich jetzt mal...
Zurück zur Pistole, persönlich hatte ich noch keine Situation dieser Art, wofür ich auch sehr, sehr dankbar bin und ich sag auch nicht: mach das so, das ist die einzige Möglichkeit, wie ich auch nicht sage, lerne PHY das ist das Beste.
Das entscheidet jeder selbst.

Eine Pistole ist immer sehr gefährlich und ich frage mich ob es Sinn macht seine Chansen um zu Überleben zu erhöhen. Was würdest Du als Kämpfer denn machen, dich abknallen lassen? Der Mist an der Sache ist, Dir wird irgendwas rausrutschen in so einer Situation, weil Du hast was gelernt und Dein Körper hat das was Du gelernt hast abgespeichert inklusive der Reaktionsmuster. Meinst Du, Du hälst still und wartest auf den Schuss?
Ich weiß, das ist eine was wäre wenn Situation- wie die im Video aber das sind die Kampftechnicken die Du als funktionierend kennst doch auch oder zu mindest sind sie das mal gewesen ganz zum Anfang Deiner Kariere oder nicht?
Keine Sorge, bin kein Apostel und versuche auch keine Bekehrung.
Habe es so kurz wie möglich gehalten, damit es nicht zu viele Worte sind.

Ich wünsche was
PPj