Ich frage mich gerade, welche Bedeutung die Berufung auf eine einzig originale, authentische alte Kriegskunst überhaupt hat?

Angenommen, die Sachen von Pahuyuth wären gut (was ich nicht finde) und die Story dahinter wäre echt (was ich nicht glaube) - man würde damit in der Vergangenheit hängen und eine Kriegskunst praktizieren, die längst veraltet ist. Oder stürmt heute noch jemand mit einem Schwert etc. auf das Schlachtfeld?
Versteht mich nicht falsch - ich finde viele HEMA-Sachen interessant, auch die alten Traininsmethoden, aber das alles wäre für mich bloß ein Hobby und evtl. für den einen oder anderen auch Berufung (Archeologen, Historiker, etc.), aber ich kann nicht nachvollziehen, warum man heute noch von "Freiheitskriegern in Berlin" reden muss.
Will man sich aus einem rein bewegungstechnischen Interesse mit den Waffentechniken beschäftigen, dann wäre für mich die erreichte Bewegungsqualität völlig ausreichend und es wäre völlig egal, ob ich das einzig authentische 2000 Jahre alte Zeug mache. Bin ich an dem historischen Aspekt interessiert, so betreibe ich entsprechende Nachforschungen und suche Quellen, bzw. gebe diese an - aber ich gehe damit doch nicht davon aus, dass ich der Oberbabo bin und alle Kampfsportler, Soldaten und meinetwegen auch "Fake-Krieger" (Leute, die angeblich eine nicht athentische KK betreiben) nur Murks machen? Warum nimmt man das so wichtig? Pahuyuth ist an der Stelle nur ein Beispiel, es gibt bestimmt auch andere Vertreter der Zunft. Ist die Beschäftigung mit den alten Kriegskünsten nicht einfach eine Art Kriegspielen für Fortgeschrittene?