Okay, ich muss hier mal ganz klar dazwischen grätschen.
Zunächst gilt der Satz: "Spare in der Zeit, dann hast Du in der Not."
ABER ... dieser Satz gilt nur solange das Sparen als Vorsorge auch belohnt wird! Belohnt in Form von Freibeträgen, die dazu dienen, dass man in einer Notlage eben nicht erst das Angesparte aufbrauchen muss bis man Unterstützung bekommt und belohnt in Form von Zinsen auf der Bank.
Viele sprechen hier über die kommende Inflation. Ja, die kommt. Aber es ist keine reine Inflation, sonderen eine Mischung aus Inflation der Verbrauchsgüter und Deflation der Vermögenswerte. Wenn Sie als Sparer krampfhaft überlegen müssen, wie Sie Ihre wenigen Kröten so anlegen, dass sie nicht später nur noch die Hälfte Wert sind, dann stimmt etwas im Staate D nicht. Wir reden hier nicht von hohen Zinsen und Renditen, wir reden von Guthabensicherung.
Und wenn man als Sparer praktisch null Zinsen bekommt, im schlimmsten Fall sogar Negativzinsen bezahlen muss und sich mit dem angesparten Kapital bei Geldentwertung durch Kaufkraftverlust ohnehin nicht mehr über Wasser halten kann, dann macht das Sparen an sich keinen Sinn mehr. Kapitschiko?
Deshalb kann ich Leute durchaus verstehen, die dann das Geld lieber verbrauchen als für den Verbrennungsofen zu sparen.
Und soviele Ski- oder Thailandurlauber sind da nicht mal drunter. Wenn der Staat ständig kommt und Ihnen dies und jenes an Steuern und Abgaben abverlangt, dann kommen Sie bei den heutigen Lebenshaltungskosten auch ohne größeren Urlaub nicht mehr in die Verlegenheit des Sparens.
Ich erinnere diesbezüglich an Fantasiekrisen wie Klima & Co., die nun echten Krisen wie Sars-CoV-2 weichen müssen.
Wie, niemand konnte sich irgendwas vorstellen? Herrjeh, auf welchem Planeten leben Sie?
Sie sehen doch auch Nachrichten, oder? Wir wissen doch seit Dezember 2019, dass es in Wuhan gärt, hm. Man kann sich als vollgefutterter Europäer nicht immer darauf verlassen, dass die Chinesen jedes Virus eindämmen wie einst Sars und Mers. Manchmal entwickelt sich eben auch eine Pandemie draus.
Und in diesem Zusammenhang gibt es an der Bundesregierung nichts zu loben. Was jetzt gerade passiert würde jede andere Regierung genauso machen müssen. Was aber zuvor passiert ist, hat nicht jede andere Regierung genauso gemacht, siehe Südkorea und Taiwan. Im Staate D hat man die Bürger/innen lange mit dummen Parolen hingehalten, gesagt, es bestünde keine Gefahr, sich dann revidiert, wertvolle Zeit zum Ausbau der Corona-Abwehr verplämpert und oben drein Schutzausrüstung an China verschenkt, die der Staate D als Mangelware nun im Wettstreit mit anderen Bietern teuer von China ankaufen muss. Das ist gelinde gesagt, Sch..ße. Null Weitblick, null Prävention der Bundesregierung.
Und die Bürger/innen ... "in den letzten Krisen war das Leben nicht wirklich eingeschränkt oder beeinträchtigt" ... naja, Sie müssen verstehen, dass die meisten Otto-Normal-Verbraucher und insbesondere die E10-Betanker in der Finanzkrise und auch in der Migrationskrise nicht mal bemerkt haben, was da eigentlich passiert ist und was die fatalen Auswirkungen waren und noch sein werden.
Die Finanzkrise, die teure Bankenrettung als auch das Fehlkonstrukt Euro und EZB kapieren Viele überhaupt nicht. Und wenn der brave Michel noch genug Geld in der Tasche hat, um die Familienkutsche zu betanken und einmal im Jahr auf die Kanaren zu fliegen, dann beschwert er sich nicht - Folgen der Krise egal. Krisen werden für D-Bürger/innen erst dann als Krise wahrgenommen und akzeptiert, wenn es Ausgangsbeschränkungen gibt und Mama vor die Fahne tritt.
Was die gesundheitliche Situation betrifft, blicken´s Manche nach wie vor nicht, wenn ich ständig höre und lese, dass die Grippe ja angeblich gefährlicher ist als Corona. Schwachsinn hoch 10 - von deutlicher längerer Inkubationszeit im Vergleich zur Grippe und damit im Kontext stehender schnellerer Ausbreitung, einem neuartigen Virus für dass es noch keinen Impstoff gibt noch nie wat gehört?
Und was die Urlauber betrifft ... die haben ihren Urlaub vielleicht weit vor Corona gebucht und bezahlt, hm? Und wenn man die hart verdienten Euronen nur bei einer Reisewarnung des AA von der Reiserücktrittsversicherung voll erstattet bekommt, dann fliegt man eben und hofft, dass es gut geht. Hätte unsere Bundesregierung frühzeitiger Reisewarnungen ausgesprochen, dann wären vielleicht auch weniger Abholungen am Urlaubsort nötig gewesen. Aber hier ziert man sich ja auch ständig und shittet auf den Verbraucher.
So what, Ihr werdet nun eben den Gürtel mal enger schnallen und das Rauchen einstellen müssen, aber eben ohne hübsche Stewardess die fragt, ob alles in Ordnung ist.
Ich hoffe, ich konnte das Dunkel etwas beleuchten.






