Thema Lebensgefühl - ein Grund weshalb es momentan eher mühsam ist sich Nachrichten zu Gemüte zu führen:
"Die Anzahl der Neuinfektionen nimmt ab, ABER..."
"Die Verdopplungsrate liegt inzwischen bei XY, ABER..."
"Die Reproduktionszahl ist auf XY gesunken, ABER..."
Wobei das "ABER" dann genüsslich in epischer Länge breitgetreten wird und die eigentlich wirkliche Neuigkeit / Nachricht mit einem kurzen Satz abgehandelt ist. Man könnte fast den Eindruck gewinnen die Schreiberlinge derartige Zeilen seien ein wenig traurig darüber, dass sich die Zahlen in eine eigentlich doch positive Richtung entwickeln. Und um das "ABER" dann zu rechtfertigen wird zu allem gegriffen was verfügbar ist - Meldeverzögerungen, "Momentaufnahmen", sollte es zu einem erneuten explosionsartigen Ausbruch kommen werden die KHs überlastet und viele Menschen müssen sterben etc. pp..
Ja wir sind auch mit der jetzigen Situation noch nicht über den Berg, dass sollte wohl nun auch der letzte im Land verstanden haben. Warum aber kann man da nicht einfach neutral / sachlich über den Entwicklungen berichten, sondern muss immer noch ein potentielles worst-case-scenario dran hängen? Zumal mögliche weitere Entwicklungen ja noch gar nicht realistisch absehbar sind.
Infos aus China sind sicherlich mit Vorsicht zu genießen, aber dort ist man ja nun schon seit gut einem Monat dabei alles nach und nach wieder hochzufahren. Bislang hat das da ja (hoffentlich) ganz gut geklappt, ohne das gleich die 2te Welle ins rollen gekommen ist.
"It's not the size of the dog in the fight, it's the size of the fight in the dog." M. Twain
"Whoever said one person can’t change the world never ate an undercooked bat..."