
Zitat von
Pansapiens
Dann wird die Entwicklung eines Impfstoffes - mit lustigen Bildern - skizziert.
Auch das Problem von Antikörpern, die zwar an das Virus binden können aber dieses nicht zerstören und somit die Immunzellen, in die die Virus-Antikörperkomplexe eingeschleust werden zerstören ("Antikörperinduzierte Infektionsverstärkung") wird angesprochen, mit Beispielen von schädlichen Impfungen aus der Vergangenheit.
Ein Vertreter des Paul-Ehrlich-Instituts meint, Schnelligkeit und Sauberkeit müssten sich nicht ausschließen.
Und daran wird auch deutlich, dass man bei der Impfstoffherstellung sehr im Trüben fischt.
Man misst nur, das Antikörper erzeugt werden, ohne zu wissen, was die im Körper genau in Rahmen des Impfstoffes und einer späteren Infektion bewirken.
Und da gibt es eben von Natur aus nützliche bis gar eher schädliche.
Man weiß weder, was die Antikörper genau tun, noch, welche Effekte sich im Körper noch abspielen können.
Halber Blindflug.
Antikörper, wie einige mehr dank der Drosten-pod casts jetzt wissen können, haben unterschiedliche Wirkmechanismen, können aber auch eher nutzlos sein.
Antikörper werden quasi zufällig auf Verdacht generiert. Wenn sie auf ein Antigen ( kommt nämlich von Antikörpergenrator ) in größerer Zahl treffen, und einen/mehrere Antikörper haben, die auf Strukturen des Antigens (z.B. ein Virus oder Bakterium) passen, so werden diese Antikörper "in Serie" hergestellt.
(Ist sehr vereinfacht, aber ich steig erst auf Nachfrage tiefer in Dendritische Zellen, Antigenpräsentatoren etc. ein.)
Die günstigsten haften sich dann außen am Erreger an, verklumpen die z.B. zu größeren Gruppen oder machen sie für Freßzellen kenntlich.
Andere besetzen auch die Andockpositionen des Erregers an die Körperzellen. Und erschweren so ein Eindringen in die Zelle.
Wieder andere ... besetzen eher wirkungslos Oberflächenstrukturen. Die Freßzellenmarkierung wirkt also fast immer, Verklumpungen bisweilen und Zellbeschützer ebenfalls bisweilen.
Sind bestimmte Oberflächenstrukturen des Virus die erkannt werden, etwa dünn gesät, ist es auch weniger markierbar. Trotzdem mag der Antikörpergehalt dafür im Test hoch sein.
Daher auch die langwierigen Testphasen.
Es ist ja selten eine Epidemie zur Hand. Eigentlich nie.
Also wenig Chance in Eingangsstudien mit Menschen wirklich die Wirksamkeit zu erforschen.
Darum ist letztlich ein hoher Antikörpertiter und weitestmögliche Nebenwirkungsfreiheit das, was ein Impfstoff zur Anerkennung braucht.
Wie sehr der Antikörpertiter schützt, stellt sich erst im Feldeinsatz raus.
Er kann gut wirken, wie bei den aktuellen Masernimpfstoffen, schlecht, wie bei den derzeitigen Keuchhustenimpfstoffen oder vielleicht gar nicht präventiv, wie eventuell beim Tetanusimpfstoff.
Auch die selteneren Nebenwirkungen werden eigentlich erst im Feld sichtbar.
Und da muß der Verdacht aktiv beim PEI gemeldet werden.
Müßte.
Interessant für Gürteltier:
Man denkt - in den USA- tatsächlich darüber nach, junge, gesunde Menschen, die mit einem potentiellen Impfstoff zu Impfen und dann gezielt mit COVID-19 zu infizieren.
In Deutschland ist so was nicht angedacht, man will vielmehr Geimpfte beobachten, da man annimmt, dass die früher oder später wahrscheinlich ohnehin mit dem Virus in Kontakt kommen.
Prima. Die Chance sich doppelt koitieren zu lassen.
Erinnert mich an besagte Biologiestudentin.
Die wollte sich das Geld für den nächsten Thailandtrip über Medikamententestteilnahme finanzieren.
Ich riet damals, lieber schon Lokalkolorit zu tanken und sich als junge Studentin älteren solventen Herren anzubieten, um mit kontrollierbareren Gesundheitsrisiken zu dem Geld zu kommen. Leider haben wir uns kurz danach aus den Augen verloren.
Insgesamt IMO ein differenzierter informativer Beitrag, der verschiedene Aspekte beleuchtet und Zusammenhänge verständlich - mit lustigen Bildern- erläutert.
Ein guter erster Einstieg. Beleuchtet wird da nix. Nur im Sinne von Schlaglichtern.
Das Impfungen generell mit Problemen kämpfen und wir jetzt aufpassen müssen, dass nicht was in der Gunst der Stunde durchgepeitscht wird, kann man sich allenfalls denken.
Für Lebendimpfstoffe fehlt uns halt die Zeit. Die Maskierungsidee ist auch Neuland.
Geändert von Gürteltier (12-05-2020 um 18:50 Uhr)
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