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Die paar Basiswürfe die man in der SV braucht bzw anwenden kann, lernst du auch im BJJ
Jein – was ich so gesehen habe, ist das Takedown-Niveau da diesseits von Galvao mehrheitlich furchtbar

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Ich hab lieber fundiertes Wissen, wie ich mich besser am Boden positionieren bzw von dort wieder hoch komm, als tausend Variationen von Würfen, die man so nicht braucht
Auch hier: Jein. Standgrappling bedeutet mehrheitlich nicht primär tausend Varianten von Würfen, sondern Position im Stand. Ebenso wie das Technikarsenal am Boden sind die Würfe eher das ABC als sonstwas. Nur wird man Probleme haben, sich in einer «Debatte» richtig «auszudrücken», wenn man das nicht kennt. Wenn die Debatte «wissenschaftlicher» wird, sollte man evtl. noch die unterschiedlichen «Fachausdrücke» und «Fremdwörter» kennen und wissen, wie sie eingesetzt werden, weil man sonst schnell dumm dasteht. Das bedeutet aber nicht, dass man sie immer alle verwenden muss, wenn die «Argumente» schlüssig vorgebracht werden und zum «Thema» passen. Und hoch kommen – na ja, auch das ist anderswo ein Thema, am allermeisten im Folkstyle.

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Gerade im NoGi (BJJ), SubmissionGrappling lernt man die Extremitäten zu kontrollieren und muss sich nicht darauf verlassen Kleidung greifen zu können (wie im SportBJJ bzw Judo)
Das trifft allerdings auf fast alle Grappling-Sportarten zu, sogar auf Sumo. Die ältesten ringenden Sportarten sind fast alles Gürtelring-Disziplinen, weil man meistens nicht von hosenlosen Angreifern attackiert wird (und selbst wenn, gibt es da auf der Gürtellinie diverse Dinge, die man greifen oder fishhooken kann, und man möchte wirklich nicht, dass ein guter Gürtelringer auf entsprechende Ideen kommt).

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Und ob du bevorzugst daß die Leute besser/genauer schlagen können, ist in dem Zusammenhang erstmal Latte da a) die Realität zum Großteil anders aussieht und b) man nicht immer seinen Gegenüber mit Schlägen umflexen kann oder sollte
Das ist per se richtig, aber SV ist halt sehr stark szenarioabhängig und obendrein noch Ansichtssache. Ich würds so sagen – sowohl Grappling als auch die schlagenden KS sind erstmal ein szenarioabhängiges Toolset. Das Toolset für ein anderes Szenario adaptieren ist aus meiner Sicht eine separate Aufgabe (technisch wie psychologisch), die in der Regel weder im einen noch im anderen Fall von der Basisausbildung vollumfänglich abgedeckt wird (auch im MMA nicht). Ob man zuerst schlagen oder grapplen lernen sollte – Ansichtssache. Ich würde auch für grapplen plädieren, weil man das am besten als Kind lernt. Aber einem Erwachsenen beibringen, wie er so zuschlägt dass man nicht getroffen werden will dauert meiner Erfahrung nach kürzer als jemanden im Grappling soweit zu bringen dass die Person auch körperlich überlegene, nicht kooperative Gegner kontrollieren oder kampfunfähig machen kann. Davon, dass das in weniger als 30 Sekunden geht, reden wir dann noch gar nicht.

Beste Grüsse
Period.