noch einmal: NEIN, rassisten üben nicht immer auch physische gewalt aus, manche nicht mal psychische. ich wage mal zu behaupten (mit bezug auf die forschungen zum entstehen und zur struktur faschistischer bewegungen, insbesonmdere des nationalsozialismus), dass die mehrheit der rassisten, "stille" rassisten sind, die selbst nicht gewalttätig sind, aber die gewalttaten der rassistischen "gewalttäter" für entweder legitim oder aber als "unschön" aber hinnehmbar empfinden, wenn es der umsetzung ihrer rassistischen einstellung dient.
du verhamlost das phänomen rassismus, wenn du es nur den gewalttätigen rassisten zuschreibst!
ich befürworte nicht das training für gewalttäter. ich halte nur nicht jeden, der einmal gewalt ausgeübt hat für einen gewalttäter. oder aber polizisten sind auch gewalttäter (da gibt es oft jede menge gewalt, sogar tödliche und manchmal auch illegalen "gewaltexzess") oder menschen die sich selbst verteidigen mussten (mit gewalt) sind ebenfalls gewalttäter oder eben auch menschen, die gewisse ... nennen wir es mal gewalttätige vorlieben im sportlichen rahmen haben (ohne jemanden ernsthaft verletzen zu wollen, denn natürlich ist auch ein sparring gewalt - geregelt und ritualisiert, aber gewalt.)
du hast halt einen etwas dogmatischen gewaltbegriff. gewalt an sich ist weder gut noch böse, solange nicht die art, die intensität und vor allem die kontexte der ausgeübten gewalt mit hineinspielen.
attentat auf hitler - gute gewalt
oma ausrauben und zusammenschlagen - böse gewalt
gewalttätige nazis notfalls auch gewaltsam an ihren gewalttaten hindern (ob als polizist oder engagierter bürger) - gute gewalt
jemanden aufgrund seiner herkunft als "niedrigeres wesen" diskriminieren und physisch angreifen - böse gewalt.
usw. usf., wobei natürlich die diskussion offen bleibt, was denn nun für beispiele jeweils "gut" oder "böse" sein könnten (ein rassist würde das anders als ich sehen, ein dogmatischer pazifist auch). In jedem fall ist gewalt AN SICH wertneutral. sie bekommt ihren wert immer erst im diskurs, der stark von den jeweiligen kontexten, inklusive ideologischer dogmen geprägt wird (gewaltfreiheit an sich als oberste maxime, selbst wenn man hitler beseitigen könnte und evtl. millionen leben dadurch rettet zb.).
du hast offensichtlich eine komplett andere haltung als viele hier zu gewalt AN SICH (und ich hoffe jetzt sehr, dass du das mit dem ständigen AN SICH kapierst). da du aber von ethik und moral sprichst, gehe ich mal davon aus, dass die basics entsprechender teilbereiche der philosophie bekannt sind.






