
Zitat von
Pflöte
Ich hatte oben vermutet, dass hier (bei Viren) gemeint ist, dass quasi der Selektionsdruck einen hohen Mutationsdruck erzeugt, da Viren, die viel mutieren, wohl erfolgreicher sind. Also sorgt (so wie ich es jetzt verstehe) der Selektionsdruck für einen hohen Mutationsdruck, der dadurch erzeugt wird, dass sich im Laufe der Evolution (also durch Wirken des Selektionsdrucks) die Viren durchgesetzt haben, die schnell/optimal mutieren.
ja, so hatte ich das verstanden:

Zitat von
Pansapiens
Also ein Selektionsdruck der Mutationen mit höherem Mutationsdruck (z.B. mit schlechteren Reparaturmechanismen für Kopierfehler) bewirkt

Zitat von
Pflöte
Oder andersherum ausgedrückt ... ein hoher Mutationsdruck von Viren wird durch den Selektionsdruck, dem sie ausgesetzt sind, unterstützt, nicht gebremst.
Dass der Selektionsdruck dem Mutationsdruck entgegen wirkt, verstehe ich so, dass der Mutationsdruck die Vielfalt der Genvarianten erhöht und der Selektionsdruck die Vielfalt vermindert, weil eben nur gewisse Varianten ausgewählt werden.
Also nicht, dass der Mutationsdruck "gebremst" im Sinne von die Mutationsrate vermindert wird.
Auch ein Selektionsdruck der Varianten bevorzugt, die eine höhere Mutationsrate haben, würde dennoch die Vielfalt vermindern, weil die Varianten mit einer niedrigen Mutationsrate ja ausselektiert würden.
Damit das funktioniert, müssten aber Varianten mit einer hohen Mutationsrate zufällig entstehen und die Bedingungen für die günstig sein.
Meistens ist ja eine Mutation eher nachteilig, d.h. wenn kein hoher Selektionsdruck in Richtung hoher Mutationsrate besteht, weil man z.B. dauernd wirksame Impfstoffe an neue Mutationen anpasst und die ausrottet, oder sich die Umwelt anderweitig ständig verändert, ist eine all zu hohe Mutationsrate eventuell eher nachteilig.

Zitat von
Pflöte
Edit: Ich bewege mich hier nur mit googles Hilfe. Meine „Komfortzone“ ist das nicht mehr...

Also sind wir auf ähnlichem Niveau?
Don't armwrestle the chimp.