Ist das nicht ein Widerspruch zur Aussage, dass "alle bekannten Lehrer so unterrichten"? Tamura Senseis "Unterrichtsmethode" habe offenbar (laut Inryoku) auf seine Schüler bzw. seine Linie so stark abgefärbt, dass sie selber "grundsätzlich" blockieren (oder so ähnlich) oder sich sonst auffällig benehmen. Das habe ich so noch nicht erfahren. Auf Lehrgängen kam es schon mal vor, dass ich auf Partner traf, die blockierten oder blockieren wollten. Das waren aber bislang immer nur Einzelfälle.
Dass ein Lehrer auf einem Lehrgang herum geht und mit möglichst vielen oder gar allen Schülern bzw. Lehrgangsteilnehmern kurz übt, ist für mich keineswegs selbstverständlich. Einige machen es, andere nicht, allerdings habe ich da auch nur sehr wenig Erfahrung. Und dass die Lehrer dabei die Rolle des Uke einnehmen und sich die Techniken des Schülers zeigen lassen, habe ich auf Lehrgängen noch seltener erlebt.
Von meiner Lehrern und Übungsleitern kenne ich es so, dass sie, wenn sie herum gehen und individuell mit Schülern üben, sich die zu übende Technik (auch als Uke) zeigen lassen, dann aber den Schüler nicht auflaufen lassen, sondern versuchen ein (dem Level passendes) Erfolgserlebnis zu vermitteln.
Aber eine Frage von mir war ja gerade, ob die im Video gezeigte "Unterrichtsmethode" von Tamura Sensei als Vorbild für das eigene Üben mit Partnern dienen kann, also ob man sich unkooperativ(er) verhalten sollte, also z.B. Atemi andeuten, wenn der Partner den Kopf zu weit nach vorne lehnt (1:10), oder entspannt mitgehen, aber auf eine Kontertechnik lauern (z.B Sokumen-Iriminage gegen Shihonage 2:47), oder den Nage nach unten ziehen, wenn der beim Shihonage die Hände zu weit nach oben und hinten nimmt (1:48). Meine Erfahrung ist, dass so etwas im normalen Unterricht nicht gern gesehen oder bestenfalls toleriert würde.






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