Aus meiner Sicht: jein. Man kann natürlich ein reduziertes System machen, und als Crash-Einführung reichen die 4x4 Techniken ggf. aus. Wenn die sinnvoll gewählt und eingeschliffen werden bis zum Gehtnichtmehr und die Leute idealerweise eine Basis in einer der Disziplinen haben, kann da durchaus was Sinnvolles rauskommen. Allerdings würde ich erwarten, dass das Ganze schnell ein Eigenleben entwickelt und sich mehr Techniken in den allgemeinen Kanon «einschleichen» werden.
Das Problem, das ich mit bei einer strikten Verfolgung des Ansatzes sehe ist, dass Techniken, die für Dich Brot und Butter sind, nicht für mich gleich gut funktionieren werden und das wieder in verschiedenen Szenarien unterschiedlich. Ich war z.B. überhaupt kein Double Leg oder Fireman’s Carry Fan im Ringen, aber siehe da, kaum mache ich Crosstraining mit MMA-lern, BJJlern etc., kommen genau die Techniken raus, weil ich plötzlich Lücken gesehen habe, die gross genug waren um einen LKW durchzufahren. Zudem führt ein extrem hoher Teil an Sparring in der Regel zu einem noch stärker reduzierten Technikrepertoire, weil die Leute dann dazu neigen, nur das zu machen, was sie eh schon können. Sprich, es kann bei sowas passieren, dass man eine Reihe von durchaus guten Leuten produziert, die aber alle irgendwie wie aus der gleichen Gussform aussehen…
Was den Namen angeht: Warum das Rad neu erfinden? Wenn ich richtig sehe würde ja kein Gi getragen, oder? Daher ist die Combat-Sambo-Connection schon mal eher schwach, BJJ noch mehr. Warum nicht einfach das Kind beim Namen nennen und sagen, dass das einfach ein Lehransatz für einen beschleunigten MMA-Einstieg sein soll? Ich würde empfehlen, den Ansatz wenn dann wirklich mal als Einstieg zu nehmen und zu schauen, wohin das führt.
Beste Grüsse
Period.





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