Zitat Zitat von Lugasch Beitrag anzeigen
Da könnte aber vielleicht der Period was dazu sagen: es gibt ja unterschiedliche (manchmal sehr eigenartige) Ringen-Arten mit teils limitiertem Technikrepertoire - wie wirken sich da die Wettkämpfe aus? Also in dem Sinne, was der Björn mit Athlet vs. Athlet meinte?
Da würde mir spontan eigentlich nur Scottish backhold einfallen - die haben ein Standardrepertoire von 12 Würfen oder so, wenn ich mich recht erinnere - aber eben wieder im Sinne von "da könnte man X Varianten sehen, die woanders alle eigene Namen hätten". Ich hatte mal eine längere Unterhaltung mit einem backhold Trainer auf Facebook, der auch Judo und Ringen trainiert hat, und er war der Meinung dass gerade im Judo die Tendenz zu einer sehr detaillierten Nomenklatur geht, während man im Ringen eher von Varianten spricht. Ich würde dem weitestgehend zustimmen, wobei ich es halt so kenne, dass diese Varianten auch primär gelehrt werden, nur alle Nasen lang "erfindet" jemand eine neue oder macht sie salonfähig (häufig werden die Varianten dann auch nach dem Sportler benannt, zumindest im Ringen).

Zu dem Post weiter oben: vier Brunnen, aus denen man schöpfen kann ist ja schön und gut, dass wäre m.E. auch im Wesentlichen die Grundidee in den MMA. Allerdings, wenn wir von der praktischen Umsetzung sprechen, wäre die Frage m.E. ob man denn diese Brunnen auch in der entsprechenden Tiefe zur Verfügung hat. Das würde m.E. aber bedeuten, dass sich da mindestens vier Trainer zusammentun müssten, die jeweils für einen "Brunnen" zuständig sind. Wenn man die Leute selber ganz frei "schöpfen" lässt, verschenkt man aus meiner Sicht viel Vorarbeit, die längst schon geleistet ist, und gerät dabei im Vergleich eben in einen Rückstand. Aber vielleicht sehe ich das auch etwas zu kompliziert bzw. durch die Brille des Leistungssportlers und zuwenig in dem Kontext, der Dir vorschwebt.

Beste Grüsse
Period.