Zitat Zitat von Kirke Beitrag anzeigen
Noch ein Gedanke der sich mir daran anschließt: wenn ein Sportler sein "Game" entwickelt, landet er nach vielen Jahren ja auch oft bei einem übungsmäßig reduzierten System. Allerdings extrem individuell und persönlich aus der vorher erarbeiteten Breite extrahiert. Deine Idee ist ja quasi, ein vorgefertiges "Standardgame" direkt zu drillen. Da stellt sich mir die Frage, ist das wirklich eine Abkürzung? Oder würde der Sportler, der dort startet, sich nachträglich nicht trotzdem die Breite erarbeiten müssen, um wirklich kompetent zu sein, dabei seinen eigenen Weg finden und so doch wieder bei einer individuellen Version landen, so dass es doch keine echte Abkürzung war?
Na ja, es gibt noch einen Unterschied zwischen einem «selbstgemachten» und einem «vordefinierten» reduzierten Game: und zwar, dass allgemein dafür gesorgt wird, dass jemand im Laufe der Zeit mit allen Techniken im System konfrontiert wird, nicht zuletzt damit diese nicht zu überraschend kommen – gekonnt ausgeführte und in sich stimmige (!) unbekannte Techniken und Technikkombiantionen sind nun mal schwer zu kontern. Bei uns wird angestrebt, dass jede*r diese Techniken auch so weit beherrscht, dass sie weitervermittelt werden können, man versucht also quasi, das ganze System in einer Person abzuspeichern (ähnlich wie bei der Idee vom Gokyo im Judo). Die Auswahl ist dann frei und kann sehr eng oder sehr breit sein. In einem «künstlich begrenzten» System dürfte m.E. der Aspekt schwierig zu bewerkstelligen sein.

Beste Grüsse
Period.