Zitat Zitat von period Beitrag anzeigen
Na ja, es gibt noch einen Unterschied zwischen einem «selbstgemachten» und einem «vordefinierten» reduzierten Game: und zwar, dass allgemein dafür gesorgt wird, dass jemand im Laufe der Zeit mit allen Techniken im System konfrontiert wird, nicht zuletzt damit diese nicht zu überraschend kommen –
Ja genau, darauf wollte ich auch hinaus mit "muss sich trotzdem die Breite erarbeiten". (Mit dem "Na ja" klingt deine Antwort etwas wie ein Widerspruch? :-))

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@Lugasch, zu Wettkämpfe, um es nochmal mit einem Beispiel zu versehen. Das mit dem höllischen Regelwerk meinte ich so: Sagen wir, ich habe im System die vorgeschlagenen vier Würfe. Kommt nun ein Wettkämpfer und setzt einen fünften ein, ist das unfair dem Anderen gegenüber, der nur vier einsetzt, also muss das verhindert werden. Also braucht es ein Regelwerk, das alle Würfe verhindert, die nicht exakt unter die vier fallen. Das gleiche auch am Boden etc.
Jetzt stellt euch das entsprechende Regelwerk vor und wie die Judges jedesmal mit Unterbrechung oder Strafen reagieren, wenn einer eine falsche Bewegung macht.
Im Judo gibt's ja zB. aktuell die Regel, dass nicht die Beine angegriffen werden dürfen. Jetzt nimmt man das hoch zehn und hätte vermutlich ne Vorstellung von so einem Regelwerk.
Ich denke ja schon, dass es im kleineren Rahmen gut funktionieren kann, wenn man es quasi als Positionen-Sparring betrachtet und alle guten Willens sind, das Spiel zu spielen. Nur wenn man es größer aufzieht, die Leute sich spezialisieren, an die Grenze des Regelwerks gehen, entstünden da vermutlich merkwürdigste Taktiken und Bewegungen, die am eigentlichen Ziel vorbeigehen.