Die Grenze vom Solodrill zur Kata ist m.E. fliessend. Die Ami-Ringer nennen das "chain wrestling" (bei Interesse siehe die Videos von John Smith zum Thema). Dabei gibt es wieder verschiedene Ansätze, aber ob man denn jetzt drei Techniken verkettet oder 20 ist im Prinzip egal (ersteres ist bei uns eher Standard, ich kenne aber auch den einen oder anderen Bundesligaverein, wo "Katas" mit 20 Techniken gemacht werden). Kann man im Stand machen, am Boden, am Übergang von Stand zum Boden... der wichtigste Faktor ist m.E. dass man genau weiss, welche Situation man drillt, und dass man im Muskelgedächtnis auch genau "spürt", wie sich das mit Partner anfühlt. Dann, aber aus meiner Sicht auch nur dann können solche Sachen extrem sinnvoll sein. Im Judo hat z.B. Katsuhiko Kashiwazaki seine Titel massgeblich auf solche Solodrills zurückgeführt, nachdem er nicht in einem der Powerhouses trainiert hat und folglich wenige wirklich starke Trainingspartner hatte. Und Kashiwazaki war vor allem bekannt für seine flüssigen Stand-Boden-Übergänge.
Beste Grüsse
Period.






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