Ich würde es auf alle Fälle mal testen, den Umgang damit und noch wichtiger das Vertrauen in die Technik sollte man nicht erst erwerben wenn man darauf angewiesen ist.

@Ripley: Gerade geschaut, mit Steinpilzen ist es hier immer noch mau. Dafür gab es ein paar Eichenrotkappen (Leccinum quercinumein) - ein paar kleine Exemplare durften natürlich stehen bleiben:
Eichenrotkappe1.JPGEichenrotkapp2.JPGEichenrotkappe3.JPG

Damit es kein reiner Angeberpost wird hier noch 2 Pilze die aufzeigen wie problematisch Pilzverzehr im Rahmen "Survival" sein kann und wie wichtig aktuelle Literatur ist:

Nebelkappe (Clitocybe nebularis):
Nebelkappe.jpg

In alten Pilzbüchern wird dieser noch als essbar bezeichnet und teilweise wird er auch heute noch verspeist, neben häufiger Unverträglichkeit gibt es inzwischen aber auch Hinweise auf krebserregende Stoffe und Stoffe die möglicherweise (Tierversuche) ein Lungenödem auslösen können. Das war der Grund das ich ein einzigens Mal in meinem Leben etwas in ein ausgeliehenes Buch aus unsere Bücherei geschrieben habe ;-).

Fuchsiger Röttelritterling (Paralepista flaccida):
fuchsiger.jpg

Der ist immer noch essbar aber vom Sammeln wird inzwischen wegen der schwierigen Abgrenzung zum Parfümierten Trichterling (Paralepistopsis amoenolens) abgeraten. Ob es inzwischen schon Funde in Deutschland gab weiß ich nicht, in der Schweiz wurde er auf alle Fälle schon nachgewiesen. Da diese Art erst in den letzte Jahren "hier" eingewandert ist fehlt ein Hinweis auf diese Art ebenfalls in älteren Pilzbüchern. Nach dem was ich gelesen habe, ist das so ziemlich der letzte Pilz den man versehentlich essen möchte.

Die beiden letzteren sind dabei wegen ihres späten und oftmals massenhaften Aufkommens eigentlich durchaus interessante Arten zur Nahrungsergänzung...wenn man es den riskieren möchte.