
Zitat von
jkdberlin
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Прощай друг.
Am 26.12.2021 um 17.55 ist unser Freund, Sportkamerad und Hilfstrainer Rizvan Abakarov seiner schweren, durch Covid19 ausgelösten, Erkrankungen erlegen. Mein herzliches Beileid gilt der Familie Abakarov und den zahlreichen Freunden Rizvans.
Er bleibt als netter, gutmütiger, hilfsbereiter, fröhlicher, junger Mann, guter Freund , Sohn Ehemann und Familienvater für immer in unseren Herzen. Rizvan hinterlässt eine Familie mit seinem 16- jährigen Sohn, seiner sechsjährigen Tochter, seine Ehefrau und seine alte, kranke Mutter, die sehr auf ihn angewiesen waren. Er ist mit nur 38 Jahren als gesunder, starker Mann am 17.10.2021 an COVID 19 erkrankt. Nach vier Tagen wurde er auf die Intensivstation im Klinikum Heidenheim gebracht. Weil dort kein Platz war, wurde er weiter nach Aalen transportiert. Zu diesem Zeitpunkt war die Lungenentzündung weit fortgeschritten. Nur einen Tag später wurde er in künstliches Koma versetzt, um das heftige Husten unterdrücken zu können. Nach einigen Tagen musste er nach Ulm in das Bundeswerkrankenhaus verlegt, weil auch in Aalen die Plätze auf der Intensivstation knapp wurden und es abzusehen war, dass die Behandlung lang und umfangreich werden würde. Nach einigen Tagen auf der Intensivstation im BWKH hat sich sein Zustand weiter verschlimmert, so wurde Rizvan ins Uni Klinikum Ulm verlegt, um an die Herz-Lungen Maschine angeschlossen zu werden. Die ganze Zeit haben er und eine Vielzahl von Ärzten und Pfleger um sein Leben gekämpft. Die Familie und Freunde waren im ständigen Auf und Ab der Gefühle, wir haben jede noch so kleine Besserung wie einen Sieg gefeiert, Verschlechterungen haben uns in Depressionen versetzt, mehrmals war die Abschaltung der Maschinen im Gespräch. Drei Mal war die Situation so schlecht, dass die Ehefrau sowie seine Mutter zum Abschied nehmen auf die streng isolierten Covid-Intensivstation unter Einhaltung der Sicherheitsvorkehrungen gelassen wurden und an seinem Bett beten durften. Jedesmal hat sich sein Zustand danach etwas gebessert, so dass die Ärzte weitere Medikationen für sinnvoll erachtet haben.
Nun ist es vorbei, Rizvan hat den schwersten Kampf seines Lebens verloren. Die Kinder wurden zu Halbweisen, die geliebte Frau zur Witwe mit nur 37 Jahren und seine Mutter muss ihren letzten verbliebenen Sohn zu Grabe tragen. Die Familie ist am Boden zerstört. Es herrschen eine Leere und eine Fassungslosigkeit, wie ich sie selten im Leben erlebt habe. Für mich persönlich ist die Erkenntnis am Schlimmsten, dass dieses Leiden und der Tod nicht nötig gewesen wären, hätte Rizvan etwas mehr Vertrauen in die Medizin und weniger in all die Verschwörungsvideos im Netz gehabt. Denn alle Ärzte sind sich sicher, dass dieser heftige und schwere Verlauf hätte so nicht seien müssen, wenn er eine Impfung gegen Covid 19 gehabt hätte.