Wie war das nochmal in der Schule? «Jetzt kriegen wir uns mal alle wieder ein…»
Ich denke, wir können festhalten, dass es im Schulsport Möglichkeiten zur Optimierung gäbe, sei es nun in Hinblick auf die grundlegende Zielsetzung, die dafür gewählten Mittel und das zur Verfügung stehende Zeitangebot. ABER die meisten dieser Optimierungen würden umfassende Reformen erfordern, und der einzelne Sportlehrer hat diesbezüglich auch nur begrenzt Spielraum. Dass das frustrierend sein kann, kann ich mir durchaus vorstellen. Seitens der Eltern habe ich den Eindruck, dass es wenig einheitliche Wünsche nach Reformen gibt, zumindest nicht nach «mehr Sport» und «strengeren Standards» (wenn überhaupt nach weniger Sport, weniger strengen Anforderungen und noch mehr Sicherheitsvorkehrungen). Auch das ist wohl ein Ausdruck des Zeitgeistes… Ergo werden wir uns von der Idee, dass Schulsport das Allheilmittel gegen Bewegungsmuffel sein soll, so oder so erstmal verabschieden müssen. Es bleibt also bis auf Weiteres mehr oder weniger alles beim Alten – Schulsport ist ein Angebot, sich bestimmte Dinge anzuschauen und / oder sich in bestimmten Tätigkeiten zu verbessern. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Ich für meinen Teil bin dem Schulsport rückblickend sehr dankbar – ich habe zwar keineswegs dort alle Dinge gelernt, von denen ich der Meinung bin dass ich sie dort hätte lernen können, aber nichts desto trotz wäre ich ohne Schulsport nie zum Leistungssport gekommen – meine Familie findet sowas heute noch sehr suspekt. Ich war nämlich einer von den von Kensei erwähnten Fällen, die seinerzeit aufgrund schlechter Noten im Dauerlauf regelmässig Joggen gegangen sind - ein Dreivierteljahr später bin ich dann zum Bahnlauf gewechselt, und der Rest ist Geschichte.





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