Mißverständnisse entstehen dann, wenn sich die Gesprächsteilehmer:innen nicht über das Sprachspiel verständigt haben, unter dessen Bedingungen sie kommunzieren.
Wenn du nun hier in den Forumsdiskussionen in die Sprachspiele des Alltags, für deren Funktionieren ja eine Offenheit durch Bedeutungs- und Deutungsräume, i.e. Unschärfe/Ungenauigkeit gerade notwendig ist, das Sprachspiel der formalen Logik einführst, ohne das erstens anzukündigen und ohne dass zweitens die anderen Gesprächsteilnehmer:innen sich darauf einlassen - was ja hier gar nicht möglich war, da du dieses Sprachspiel immer wieder unangekündigt einführst, dann ist das Gespräch ein einziges Mißverstehen bereits auf der formalen Ebene. Und in der Sache dann konsequenterweise ebenfalls.
D.h. eine Aussage, die dir sinnvoll und klärend erscheint, wird von anderen als "Korinthenkackerei" erlebt. (Das Hummelding ist ebenfalls ein schöner Beleg dafür, wenn du nicht in der Lage warst/bist zu verstehen, was damit zum Ausdruck gebracht werden sollte. Und stattdessen annimmst, es wäre da eine wissenschaftskritische Aussage getätigt worden.) Ich habe deine Äußerungen immer wieder als "absurd" empfunden.
Dieses Mißverstehen geht schlicht zurück auf die Verwendung unterschiedlicher Sprachspiele. Aufgrund dessen funktioniert also bereits die Kommunikation als solche nicht. So, als ob einer Mandarin, der andere aber Harzer Plattdeutsch redet, wobei keiner die Sprache des anderen kennt oder versteht. Und vor allem beide davon ausgehen, dass der andere dieselbe Sprache spricht, wie man selbst.
In der Konsequenz dieses formalen Mißverstehens kann dann auch auf der inhaltlichen Ebene keine Klarheit entstehen. Dort, wo ich es beurteilen kann (z.B. Parallelstandübung oder intuitive Haltung des Lehrers im Video), zeigen deine Äußerungen dazu, dass du von etwas sprichst und dabei Urteile über etwas bildest, dass du nicht verstanden hast. Aufgrund der formalen sprachlichen Differenz auch nicht verstehen konntest.
Diese inhaltliche Differenz wird sich denn auch m.E. allein sprachlich nich auflösen lassen. Daher meine vormalige Einladung.
Was der Begriff "Selbstoffenbarungsebene" bedeuten soll und wie sich dieser Begriff zu meinen Äußerungen verhält weiß ich nicht. Ich selber benutze diesen Begriff nicht. Und das, was ich mit "Selbstoffenbarung" konnotiere, kann ich nicht in Beziehung setzen zu meinen Gesprächen hier im Forum.Das scheint mir das eigentliche Problem:
Du willst hier auf Beziehungs- und Selbstoffenbarungsebene kommunizieren und ich auf Sachebene.
Nun ist ja aber Kommunikation immer ein Beziehungsgeschehen. Denn es geht mindestens um das gegenseitige Verstehen mindestens zweier Menschen. Es geht also um deren Beziehung zueinander.
Und, naja ... du hast offenbar mindestens Cam67 und MGuzzi auf deiner ignore-Liste. Das ist ein Beziehungsgeschehen.
Du hast die Urteile über mich als Person - und über andere Gesprächsteilnehmer:innen - gebildet und hast sie z.T. hier veröffentlicht.
Du hast einen thread über Antiaggressionstraining aus Anlass mißlungener Kommunikation eröffnet.
Du reagierst hier im Forum immer wieder emotional.
Deine Signatur drückt ein Beziehungsgeschehen aus.
Ich will nicht "auf Beziehungsebene kommunizieren", sondern ich weiß, dass Kommunikation immer auch eine Beziehungsebene hat. Ob ich oder du das wollen, oder nicht, ist unerheblich. Manche Sprachspiele, wie z.B. die formale Logik, oder auch die Mathematik, sind u.a. dadurch bestimmt, dass sie ohne ein Beziehungsgeschehen funktionieren können. Die Diskussionen in einem Forum aber bewegen sich nicht innerhalb solcher Sprachspiele.





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