Zum Ursprungsthema - wann kam die für Schlagannahmen kontraproduktive Hüftabdrehbewegung ins Shotokan.
In dem Shito Ryu Stil, in dem ich Trainingserfahrungen gesammelt habe, war sie drin. In einem von Hennings Büchern jedoch ist ausgerechnet Kenwa Mabuni mit abgedrehter Hüfte bei Gedan Barai in Pinan 2 abgebildet. Funakoshi hat sie in der korrespondierenden Heian1 aber gerade.
Hat Mabuni da zeitweise rumgespielt und die JKA hat sich daran orientiert - für die Kata ?
Ist die Quelle vielleicht auch das in eine seitliche Stellung gehen bei gedan barai Anwendungen, das auf die Hüfte reduziert wurde ? Ideen, Gerüchte ??
@ Katamaus :
Zu Deiner früheren Frage, warum Shotokan verstümmelt sei ( in den Schlagannahmen ) :
Das mag m.E. an den vorgezogenen Heian Kata liegen. Daran, dass die Kankudai mit ihren deutlichen Annahmeprinzipien in den ersten Bewegungen erst kommt, wenn das Kind schon lange in den Brunnen gefallen ist.
Du hast recht, dass der Kata Uchi Uke meist auf der Gyaku Seite erfolgt.
Die Unart, neben kata auch noch Kihon zu üben, hat aber den gleichseitigen Uchi Uke überbetont.
Daher mag auch kommen, dass Gedan Barai als Schlagannahme scheinbar an der falschen Schulter startet.
Er beginnt ja eigentlich in den kata auf der richtigen Seite und wechselt nur zu weit nach hinten rüber.
Durch die vielen Wendungen damit wird das noch mehr verschleiert.
Und ja, es existieren ja für die Uke noch ganz andere Anwendungen. Aber deren Struktur hat eben in der Schlagannahme mit Partner nix zu suchen.
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