Stock und Stein; dann vielleicht die Hand- aber eigentlich grundsätzlich immer bewaffnet und mit absoluter Sicherheit in den Systemen und Künsten wovon amasbaal, kanken und ich reden lange, lange bevor es überhaupt WT gab; wo man gerade wiedermal versucht Leuten "alten Wein in neuen Schleuchen" zu verkaufen
Geändert von Stixandmore (11-10-2022 um 11:21 Uhr)
Ich habe nicht gewertet. Ich habe nur gesagt dass um "upper hand" ordentlich üben zu können man jemanden braucht der "lower hand" ist. Wenn der Partner unerfahren ist, ist er leicht zu kontrollieren und es ist schwer sich zu verbessern. Am Ende des Tages muss man, egal ob lower oder upper, die Position zu seinen Gunsten nutzen können.
Ähnliches Training gibt es auch in anderen KKen. I Liq Chuan stammt ja unter anderem ja von Bagua und Xing Yi.
Trotzdem glaube ich nicht dass andere KKe so tief in das Thema Kontaktpunkt eindringen. Es gibt Leute die gewisse Skills entwickeln aber weil das Verständnis nicht komplett ist, können sie nur sehr umständlich unterrichten und haben nur ganz wenige Schüler die es selbst lernen, wenn überhaupt.
Das intellektuelle Verständnis für das Thema ist zwar bei weitem nicht ausreichend aber ein Anfang um das Gespür zuordnen und führen zu können. Durch das verständliche Erklären von universalen Prinzipien, kann man relativ schnell verstehen wohin die Reise geht, es in den Körper zu bekommen, ist natürlich eine weitaus schwierigere Aufgabe.
Weil sich ja eh einige an der Diskussion beteiligen würde ich wissen wollen was ihr unter "multivektor" Energie/Druck versteht und wie man diese am Kontaktpunkt generiert? Ich meine auch nicht wie man dann die Struktur einnimmt wie Kanken es mit "vibrieren" beschrieben hat (im ZXD ILC würden wir "waves" dazu sagen) sondern davor noch.
Geändert von Lubo ILC (11-10-2022 um 08:00 Uhr)
schon mal davon gehört, dass es waffenorientierte kks gibt und das auch dein zeugs davon abstammt? (dazu gleich mehr)
du verstehst es offensichtlich nicht...
ich versuche es mal... vielleicht kommt es ja an:
in den kk?
der speer und das schwert. auch und besonnders in china. (von der hand geführt, die so führt, wie es die logik der waffe verlangt. später dann unsetzung der prinzipien in waffenlose kk... gab es im forum ja schon lange dickussionen drüber, aber kaum gegenteilige ansichten. WC ist davon nicht ausgenommen) ergänzt durch ringerische aspekte für den fall, dass es zu nicht lösbaren "bindungen"/blockaden der waffennutzung in der nahdistanz kommt. (ringen auch und vor allem MIT der waffe in der hand).
wo man diesen zusammenhang noch gut sehen kann: Kun Tao stile (heute v.a. in südostasien, ursprünglich mit wurzeln v.a. im küstennahen bereich zwischen Hong Kong [!] und Fujian) und zb. Bagua (das im übrigen, erheblichen anteil an den inhalten der meisten Kun Tao stile hat): ohne messer, schwert und speer fehlt da das tiefere verständnis für das, was dort waffenlos gemacht wird, im Kun Tao südostasiens steht das kleine messer sogar ziemlich im fokus der ausbildung... aber das zu erläutern (historisch, kulturell, einflüsse indigener südostasiatischer kks usw.) würde jetzt zu weit führen.
was ist denn sinn und zweck von langstock und schmetterlingsmessern im WC? alles nur "verlängerungen" des armes, alles nur ableitungen des waffenlosen? glaubst du das im ernst?
Vorschlag: Waffenkünste (und da muss ja völlig diverse Arten von Waffen betrachten) und Waffenlose Künste haben sich unabhängig voneinander entwickelt.
Um einheitliche Bewegungsabläufe zu optimieren und einmal gefasste Konzepte auf einen Nenner zu bringen, hat man praktischerweise beides aneinander angeglichen.
Deal?
Befreie Dich von Konkurrenz-Denken. Du bist hier, um zu erschaffen, nicht zum Wetteifern um das, was bereits erschaffen ist. Du musst ein Schöpfer werden, nicht ein Konkurrent.
Da ich wenig Zeit habe und wenig Lust empfinde ellenlange Diskussionen zu führen, hier ein kleiner Überblick wie wir es handhaben:
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Das Ganze manifestiert sich in Hand work, Body work und Foot work.
Der „Kontaktpunkt“ (die beiden Kontaktpunkte) ist letztlich nur eines von vielen Zentren, mit denen man arbeitet. Für das Hand work als Einstieg nicht schlecht geeignet, aber, zumindest im Bagua, nur eine von vielen Ideen.
no deal, weil historisch blödsinn. man kann es sich nicht machen, wie es einem gefällt.
such mal nach den entsprechenden themen im forum. eindeutige belege, auch und gerade in den CMA. und was heißt "völlig diverse"? es geht um speer und klingenwaffen. langstock und schwert. davon abgeleitet das "fechten" mit händen und ringen war zusatz für den waffengang, wenns schlecht gelaufen ist.
die dominanz "waffenloser" kks ist etwas, das erst (langsam) im 19. Jh. aufkam, als es um die "zivilisierung" der kks ging und die hieb- und stichwaffen fürs schlachtfeld und für die "ordnungsmacht" nahezu irrelevant wurden - weltweit (in Europa etwas früher, wobei das "zivile" duell mit klingenwaffen ja auch noch bis weit ins 19. Jh. sehr verbreitet war).
Dass in der geschichte des kampfSPORTES sehr wohl einzelne aspekte des kämpfens ohne waffen bereits in der antike abgetrennt wurden, um auch nicht-lethale disziplinen für den sportlichen zweikampf zu ermöglichen, steht auf einem anderen blatt. wir reden hier von "martial arts", von den kriegskünsten. oder ist WC bzw. die traditionellen CMA bis zum ende des 19. jh. etwa kampfsport gewesen?
Geändert von amasbaal (11-10-2022 um 18:13 Uhr)
@Amasbaal
Ich würde sogar noch weiter gehen und den Bogen als absolute Grundlage der Körpermechanik benennen. Dann wird es noch mal spannend zwischen Bogenschießen auf dem Pferderücken zu unterscheiden und schweren Jagd- und Kriegsbögen mit Zuggewichten jenseits von 80 lbs.
Für die schweren Bögen braucht man die richtige Mechanik und das Reiten schult die Augenkoordination mit dem Körper auf eine sehr spezifische Weise. Kombiniert man beides ist man beim Speer. Dort manifestiert es sich besonders in den Schritten, aber natürlich auch in allen anderen Ideen (Zentrallinien, Kreisen, Zentren etc.).
Schwerter und Messer nutzen die o.g. Prinzipien dann waffenspezifisch und waffenlos kann man das alles halt immer und überall üben und vor allem mit häufigeren Wiederholungen und mit weniger Verletzungsrisiko.
Geändert von kanken (11-10-2022 um 18:55 Uhr)
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