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Thema: Magic Hands ... Sinn oder Unsinn?

  1. #136
    CHRISBY Gast

    Standard

    Zitat Zitat von kanken Beitrag anzeigen
    Leute wie zum Beispiel Paul können dich in dem Moment des Kontaktes freezen, da hast du keine Chance so schnell locker zu werden. Bei ihm ist es auch egal ob er oben oder unten ist. Locker ist schon der richtige Weg um das zu verhindern, aber der Gegenüber verhindert das locker eben. Da hin zu kommen ist keine „Magie“, sondern das Ergebnis sehr strukturierten Übens.

    Wenn ich mit Paul frei übe fühlt es sich bei ihm an als ob ich in Strom packe, sobald er mich berührt. Dann wird man verspannt und ab dem Moment ist man verloren. Diesen Zustand (heißt im Bagua „vibrating“) hält er aufrecht und ab da kontrolliert er dich wie er will (was ja das Ziel ist).
    Das Ganze geht natürlich auch mit Klingen, bzw. Gerade da will ich das ja haben, da die Kontrolle so wichtig ist.
    Richtig!

    Dich fühlt es sich wie Magie an! Ib Du es nun so nennst oder anders!
    Freezen ist ja nur ein winziges Detail! Wenn auch das beeindruckende!

    Wo kommt der Strom denn her?
    Aus den Armen oder dem ganzen Körper?

    Was ist bloß mit den Klingen los?
    Seid ihr schon im Endwahn?

  2. #137
    CHRISBY Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Paradiso Beitrag anzeigen
    Also für mich klingt das wie jemand der seine Malerei auf einem Reiskorn perfektionieren möchte .. was ist denn der Gewinn für einen der eine Kampfkunst oder einen Kampfsport betreibt? Oder ist das ganze sinnbefreite Gymnastik und Schulhofspielchen, wie es Magic Hands augenscheinlich auch sind?
    Der Gewinn liegt in der Erweiterung der Werkzeuge, mit denen Du wirken kannst.

  3. #138
    CHRISBY Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Stixandmore Beitrag anzeigen
    Potatoe, Potatoe Waffen sind nur eine verlängerung deines Arms....die Prinzipien sind die gleichen bzw lassen sich eben auf andere Gebiete übertragen
    Richtig!

    Aber wir sind gerade im Thread von XY-HANDS!
    Dass Du damit evtl Waffenkönnen aufwerten kannst, ist hier gerade KEIN Thema.

    Oder doch?

    Vielleicht später!

  4. #139
    Registrierungsdatum
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    Standard

    Zitat Zitat von CHRISBY Beitrag anzeigen
    Der Gewinn liegt in der Erweiterung der Werkzeuge, mit denen Du wirken kannst.
    Im Kampf sind der Hammer immer die richtige Wahl, warum soll ich mühselig im Koffer nach Schere oder Schraubenzieher suchen?

  5. #140
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    Standard

    Zitat Zitat von CHRISBY Beitrag anzeigen
    Richtig!

    Aber wir sind gerade im Thread von XY-HANDS!
    Dass Du damit evtl Waffenkönnen aufwerten kannst, ist hier gerade KEIN Thema.

    Oder doch?

    Vielleicht später!
    Verstehen ist nicht so dein Ding, oder? Es geht darum das in anderen Künsten genau das! angewandt und gelehrt wird-halt nur in einem Waffenkontext......aufgewertet wird da nix; es wird einfach gemacht, ohne groß darüber rumzuschwafeln und zu theorisieren

  6. #141
    CHRISBY Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Paradiso Beitrag anzeigen
    Im Kampf sind der Hammer immer die richtige Wahl, warum soll ich mühselig im Koffer nach Schere oder Schraubenzieher suchen?
    Weil eine Kreuzschraube nur mit einem Kreuzschraubendreher gelöst werden kann...

    Wer nur den Hammer kennt, der sieht überall nur Nägel!

  7. #142
    CHRISBY Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Stixandmore Beitrag anzeigen
    Verstehen ist nicht so dein Ding, oder? Es geht darum das in anderen Künsten genau das! angewandt und gelehrt wird-halt nur in einem Waffenkontext......aufgewertet wird da nix; es wird einfach gemacht, ohne groß darüber rumzuschwafeln und zu theorisieren
    Verstehen...

    Was war zuerst da?
    Die Hand oder das Schwert?

  8. #143
    CHRISBY Gast

    Standard

    Zitat Zitat von CHRISBY Beitrag anzeigen
    Verstehen...

    Was war zuerst da?
    Die Hand oder das Schwert?
    Das Schwert wird von der Hand geführt!
    Auch wenn viele in den Waffen die Gottheiten sehen...

  9. #144
    Registrierungsdatum
    14.05.2008
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    Zitat Zitat von CHRISBY Beitrag anzeigen
    Verstehen...

    Was war zuerst da?
    Die Hand oder das Schwert?
    Stock und Stein; dann vielleicht die Hand- aber eigentlich grundsätzlich immer bewaffnet und mit absoluter Sicherheit in den Systemen und Künsten wovon amasbaal, kanken und ich reden lange, lange bevor es überhaupt WT gab; wo man gerade wiedermal versucht Leuten "alten Wein in neuen Schleuchen" zu verkaufen
    Geändert von Stixandmore (11-10-2022 um 11:21 Uhr)

  10. #145
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    Zitat Zitat von CHRISBY Beitrag anzeigen
    Aber was lässt Dich erwarten, dass die upperhand-Position besser ist?
    Weil sie überall "führend" deklariert wird?
    Gerade im "inneren" Bereich sollte klar sein, dass upperhand zwar gewohnt leichter ist, aber von "Downunder" nicht unbedingt die Niederlage wartet! Im Gegenteil! Gerade dort liegt wohl ein kleines Geheimnis. Obwohl jeder Meister die upperhand zwangsläufig bevorzugt.

    Gekonnt ist die lowerhand ein Schmaus. Kein leichter, zugegeben.
    Ich habe nicht gewertet. Ich habe nur gesagt dass um "upper hand" ordentlich üben zu können man jemanden braucht der "lower hand" ist. Wenn der Partner unerfahren ist, ist er leicht zu kontrollieren und es ist schwer sich zu verbessern. Am Ende des Tages muss man, egal ob lower oder upper, die Position zu seinen Gunsten nutzen können.

    Ähnliches Training gibt es auch in anderen KKen. I Liq Chuan stammt ja unter anderem ja von Bagua und Xing Yi.

    Trotzdem glaube ich nicht dass andere KKe so tief in das Thema Kontaktpunkt eindringen. Es gibt Leute die gewisse Skills entwickeln aber weil das Verständnis nicht komplett ist, können sie nur sehr umständlich unterrichten und haben nur ganz wenige Schüler die es selbst lernen, wenn überhaupt.

    Das intellektuelle Verständnis für das Thema ist zwar bei weitem nicht ausreichend aber ein Anfang um das Gespür zuordnen und führen zu können. Durch das verständliche Erklären von universalen Prinzipien, kann man relativ schnell verstehen wohin die Reise geht, es in den Körper zu bekommen, ist natürlich eine weitaus schwierigere Aufgabe.


    Weil sich ja eh einige an der Diskussion beteiligen würde ich wissen wollen was ihr unter "multivektor" Energie/Druck versteht und wie man diese am Kontaktpunkt generiert? Ich meine auch nicht wie man dann die Struktur einnimmt wie Kanken es mit "vibrieren" beschrieben hat (im ZXD ILC würden wir "waves" dazu sagen) sondern davor noch.
    Geändert von Lubo ILC (11-10-2022 um 08:00 Uhr)

  11. #146
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    Zitat Zitat von CHRISBY Beitrag anzeigen
    Alter.. was für eine Klinge?
    Was fehlt Dir?
    schon mal davon gehört, dass es waffenorientierte kks gibt und das auch dein zeugs davon abstammt? (dazu gleich mehr)


    Zitat Zitat von CHRISBY Beitrag anzeigen
    Hier geht es um "Arme fangen"... "Chasing the rabbit"!

    Nicht um Waffen!
    .
    du verstehst es offensichtlich nicht...

    Zitat Zitat von CHRISBY Beitrag anzeigen
    Was war zuerst da?
    Die Hand oder das Schwert?
    ich versuche es mal... vielleicht kommt es ja an:

    in den kk?
    der speer und das schwert. auch und besonnders in china. (von der hand geführt, die so führt, wie es die logik der waffe verlangt. später dann unsetzung der prinzipien in waffenlose kk... gab es im forum ja schon lange dickussionen drüber, aber kaum gegenteilige ansichten. WC ist davon nicht ausgenommen) ergänzt durch ringerische aspekte für den fall, dass es zu nicht lösbaren "bindungen"/blockaden der waffennutzung in der nahdistanz kommt. (ringen auch und vor allem MIT der waffe in der hand).
    wo man diesen zusammenhang noch gut sehen kann: Kun Tao stile (heute v.a. in südostasien, ursprünglich mit wurzeln v.a. im küstennahen bereich zwischen Hong Kong [!] und Fujian) und zb. Bagua (das im übrigen, erheblichen anteil an den inhalten der meisten Kun Tao stile hat): ohne messer, schwert und speer fehlt da das tiefere verständnis für das, was dort waffenlos gemacht wird, im Kun Tao südostasiens steht das kleine messer sogar ziemlich im fokus der ausbildung... aber das zu erläutern (historisch, kulturell, einflüsse indigener südostasiatischer kks usw.) würde jetzt zu weit führen.
    was ist denn sinn und zweck von langstock und schmetterlingsmessern im WC? alles nur "verlängerungen" des armes, alles nur ableitungen des waffenlosen? glaubst du das im ernst?

  12. #147
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    Vorschlag: Waffenkünste (und da muss ja völlig diverse Arten von Waffen betrachten) und Waffenlose Künste haben sich unabhängig voneinander entwickelt.
    Um einheitliche Bewegungsabläufe zu optimieren und einmal gefasste Konzepte auf einen Nenner zu bringen, hat man praktischerweise beides aneinander angeglichen.
    Deal?
    Befreie Dich von Konkurrenz-Denken. Du bist hier, um zu erschaffen, nicht zum Wetteifern um das, was bereits erschaffen ist. Du musst ein Schöpfer werden, nicht ein Konkurrent.

  13. #148
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    Zitat Zitat von Lubo ILC Beitrag anzeigen
    Weil sich ja eh einige an der Diskussion beteiligen würde ich wissen wollen was ihr unter "multivektor" Energie/Druck versteht und wie man diese am Kontaktpunkt generiert?
    Da ich wenig Zeit habe und wenig Lust empfinde ellenlange Diskussionen zu führen, hier ein kleiner Überblick wie wir es handhaben:

    D85BFE42-71C2-4338-AC49-476077B61D8C.jpeg

    Das Ganze manifestiert sich in Hand work, Body work und Foot work.

    Der „Kontaktpunkt“ (die beiden Kontaktpunkte) ist letztlich nur eines von vielen Zentren, mit denen man arbeitet. Für das Hand work als Einstieg nicht schlecht geeignet, aber, zumindest im Bagua, nur eine von vielen Ideen.

  14. #149
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    Zitat Zitat von derKünstler Beitrag anzeigen
    Vorschlag: Waffenkünste (und da muss ja völlig diverse Arten von Waffen betrachten) und Waffenlose Künste haben sich unabhängig voneinander entwickelt.
    Um einheitliche Bewegungsabläufe zu optimieren und einmal gefasste Konzepte auf einen Nenner zu bringen, hat man praktischerweise beides aneinander angeglichen.
    Deal?
    no deal, weil historisch blödsinn. man kann es sich nicht machen, wie es einem gefällt.
    such mal nach den entsprechenden themen im forum. eindeutige belege, auch und gerade in den CMA. und was heißt "völlig diverse"? es geht um speer und klingenwaffen. langstock und schwert. davon abgeleitet das "fechten" mit händen und ringen war zusatz für den waffengang, wenns schlecht gelaufen ist.
    die dominanz "waffenloser" kks ist etwas, das erst (langsam) im 19. Jh. aufkam, als es um die "zivilisierung" der kks ging und die hieb- und stichwaffen fürs schlachtfeld und für die "ordnungsmacht" nahezu irrelevant wurden - weltweit (in Europa etwas früher, wobei das "zivile" duell mit klingenwaffen ja auch noch bis weit ins 19. Jh. sehr verbreitet war).
    Dass in der geschichte des kampfSPORTES sehr wohl einzelne aspekte des kämpfens ohne waffen bereits in der antike abgetrennt wurden, um auch nicht-lethale disziplinen für den sportlichen zweikampf zu ermöglichen, steht auf einem anderen blatt. wir reden hier von "martial arts", von den kriegskünsten. oder ist WC bzw. die traditionellen CMA bis zum ende des 19. jh. etwa kampfsport gewesen?
    Geändert von amasbaal (11-10-2022 um 18:13 Uhr)

  15. #150
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    @Amasbaal
    Ich würde sogar noch weiter gehen und den Bogen als absolute Grundlage der Körpermechanik benennen. Dann wird es noch mal spannend zwischen Bogenschießen auf dem Pferderücken zu unterscheiden und schweren Jagd- und Kriegsbögen mit Zuggewichten jenseits von 80 lbs.

    Für die schweren Bögen braucht man die richtige Mechanik und das Reiten schult die Augenkoordination mit dem Körper auf eine sehr spezifische Weise. Kombiniert man beides ist man beim Speer. Dort manifestiert es sich besonders in den Schritten, aber natürlich auch in allen anderen Ideen (Zentrallinien, Kreisen, Zentren etc.).
    Schwerter und Messer nutzen die o.g. Prinzipien dann waffenspezifisch und waffenlos kann man das alles halt immer und überall üben und vor allem mit häufigeren Wiederholungen und mit weniger Verletzungsrisiko.
    Geändert von kanken (11-10-2022 um 18:55 Uhr)

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