Mir ging es nicht darum, deine Ansicht zu kritisieren oder zu widerlegen. Ich kann sie sogar nachvollziehen.
Ich wollte zu deiner Ansicht meine konkreten Erfahrungen dazu legen:
Das ist ja nicht etwas, das ich in der Zeitung lese.
Sondern das ist etwas, mit dem ich in meinem Arbeitsalltag konkret umgehen muß.
Es fühlt sich nicht lustig an, wenn ich eine an Corona verstorbene junge Frau beerdige und ich dann gefragt werde, warum wir, also die Einrichtung, denn nicht besser aufgepasst haben - " ... und jetzt ist sie tot!"
Und es fühlt sich auch nicht lustig an, wenn die eigene Einrichtung - oder eine Schwester-Einrichtung - sich vor den Aufsichtsbehörden oder der Justiz verantworten muß, weil die Angehörigen oder Betreuer:innen, die uns die Bew anvertraut haben, uns vorwerfen, wir wären diesem Vertrauen nicht gerecht geworden.
In einer Schwestereinrichtung hier in der Nähe sind relativ früh fast 50 Bew verstorben. U.a. auch, weil sie keine Masken tragen konnten und man sie nicht "einsperren" wollte damals. Das war für die Kolleg:innen einen gruselige Erfahrung, die von uns niemand selber machen möchte. Und schon gar nicht die Verantwortung tragen dafür.





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