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Thema: Kraft-/ Technik Training trennen?

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    Zitat Zitat von ThomasL Beitrag anzeigen
    Ok, kann ich nachvollziehen. Letztlich läuft gerade auch außerhalb des Profibereichs viel auf Kompromisse hinaus (limitierte Zeit, anderen Belastungen die sich auf die Regeneration auswirken etc…) und nicht alles was „ideal“ wäre lässt sich auch umsetzen. Und wie du schon schreibst, vermutlich ist dies auf normalen „Breitensportlevel“ auch gar nicht erforderlich.
    Im Moment mache ich selbst oft ein sportartspezifisches Schnellkrafttraining direkt im Anschluss an die eigentliche Sportausübung. Auch wenn das vorherige Training kein reines Techniktraining (aber auch zur Verfeinerung der Technik dient) ist und das Krafttraining darin vorkommende Bewegungen enthält ist es vermutlich nicht ideal. Aber aus verschiedenen Gründen (benötige Regenerationszeit, benötigtes Trainingsgerät –Campusboard - und zeitliche Rahmenbedingungen) ist es für mich ein sinnvoller Kompromiss. Bei „neuen“ Techniken / Bewegungen im KK Bereich versuche ich mich aber normalerweise daran zu halten.
    .
    Ich haltes für sehr wichtig zu sehen , wo genau man den Einzelnen abholt . Das gilt dann auch für sich selbst ,..was kurioserweise nicht selten übersehen wird ^^.

    Beispiel .
    Wie gesagt , Anfangs bei erstmal grober TechnikKopierung (Übernehmen, nachmachen ) ohne Erschöpfung , danach ein MODERATES Krafttraining , ist nicht wirklich kontraproduktiv . Die Schlüsselworte sind , moderat und keine Erschöpfung .

    Später , als es dann an die Feinheiten ging , sowohl im Formentraining als auch bei Partnertraining , hab ich auf Krafttraining danach ebenfalls verzichtet , weil A mein Krafttraining um längen intensiver wurde und B im KK Training die Kraftausdauereinheiten ebenfalls immer intensiver wurden . Reine Erholungsfrage .

    Irgendwann aber fing ich an das Krafttraining an den Anfang zu setzen und DANACH mein Techniktraining zu machen .....das ging aber erst nachdem mein Körper gelernt hatte Kraft und hohe Spannungen zu erzeugen OHNE fest zu werden . Also meine Art Kraft zu trainieren hatte sich stark geändert und nun konnte ich Techniktraining hinter her setzen ,ohne Koordinativ Einbusse zu haben . Im Gegenteil , ich konnte die vorher erzeugten hohen Spannungen nun bewusst mit einbeziehen , weil mein Körper gleichzeitig gelernt hatte auch schnell zu entspannen. ..DAS war aber ein Entwicklungsprozess . Deshalb gilt für mich ,immer gucken in welcher Phase jemand ist und man selber auch ist . Dann ev. verändern ...

    Bei wirklich neuen Bewegungen , kehre ich das natürlich auch wieder um . Erst die Koordinativen Übungen ...und wenn es ans Vertiefen geht , dann wird wieder Kraft und Technik getrennt . Für eine Weile . Diese Weile hängt dann davon ab wie stark die neuen Muster eine Resonanz mit schon vorhandenen Mustern erzeugen , also wie schnell ich sie miteinander verbinden , integrieren kann...dann gehts wieder im für mich Aktuell vertrauten Modus , erst Kraft dann Technik weiter ....

    Bei Abrufen mehrer verschiedener Muster hintereinander , z.b. Boxen und BJJ kommt es in meinen Augen darauf an wie sehr ich die Bewegungen verstanden habe . Mit verstehen meine ich eine Art Körperverständnis , je besser das ist desto schneller kann man neue Bewegungen miteinander verknüpfen . Auch das ist wieder individuell stark verschieden und da kommt wieder das , "wo hole ich den Anderen ab " zum tragen.

    Nebenbei.
    Mittlerweile bin ich der Meinung das es Krafttrainingsmässig so etwas wie Beuger und Streckertypen gibt . Wo also Übungen mit diesen Funktionen bei ihnen von vornherein besser angelegt sind . Ebenso wie es (Für mich) so etwas wie Striker und Grapplertypen gibt . Also Typen denen das Schlagen , das nach aussen weg explodieren besser gelingt als das halten und ziehen .es ist von vornherein günstiger angelegt . Und umgedreht ,
    Würde mich mal interessieren , ob andere ähnliche Erfahrungen gemacht aben . ....das nicht soo absolut sehen , es sind immer Tendenzen die eine Mischung ergeben , aber Allrounder die in beiden Gebieten von Haus aus richtig gut sind , hab ich selten getroffen..mit, von Haus aus , meine ich die sich schon ohne Training richtig gut in beiden Bereichen bewegen , ganz ohne Technik.

    Vll. als Beispiel . so wie es Leute gibt , denen gibst du eine Stein in die Hand , schon als Bengel , und der wirft ihn ganz natürlich mit guter wurfausführung bis get no und andere denen kannst du es noch und nöcher zeigen , aber ihr Körper bekommt es nicht wirklich hin .
    Geändert von Cam67 (24-01-2023 um 18:44 Uhr)
    Die verstehen sehr wenig , die nur das verstehen , was sich erklären lässt. ( Marie v. Ebner-Eschenbach)

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