
Zitat von
ThomasL
wer sind denn die?
„Die“ gibt es natürlich so nicht. Ich würde das mal vereinfachend* so unterteilen:
Die Einen sind die die, die beschließen etwas mit SV machen und das am liebsten noch mit Sport kombinieren möchten (oder umgekehrt), also gezielt etwas im Bereich KS/KK suchen. Da gebe ich Euch recht. (Kick-)Boxen, MT, VK-Karate aber auch Judo führen da wohl schneller zum Ziel als Shotokan oder TKD (wobei es hier extrem darauf ankommt, wie das gelehrt - allerdings auch dann noch). Nicht alle haben aber Bock sich deswegen gleich was auf die Omme zu kloppen. Insofern ist die Effizienz von VK eher theoretisch imho, denn sie setzt erstmal voraus, dass das für mensch eine akzeptable Alternative ist.
In den SV-Kursen sehe ich aber auch viele für die Gewalt etwas vollkommen Abstraktes oder solche die bereits (in unterschiedlicher Abstufung) Gewaltopfer sind. Also Menschen die (ich übertreibe jetzt, sonst muss ich ein Buch schreiben) bereits freezen, wenn man sie nur schubst oder sonst mal etwas härter anpackt. Die sich also gar nicht erst zum KS trauen. Oder solche, denen das zu viel Aufwand ist, die sich zu dem Thema aber mal aufschlauen. Da sind SV-Kurse für Einsteiger imho extrem hilfreich aus verschiedenen Gesichtspunkten heraus, während VK-Training für diese aus den diversen Gründen keine Alternative darstellt. Ich denke, dass hier ein SV-Kurs eben doch sehr viel mehr bringt als z.B. zum Boxen zu gehen, weil man einfach mal einen Einstieg in das Thema findet, sich grundsätzlich erstmal mit Täter-Opfer-Rollen auseinandersetzt, besser verstehen lernt, wann, wie und wo Gewalt stattfinden kann, und last but not least die Erfahrung macht, dass man sich (in bestimmten Grenzen) etwas dagegen tun und eben auch wehren kann. Welchen Aufwand, der-oder diejenige dann betreiben will/kann/muss, hängt dann eben von den individuellen Zielen ab.
Zuguterletzt vielleicht noch welche, die sehr gezielt langfristig etwas für SV machen wollen und sich etwas suchen, das sich hauptsächlich darüber vermarktet. Die machen dann Krav Maga, Combatives, WT oder sonstwas. Da kenne ich mich allerdings nicht genug aus. Wäre interessant, ein paar Argumente zu erfahren, warum hier VK effizienter ist. Kann aber natürlich durchaus sein.
Insgesamt sollte man nicht vergessen, dass es nicht darum geht, der Mega-Gladiator-Krieger zu werden, sondern die eigene Gewaltkompetenz zu erhöhen und somit die Chancen (wir reden hier immer nur von Wahrscheinlichkeiten) heil durchs Leben zu kommen, zu erhöhen (wo ein aufgeladenes Handy wichtiger sein kann als alles andere - aber das muss ich Dir als Urban Survival-Spezialist ja nicht erklären
).
*Natürlich sind die Grenzen fließend und es gibt auch die, die von der einen „Seite“ auf die andere wechseln. Ich meine das eher prototypisch.
PS: Bin jetzt zu faul zum Korrektur lesen und die Argumentation hat sicher noch Lücken aber ich denke, man kann verstehen, worauf ich hinauswill.
„Grau teurer Freund, ist alle Theorie. Und grün des Lebens goldner Baum.“