Zitat Zitat von big X Beitrag anzeigen
was hat der gute mann denn vorher gemacht? oder jetzt parallel?
vielleicht arbeitet er ja auch in einer kiez-apotheke .

hat dein trainer das jj-sv-programm durchlaufen?
danach kann auch ein nicht-krimineller, nicht-polizist, nicht-türsteher, nicht-opfer, nicht-ex-mc-member, nicht-x-special-forces was fundierteres zum thema SV von sich geben.

von einem 6. dan erwarte ich allerdings auch, dass er sich mit dem thema beschäftigt hat. hat ja lange genug zeit gehabt.
unterrichtet er denn explizit SV?

ich verkaufe meinen schülerinnen meine sachen auch als grundsätzlich in der SV einsetzbar, ohne dies explizit zu unterrichten.
Der Lehrer hatte nichts besonderes gemacht. Für ihn war es Prestige, irgendwann man so hoch zu kommen, wie es geht.
Dieser Verein dampft im eigenen Saft. Komischerweise machen auch ganz wenige Leute von den langjährigen Übungsleitern keine Prüfungen und bleiben auf dem Stand stehen. Der Lehrer selbst hat außerhalb, also auf der Straße, soweit ich weiß, keine richtige Erfahrung. Er lehrt das Prüfungsprogramm und kupfert sich von anderen was ab, was dann mit eingebunden wird. So toll ist das alles nicht.
Bin da auch seit Jahren nicht mehr dabei, weil mir es nicht gefallen hatte. Das einzige, was wir richtig gelernt haben, ist die Fallschule.
Habe mich dann auch eher mit anderen Sachen beschäftigt.

Generell ist Ju-Jutsu nicht schlecht, je nach dem wer es lehrt und wie es rüberkommt.
Habe viele Sachen auch für Kobudo und Karate oder Hanbo verwenden können.
Ich selbst übe auch keine KK mehr, um Wettkampf zu machen, oder ein Brecher auf der Straße zu sein.
Beschäftige mich eher mit den Formen und so wie ich gerade Lust habe. Von daher ist mir das mittlerweile egal.

Im Ju-Jutsu selbst sind halt einfach zu viele Techniken und zu viele Aspekte die geübt und beachtet werden müssen. Ich finde, das kann nicht alles bis in die Tiefe abdecken.
Als Überblick für Kampfkünste generell finde ich es nicht schlecht. Man kann sich verschiedene Sachen anschauen und dann in die sog. Fachrichtung gehen, wo man denkt, daß man dort für sich am meisten lernt.

Ich halte es auch für gefährlich, auf Lehrgängen, die auf SV ausgelegt sind, Techniken zu zeigen, wo der Gegner sozusagen am Boden noch einmal zusammen getreten wird. Oder jemandem das Messer in den Wanst gestochen wird.
Da vergessen einige, die das lehren, auch zu sagen, daß man den Mut dazu haben muß. Und den SV-Wille. Das ist allenfalls nur eine theoretische Phrase, mehr nicht.

Keiner von den Hausfrauen, oder Hobbygärter oder "Apotheker" (nicht auf dem Kiez) haben den Mut, sich so zu verteidigen. Die tun sich eher noch selbst dabei weh. Diesen Anspruch habe ich an das System von Anfang an nicht gehabt. Für mich war es Hobby, mehr nicht.
KK funzt nur , wenn man hart genug ist und ein guter Techniker und viele Drills einstudiert hat. Und zusätzlich noch die Erfahrung hat, was auf der Straße abgeht. Ansonsten wäre ich da mit allem etwas vorsichtig.