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Thema: Impfung gegen Corona & Kampfsport - Diskriminierung & Bevorteilung

  1. #14776
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    @pansapiens

    Ich glaube es geht hier nicht mehr darum, wie er es gemeint hat oder was da steht, sondern nur noch um Rechthaberei. Wissen kann ich das aber natürlich nicht.

    Für mich wird diese Argumentation völlig lebensfremd. Ich kann nur wiederholen, wer geht denn hier tatsächlich und ernsthaft davon aus, dass Drosten inhaltlich wirklich aussagen wollte, dass 100% der Ungeimpften die sich infizieren, sterben?

    @katamaus

    Ja es wäre natürlich wünschenswert, wenn er sich anders geäußert hätte. Ich halte es analog zum Kumpel Beispiel allerdings für normal, Aussagen auch wertend und im (viel strapazierten) Kontext zu beurteilen. Und da habe ich immer noch ein ganz anderes Bild von Drosten als von Bhakdi.

    Wenn ich nur die Aussage wortwörtlich ernst nehme, müsste ich denken, dass er völlig Banane ist und in die Klappse gehört (ich meine natürlich nicht wirklich, dass er eine Banane ist, sonst müsste man denken, ich gehöre in die Klappse).

  2. #14777
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    Zitat Zitat von Kensei Beitrag anzeigen
    Moralisch hielt ich es in der Pandemie ohnehin für geboten, alles dafür zu tun, eine Überlastung des Gesundheitssystems zu vermeiden.
    Dann wäre ein Abbau von Kapazitäten unmoralisch?

    Zitat Zitat von Kensei Beitrag anzeigen
    Juristisch gab's zwar keine allgemeine Impfpflicht, wohl aber eine im Gesundheitssektor. Und eben die 3g/2g Regeln, die größtenteils als rechtmäßig eingestuft wurden.
    Größtenteils? Was heißt das 51%? Hast Du dazu überhaupt eine Statistik vorliegen oder behauptest Du das einfach mal in's Blaue?

    Mir scheint, dabei ist man eher von der persönlichen Einstellung der Richter abhängig:

    In den Streit um die coronabedingten Einschränkungen im Einzelhandel kommt Bewegung. Das niedersächsische Oberverwaltungsgericht hat die erst seit kurzem geltende 2G-Regel im Einzelhandel in Niedersachsen gekippt. Die Maßnahme sei zur weiteren Eindämmung des Coronavirus nicht notwendig und auch nicht mit dem allgemeinen Gleichheitsgrundsatz vereinbar, entschied das Gericht am Donnerstag laut Mitteilung.


    In Schleswig-Holstein war diese Woche ein Eilantrag der Kaufhauskette Woolworth gegen die 2G-Regel vom zuständigen Gericht abgelehnt worden. Hier verwiesen die Richter auf die als besonders besorgniserregend eingeordnete Variante Omikron. Angesichts dieser Bedrohung bestehe kein Zweifel daran, dass die 2G-Regelung geeignet sei, der Verbreitung von Covid-19 entgegenzuwirken und das Risiko schwerer Krankheitsverläufe zu reduzieren.
    Das Urteil in einem weiteren Eilverfahren vor dem Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen steht noch aus. In Niedersachsen galt die 2G-Regel seit Montag. Der 13. Senat des Gerichts entschied nun, diese Regelung vorläufig außer Vollzug zu setzen. (Az.: 13 MN 477/21).

    Experten hielten eine Testpflicht auch für Geimpfte angemessen, wenn es wirklich um die Eindämmung der Pandemie gehen sollte:

    "Die Prävention einer Infektion ist die wirksamste, kostengünstigste und damit wichtigste Maßnahme zum Schutz vorübertragbaren Krankheiten", steht gleich zu Beginn der Begründung des Infektionsschutzgesetzes (BT-Drs. 14/2530). Dass die Politik es mit der Prävention seit Beginn der Pandemie ernst meint steht außer Frage. Hiervon ausgehend würde eine Testpflicht für Geimpfte eine wirksame und einfache Lösung des Problems darstellen (so auch führende Mediziner, etwa Weltärztepräsident Montgomery, der Immunologe Watzl oder der Epidemiologe Scholz - jeweils mit etwas anderen Ansätzen).

    hier wird vermutet, dass sich die Regelungen eventuell nicht an dem Ziel der Verminderung der Infektionen orientieren, sondern daran, die Ungeimpften unter Druck zu setzen:

    Zwar ist zuzugeben, dass das Risiko einer Übertragung im Vergleich zu einem Ungeimpften immer noch erheblich verringert ist und daher auch juristisch zwischen diesen beiden Gruppen unterschieden werden könnte. Indes gibt es zwischen Testen und Nichttesten keinen Zwischenbereich (möglich wäre höchstens in bestimmten Fällen von Nichtgeimpften einen PCR-Test und von Geimpften "nur" einen Schnelltest zu verlangen). Und die Testpflicht bei Geimpften von weiteren Voraussetzungen (etwa Symptomen) abhängig zu machen, dürfte aufgrund der vielen asymptomatischen Infektionen wenig zielführend sein. Nimmt man dann noch die zuletzt so oft bemühte "Schutzpflicht des Staates" ins Visier, ist letztlich nur ein Ergebnis möglich: Sowohl aus epidemiologischer als auch aus juristischer Sicht muss schnellstmöglich eine grundsätzliche Testpflicht auch für Geimpfte eingeführt werden.
    Will man aber weiterhin – allein um den Anreiz des Impfens zu erhöhen – hierauf verzichten, handelt man nicht nur rechtswidrig im Sinne einer ungerechtfertigten Ungleichbehandlung, sondern nimmt auch billigend einen Anstieg der Infektionen in Kauf.

    Bedauerlicherweise aber geht die Entwicklung aktuell in die andere Richtung: Die Privilegierung Geimpfter wird unter völliger Ignoranz der neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse nicht nur fortgesetzt, sondern sogar noch vertieft.
    [...]
    Interessanterweise ist wenig juristische Kritik an diesem Kurs zu vernehmen. Und nach der Entscheidung des VG Berlin und den bisherigen Erfahrungen mit der Rechtsprechung in der Coronakrise sollte man auch keine große Hoffnung haben, dass die Gerichte den ungerechtfertigten Ungleichbehandlungen zeitnah ein Ende setzen.


    Zitat Zitat von Kensei Beitrag anzeigen
    Ansonsten hatten wir ja zu dem Thema auch ausführlich die vielzitierte Helmpflicht beim Motorradfahren oder die Gurtpflicht im Auto.
    Dort könnte man ja auch argumentieren, ob es nicht die Freiheit eines jedes Bürger ist, ohne Helm respektive unangeschnallt am Straßenverkehr teilzunehmen.
    Mal davon abgesehen, dass ein Gurt oder Helm eher mit einer Maske zu vergleichen ist, als mit einer Körperverletzung:
    Es gibt aber keine allgemeine Impfpflicht. => Was nicht verboten ist, ist erlaubt!
    Also hat jeder Bürger, der nicht von einer speziellen Impflicht betroffen ist, das Recht ungeimpft am Leben teilzunehmen.

    Zitat Zitat von Kensei Beitrag anzeigen
    Wir sind aber im Bereich der Spekulationen. Für die meisten Bürger die sich haben impfen lassen, wird es eine Mischung aus verschiedenen Gründen gewesen sein. Egoistisch und altruistisch.
    Das ist Deine Spekulation.
    Meine ist, dass sich einig aus egoistischen Gründen haben impfen lassen und nun auf den "Solidaritätszug" aufspringen, weil die damit im Club der "besseren Menschen" sind und andere moralisch verurteilen können.

    Zitat Zitat von Kensei Beitrag anzeigen
    Diese Sicht sei dir unbenommen, das ist dann aber eben nur deine persönliche und unmaßgebliche Meinung. Weder bei Ethikexperten, noch bei Politik oder Justiz kann ich erkennen, dass da der Standpunkt überwiegt, dass durch 3g/2g eine Diskriminierung stattgefunden hätten.
    Hast Du eine Statistik?

    Zitat Zitat von Kensei Beitrag anzeigen
    Und als Geschichts- und Politiklehrer plädiere ich ohnehin dafür, mit solchen Kampfbegriffen vorsichtig zu sein. Im Zweifel ist das ein Schlag ins Gesicht für alle Menschen, die in ihrem Leben wirkliche Diskriminierung erfahren.
    dann nenne es halt ungerechtfertigte Ungleichbehandlung um einen Handlungsdruck aufzubauen. Impfpflicht durch die Hintertür.


    Zitat Zitat von Kensei Beitrag anzeigen
    Und das der nicht ausreichend vorgelegen hätte, bleibt wie gesagt deine persönliche Einschätzung, die sich nicht mit dem deckt, was man bspw. von Juristen dazu hört und liest. Ansonsten hätten die Maßnahmen ja relativ zügig gekippt werden können. Genug Eilanträge hat es gegeben.
    siehe oben

    Zitat Zitat von Kensei Beitrag anzeigen
    Das klassische Präventionsparadoxon. Weil Maßnahmen gewirkt haben und der Kollaps ausblieb, hätte man also auf die Maßnahmen verzichten können?
    Nein. Du hast geschrieben, die Überlastung sei wegen der Impfbereitschaft ausgeblieben. Darauf hab ich erwidert, man hätte auf die Diskriminierung der Ungeimpften verzichten können, weil die ja dann - laut Deiner eigenen Aussage - nicht die Überlastung verhindert haben, die ja schon durch die Impfbereitschaft verhindert war.
    Also korrekt:
    Weil Maßnahme A gewirkt hat und der Kollaps ausblieb, hätte man auf Maßnahme B verzichten könnten, die wohl eher weniger dem Infektionsschutz diente (siehe oben).
    Oder meinst Du mit "Bereitschaft", dass sich jemand dem öffentlichen Druck beugt?

    Zitat Zitat von Kensei Beitrag anzeigen
    Und somit dann also anderen Menschen lebensnotwendige Behandlungen zu verweigern oder zu erschweren. Zumal wenn Krankenhauspersonal lauthals appelliert, sich an Maßnahmen zu halten und impfen zu lassen.
    Das Krankenhauspersonal hat teilweise selbst die Impfung verweigert.
    Oder warum hat man wohl die Impfpflicht eingeführt?

    Zitat Zitat von Kensei Beitrag anzeigen
    Therapie verweigern ist natürlich überzogen, ich hätte aber in Aussicht gestellt, Impfverweigerer im Nachhinein an den Behandlungskosten zu beteiligen seitens der Versicherungen.
    Es wurde ja schon die Lohnfortzahlung im Quarantänefall verweigert.
    Außer bei Beamten.
    Das trifft dann aber wieder sozialschwache und es ist anzunehmen, dass Leute, die sich nicht Impfen lassen, dass Risiko einer schweren Erkrankung und damit einer entsprechenden Zahlung eher gering einschätzten.
    Außer die haben einen sinnvollen Grund sich nicht zu impfen lassen.
    Es gab da ja mal eine FAQ-Stunde mit Kekulé, der die Befürchtungen der Leute ernst nahm und auch zugab, dass es bei bestimmten Umständen gar nicht so eindeutig ist, wie die schlichte Behauptung, wer sich nicht Impfen lässt ist einfach doof.

    Zitat Zitat von Kensei Beitrag anzeigen
    Was ist jetzt mit meiner Frage, inwiefern du Diffamierungen von Ungeimpften in der Öffentlichkeit wahrgenommen hast? Gab's die nun in großem Stil?
    Abgesehen davon, dass dieser "Ethikexperte" der Bundesregierung wollte, dass die im Zweifel freiwillig ersticken sollen?

    Ungeimpfte als Sündenböcke der Pandemie
    Der Druck auf all jene, die sich nicht impfen lassen wollten, nahm im Herbst 2021 als Deutschland von der vierten Coronawelle überrollt wurde, erheblich zu. Obwohl mittlerweile mehr als zwei Drittel aller Erwachsenen geimpft waren, kletterten die Inzidenzen sogar schneller und höher als im Jahr zuvor. Auch die Intensivstationen füllten sich wieder. Das Virus hatte Deutschland erneut im Griff.

    Doch statt politische Maßnahmen wie beispielsweise eine grundsätzliche Testpflicht für alle, auch für Geimpfte und Genesene einzuführen, stürzte man sich auf die Gruppe der Ungeimpften. Sie seien schuld am erneuten Pandemiegeschehen. Gäbe es nicht so viele Menschen, die sich dem Pieks verweigert hätten, wäre längst die Rückkehr zur Normalität möglich, so die Behauptungen einiger Politiker, aber auch Ärzte und Wissenschaftler. Wer sich nicht impfen lässt, verhalte sich unsolidarisch und sei nicht nur für zunehmende Infektionen, sondern auch für das überlastete Pflegepersonal verantwortlich.

    Zu welchen Aussagen sich damals Politiker hinreißen ließen, zeigt folgende Auswahl:
    "Tyrannei der Ungeimpften"
    Der Weltärztebund-Vorsitzende Prof. Frank Ulrich Montgomery stellte im November 2021 Ungeimpfte in der ARD-Sendung "Anne Will" quasi an den Pranger: "Momentan erleben wir ja wirklich eine Tyrannei der Ungeimpften, die über das zwei Drittel der Geimpften bestimmen und uns diese ganzen Maßnahmen aufoktroyieren", erregte er sich am 8. November 2021.

    "Ungeimpfte dürfen nicht als Minderheit die Mehrheit terrorisieren"
    Diese Aussage stammt von Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP) und wurde am 15. November 2021 von der "Welt" veröffentlicht..

    Kontakte zu Ungeimpften meiden
    Die damalige Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) riet der Bevölkerung in einer Twitter-Nachricht am 11. November 2021 ganz konkret, keinen Kontakt mehr zu Ungeimpften zu haben.

    "Raus aus dem gesellschaftlichen Leben"
    Letztlich ging es um eine klare politische Botschaft: "Ihr seid jetzt raus aus dem gesellschaftlichen Leben", wie es etwa Tobias Hans, ehemaliger Ministerpräsident des Saarlands, auf den Punkt brachte. Nachzulesen in der Saarbrücker Zeitung vom 10. Dezember 2021.

    Nicht mehr genauso am öffentlichen Leben teilnehmen können
    Im November 2021 erhöhte der damalige Noch-Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) den Druck auf Ungeimpfte erheblich, in dem er ankündigte, dass diese so gut wie gar nicht mehr am öffentlichen Leben teilnehmen sollen – und das am liebsten für das gesamte Jahr 2022: "Wenn Du irgendwie mehr tun willst, als Dein Rathaus oder Deinen Supermarkt besuchen, dann musst Du geimpft sein", so seine klare Ansage.

    "Infektionsgeschehen rührt von den Ungeimpften her"
    Und auch Olaf Scholz hatte offenbar die Schuldigen ausgemacht: "Das heute uns alle beeinträchtigende Infektionsgeschehen rührt von den Ungeimpften her. Darüber gibt es gar keinen Zweifel!", sagte er am 7. Dezember 2021 nach der Unterzeichnung des Koalitionsvertrags der Ampelparteien in Berlin.



    https://www.mdr.de/nachrichten/deuts...mpfte-100.html

    und nochmal zu 2G:

    Dabei war das sogenannte 2G-Modell, nur noch Geimpfte und Genesene hatten Zutritt, nicht nur juristisch problematisch, sondern offenbar auch aus epidemiologischer Sicht fragwürdig. Für den Virologen Alexander Kekulé war die Regelung sogar Teil des Problems und nicht der Lösung. Schon im November 2021 warnte er ausdrücklich vor einer unsichtbaren Welle der Geimpften, die in Deutschland zu dieser Zeit nahezu nie getestet wurden und so das Virus unbemerkt weitertrugen, immer in der Annahme sie seien ja geimpft und könnten niemanden mehr anstecken.
    Don't armwrestle the chimp.

  3. #14778
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    Zitat Zitat von FireFlea Beitrag anzeigen
    @pansapiens

    Ich glaube es geht hier nicht mehr darum, wie er es gemeint hat oder was da steht, sondern nur noch um Rechthaberei. Wissen kann ich das aber natürlich nicht.
    hattest Du Dich nicht schon länger aus dieser Diskussion verabschiedet?
    Wir sind uns doch offensichtlich einig, was reizt Dich daran noch?
    In meinem Dialog mit Kensei geht es darum, dass er behauptet hat, er könne beim besten Willen nicht verstehen, wie man das, was ich aus dem Satz rauslese, da rauslesen kann.
    Das finde ich nun bemerkenswert.
    Und inzwischen geht es um unterschiedliche Ansätze, Texte zu lesen und zu bewerten.
    Wenn ich in einem öffentlichen Medium einen Artikel über die kürzlich getätigten Aussagen eines Naturwissenschaftlers lese, dann gehe ich davon aus, dass ich keine Hermeneutik betreiben muss, um die korrekt auszulegen.
    Geändert von Pansapiens (01-05-2023 um 11:27 Uhr)
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  4. #14779
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    Zitat Zitat von Pansapiens Beitrag anzeigen
    Dann wäre ein Abbau von Kapazitäten unmoralisch?...
    Kommt drauf an aus welchem Grund. Wenn ohnehin das Personal fehlt um bspw. Betten zu betreiben, macht es wohl keinen Unterschied.

    Zitat Zitat von Pansapiens Beitrag anzeigen
    ...Größtenteils? Was heißt das 51%? Hast Du dazu überhaupt eine Statistik vorliegen oder behauptest Du das einfach mal in's Blaue?...
    Das schließe ich aus Gerichtsentscheinden und der Tatsache, dass 3g und 2g über Monate Bestand hatten. Wie gesagt, Eilverfahren gab's genug, mit denen man hätte Maßnahmen kippen können.

    Ich kann jetzt hier auch Urteile verlinken;

    ...Das Oberverwaltungsgericht des Saarlandes hat zwei Eilanträge gegen die 2G-Corona-Regeln des Landes zurückgewiesen. Eine Lehrerin und ein Geschäftsmann hatten gegen die Corona-Verordnung geklagt, weil sie ihre Grundrechte verletzt sehen, wie das Gericht am Donnerstag in Saarlouis mitteilte (Az: 2 B 278/21 und 2 B 289/21). 2G bedeutet, dass nur Genesene oder Geimpfte zugelassen sind...
    https://www.zeit.de/news/2021-12/23/...n-rechtmaessig

    ...Die 2G-Regelung im Einzelhandel in Nordrhein-Westfalen ist nach einer gerichtlichen Eilentscheidung rechtens. Wie das Oberverwaltungsgericht am Mittwoch in Münster mitteilte, sei es vertretbar, dass nur gegen Corona Geimpfte und Genese Zutritt zu vielen Läden haben. Das Land können davon ausgehen, dass die Regel dazu beitrage, Leben und Gesundheit der Bevölkerung zu schützen und eine Überlastung des Gesundheitssystem zu vermeiden...
    https://de.fashionnetwork.com/news/O...l,1364078.html


    Klage von Woolworth scheitert: 2G im Handel in Schleswig-Holstein ist rechtens
    https://www.ln-online.de/der-norden/...OMMT4D4YY.html

    usw. usf.

    Wikipedia dazu:

    ...Das Oberverwaltungsgericht Schleswig-Holstein wies am 15. Dezember 2021 den Eilantrag der Kaufhauskette Woolworth gegen die 2G-Regelung zurück. Es sei vertretbar, zwischen Geschäften, in denen 2G gilt, und Geschäften der Grundversorgung, die davon ausgenommen sind, zu unterscheiden. Auch in Nordrhein-Westfalen scheiterte Woolworth vor dem OVG Münster.

    In Baden-Württemberg wies der Verwaltungsgerichtshof Mannheim den Antrag eines Schuhhändlers zurück. „Üblicherweise dürfte jeder Bürger über ausreichend Schuhe verfügen, um einen gegebenenfalls auch kurzfristig entstehenden Neuanschaffungsbedarf zu überbrücken“.

    In Berlin hatte Galeria Karstadt Kaufhof geklagt. Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg bestätigte am 30. Dezember 2021 die Regelungen. Auch in Bremen, Hamburg, Thüringen, Sachsen, und Sachsen-Anhalt wurden die Anträge von Handelsunternehmen von den Gerichten abgelehnt...
    https://de.wikipedia.org/wiki/2G-Regel

    Letztlich hatten die 2g-Regeln über mehrere Monate - mit Einschränkungen - Bestand. Einschränkungen, weil in einigen Bundesländern nicht klar war, was Waren bzw. Geschäfte des täglichen Bedarfs sind. Da wurde dann nachgebessert bzw. wurden sie in Teilen außer Kraft gesetzt.

    dazu auch wiki bzw. deine Beispiele:

    ...In Bayern entschied am 21. Dezember das Verfassungsgericht, die 2G-Regelung für Spielwarengeschäfte auszusetzen. „Wie wichtig und dringlich ein täglicher Bedarf sein müsse, damit das Geschäft nicht der 2G-Vorschrift unterliegt, sei weder dem Verordnungstext noch der Begründung zu entnehmen.“ Am 30. Dezember setzte der Bayerische Verwaltungsgerichtshof die 2G-Regelungen auch für Bekleidungsgeschäfte außer Vollzug, weil ein Bedarf an Kleidung täglich eintreten könne und somit der Grundversorgung zuzuschlagen sei. Am 19. Januar 2022 kippte der Bayerische Verwaltungsgerichtshof die 2G-Regelungen für den gesamten Einzelhandel. Geklagt hatte die Besitzerin eines Lampengeschäfts, die argumentierte, in Baumärkten würden auch Lampen verkauft.

    In Hessen setzte das Verwaltungsgericht Frankfurt am 31. Januar 2022 die 2G-Regel in den Modegeschäften einer Klägerin außer Vollzug. Wie der Bayerische Verwaltungsgerichtshof stellte das Gericht fest, „dass aus der Coronavirus-Schutzverordnung nicht mit hinreichender Gewissheit hervorgehe, welche Ladengeschäfte unter die Zugangsbeschränkung 2 G fallen sollten.“ Im Sozialgesetzbuch sei als Regelbedarf zur Sicherung des Lebensunterhalts neben Ernährung, Körperpflege und Hausrat auch die Kleidung genannt...
    Ich kann trotzdem nicht erkennen, dass es im Nachhinein einen Tenor gibt, in Richtung 2g/3g wären generell rechtswidrig gewesen.


    Zitat Zitat von Pansapiens Beitrag anzeigen
    ...Mal davon abgesehen, dass ein Gurt oder Helm eher mit einer Maske zu vergleichen ist, als mit einer Körperverletzung:
    Es gibt aber keine allgemeine Impfpflicht. => Was nicht verboten ist, ist erlaubt!
    Also hat jeder Bürger, der nicht von einer speziellen Impflicht betroffen ist, das Recht ungeimpft am Leben teilzunehmen...
    Na so einfach ist es wohl augenscheinlich nicht gewesen, ansonsten hätte man 2g ja sofort kippen müssen in allen angestrengten Verfahren.


    Zitat Zitat von Pansapiens Beitrag anzeigen
    ...Das ist Deine Spekulation.
    Meine ist, dass sich einig aus egoistischen Gründen haben impfen lassen und nun auf den "Solidaritätszug" aufspringen, weil die damit im Club der "besseren Menschen" sind und andere moralisch verurteilen können...
    Ich kenne eigentlich kaum jemanden, der sich nach der Impfung über solche Punkte noch großartig Gedanken gemacht hat. Aber da sind wir im Bereich anekdotische Evidenz.


    Zitat Zitat von Pansapiens Beitrag anzeigen
    ...Hast Du eine Statistik?...
    Kennst du irgendein Gerichtsurteil, das bestätigt hat, dass Menschen wegen 2g diskriminiert wurden?
    Oder erkennst du aktuelle gesellschaftliche Bewegungen, die dabei sind Schadensersatzklagen in großem Stil anzustreben?
    Dürfte rein rechtlich ja kein Problem sein, wenn so offensichtlich eine Diskriminierung Ungeimpfter vorlag, wie du es hier darstellen willst.


    Zitat Zitat von Pansapiens Beitrag anzeigen
    ...dann nenne es halt ungerechtfertigte Ungleichbehandlung um einen Handlungsdruck aufzubauen. Impfpflicht durch die Hintertür...
    Warum sollte ich es so nennen, wenn ich nicht der Meinung bin, dass es so ist? Es gab eine Ungleichbehandlung, die aber weder ungerechtfertigt noch diskriminierend war. Mehr kann ich dazu nicht sagen.


    Zitat Zitat von Pansapiens Beitrag anzeigen
    ...Nein. Du hast geschrieben, die Überlastung sei wegen der Impfbereitschaft ausgeblieben. Darauf hab ich erwidert, man hätte auf die Diskriminierung der Ungeimpften verzichten können, weil die ja dann - laut Deiner eigenen Aussage - nicht die Überlastung verhindert haben, die ja schon durch die Impfbereitschaft verhindert war...
    Als man zu der Erkenntnis gekommen ist, dass die Imunisierung der Bevölkerung hoch genug war, hat man die Maßnahmen gekippt. Aber eben auch erst dann.

    Zitat Zitat von Pansapiens Beitrag anzeigen
    ...Also korrekt:
    Weil Maßnahme A gewirkt hat und der Kollaps ausblieb, hätte man auf Maßnahme B verzichten könnten, die wohl eher weniger dem Infektionsschutz diente (siehe oben)...
    Das ist doch Unsinn. Solange noch nicht genug Leute geimpft sind (A) muss ich die 2g Regeln aufrecht erhalten (B). Wenn A dann eintritt kann ich B aufheben.


    Zitat Zitat von Pansapiens Beitrag anzeigen
    ...Das Krankenhauspersonal hat teilweise selbst die Impfung verweigert.
    Oder warum hat man wohl die Impfpflicht eingeführt?...
    Da ging es wohl eher um Pflegeeinrichtungen, in denen die Bereitschaft sich zu impfen nicht groß genug war. Aber ja, in Krankenhäusern gabs das auch.

    94 Prozent der Krankenhausbeschäftigten vollständig geimpft oder genesen
    https://www.dkgev.de/dkg/presse/deta...-oder-genesen/

    Aber vernachlässigbar würde ich sagen.
    Was hat das mit meinem Punkt zu tun?

    Zitat Zitat von Pansapiens Beitrag anzeigen
    ...und nochmal zu 2G:

    Dabei war das sogenannte 2G-Modell, nur noch Geimpfte und Genesene hatten Zutritt, nicht nur juristisch problematisch, sondern offenbar auch aus epidemiologischer Sicht fragwürdig. Für den Virologen Alexander Kekulé war die Regelung sogar Teil des Problems und nicht der Lösung. Schon im November 2021 warnte er ausdrücklich vor einer unsichtbaren Welle der Geimpften, die in Deutschland zu dieser Zeit nahezu nie getestet wurden und so das Virus unbemerkt weitertrugen, immer in der Annahme sie seien ja geimpft und könnten niemanden mehr anstecken.
    Gab es denn diese "Welle der Ungeimpften"?

    Kekule schrieb ja auch schon 2020 was von Jugendliche in Schulen seien "Pandemietreiber"...

    ...Aktuell sagt der Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie des Universitätsklinikums Halle, Prof. Alexander S. Kekulé: An weiterführenden Schulen gebe es schwerste Ausbrüche. Jugendliche Schüler seien „ganz starke Treiber der Pandemie. Das ist ohne Wenn und Aber erwiesen.“...
    https://www.news4teachers.de/2020/12...-der-pandemie/

    Später wurde das dann wieder zurechtgerückt.

    Schulen sind kein Treiber der Pandemie
    ...Die Studie, an der er maßgeblich beteiligt war, bestätigt, dass die Ansteckung bei Kindern und Jugendlichen eher nicht in den Schulen, sondern vor allem im familiären Umfeld ihren Ursprung haben. Die Schulen trügen dazu bei, Infektionen bei Kindern zu kontrollieren – vor allem das regelmäßige Testen, das Maskentragen und die Hygienemaßnahmen seien dabei ausschlaggebend. Dötsch begrüßte die klare Absage der Ampel-Parteien an nochmalige Schulschließungen...
    https://www.faz.net/aktuell/politik/...-17685905.html
    Geändert von Kensei (01-05-2023 um 16:54 Uhr)

  5. #14780
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    Zitat Zitat von Kensei Beitrag anzeigen
    Kommt drauf an aus welchem Grund. Wenn ohnehin das Personal fehlt um bspw. Betten zu betreiben, macht es wohl keinen Unterschied.
    Personal ist Bestandteil der Kapazitäten.

    Zitat Zitat von Kensei Beitrag anzeigen
    Das schließe ich aus Gerichtsentscheinden und der Tatsache, dass 3g und 2g über Monate Bestand hatten.
    also keine Statistik...

    Zitat Zitat von Kensei Beitrag anzeigen
    Kennst du irgendein Gerichtsurteil, das bestätigt hat, dass Menschen wegen 2g diskriminiert wurden?
    Siehe den Beitrag, aus dem Du hier zitierst...

    Zitat Zitat von Kensei Beitrag anzeigen
    Warum sollte ich es so nennen, wenn ich nicht der Meinung bin, dass es so ist?
    Na weil Du Dich über die Wortwahl echauffiertest, und "Diskriminierung" einen Kampfbegriff nanntest. War wohl nicht ernst gemeint.
    Dann ziehe ich mein Angebot zurück und nenne es wieder Diskriminierung.

    Zitat Zitat von Kensei Beitrag anzeigen
    Als man zu der Erkenntnis gekommen ist, dass die Imunisierung der Bevölkerung hoch genug war, hat man die Maßnahmen gekippt. Aber eben auch erst dann.
    als ob das irgendjemand sauber gemessen hätte

    Zitat Zitat von Kensei Beitrag anzeigen
    Das ist doch Unsinn. Solange noch nicht genug Leute geimpft sind (A) muss ich die 2g Regeln aufrecht erhalten (B). Wenn A dann eintritt kann ich B aufheben.
    Also dienten die 2G-Regeln nicht dem Infektionsschutz, sondern dazu, Leute dazu zu bringen sich Impfen zu lassen, um A zu erreichen.
    Damit ist auch die Frage beantwortet, was Du unter "Bereitschaft" verstehst.

    Zitat Zitat von Kensei Beitrag anzeigen
    Gab es denn diese "Welle der Ungeimpften"?
    Es ging um die Diffamierung, die habe ich belegt.

    Zitat Zitat von Kensei Beitrag anzeigen
    Kekule schrieb ja auch schon 2020 was von Jugendliche in Schulen seien "Pandemietreiber"...
    Da war er wohl nicht der Einzige. Oder gab es die Schulschließungen nur wegen Kekulé und gegen den Widerstand von Drosten, Lauterbach et al?
    Und was willst Du mir damit sagen?
    Geändert von Pansapiens (01-05-2023 um 20:14 Uhr)
    Don't armwrestle the chimp.

  6. #14781
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    Zitat Zitat von Pansapiens Beitrag anzeigen
    Personal ist Bestandteil der Kapazitäten...
    Warum werden dann Betten abgebaut mit der Begründung, dass Personal fehlt und die nicht betrieben werden können?


    Zitat Zitat von Pansapiens Beitrag anzeigen
    ...also keine Statistik...
    Ich kann dir raussuchen, über wieviele Wochen in welchem Bundesland 3g und 2g galt, wenn du dich dann besser fühlst.


    Zitat Zitat von Pansapiens Beitrag anzeigen
    ...Siehe den Beitrag, aus dem Du hier zitierst...
    Da du ja sonst so gerne Wortklauberei betreibst, wo wird da eines der Urteil damit begründet, dass Ungeimpfte "diskriminiert" würden?
    Es ging zumeist doch eher darum zu definieren, aus welchen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens Ungeimpfte ausgeschlossen werden dürfen und aus welchen nicht. Siehe die Debatte um den alltäglichen Bedarf.


    Zitat Zitat von Pansapiens Beitrag anzeigen
    ...Na weil Du Dich über die Wortwahl echauffiertest, und "Diskriminierung" einen Kampfbegriff nanntest. War wohl nicht ernst gemeint...
    Ich spreche weder von Diskriminierung, noch würde ich deine Umschreibung für die Lage Ungeimpfter nutzen. Warum sollte ich es also so benennen? Dass du dir nach eigenem Gutdünken irgendwelche Arbeitsdefinitionen zusammenschusterst, interessiert mich weniger. Und erst recht sehe ich keine Veranlassung, deinen willkürlichen Sprachgebrauch zu übernehmen.


    Zitat Zitat von Pansapiens Beitrag anzeigen
    ...als ob das irgendjemand sauber gemessen hätte...
    Mit welchen Daten wurden denn die Maßnahmen beendet, wenn keiner was "sauber" gemessen hat?


    Zitat Zitat von Pansapiens Beitrag anzeigen
    ...Also dienten die 2G-Regeln nicht dem Infektionsschutz, sondern dazu, Leute dazu zu bringen sich Impfen zu lassen, um A zu erreichen.
    Damit ist auch die Frage beantwortet, was Du unter "Bereitschaft" verstehst...
    Nur nach deiner Deutung. Das eine muss das andere nicht bedingen. Man hätte die Maßnahmen auch einfach weiter aufrecht halten oder in einen Lockdown gehen können, wenn die Lage es verlangt hätte. Dass eine möglichst große Zahl von Impfungen wünschenswert waren, ist klar. Eine Impfpflicht gab es dennoch nicht, wie du selber sagst. Ob die gekommen wäre, oder wie verfahren worden wäre, wenn die Menschen nicht so eine große Bereitschaft zum impfen gezeigt hätten, muss letztlich Spekulation bleiben.


    Zitat Zitat von Pansapiens Beitrag anzeigen
    ...Es ging um die Diffamierung, die habe ich belegt...
    Ja, hast du.
    Falsche Wortwahl meinerseits. Ich meinte die "Welle der Geimpften" die du zitiert hattest.

    Zitat Zitat von Pansapiens Beitrag anzeigen
    ...Und was willst Du mir damit sagen?
    Ich will dir sagen, dass ich nicht weiß, was ich mit so einem willkürlichen Zitat von Kekule zum Thema 2g anfangen soll und das er auch schonmal daneben gelegen hat mit seinen Vermutungen. Bspw. beim Thema Schulschließungen.
    Geändert von Kensei (01-05-2023 um 20:45 Uhr)

  7. #14782
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    Zitat Zitat von Kensei Beitrag anzeigen
    Warum werden dann Betten abgebaut mit der Begründung, dass Personal fehlt und die nicht betrieben werden können?
    Weil man
    a.) nicht fähig oder willens war, den Personalmangel zu beheben
    oder
    b.) die Begründung nur vorschiebt

    Zitat Zitat von Kensei Beitrag anzeigen
    Ich kann dir raussuchen, über wieviele Wochen in welchem Bundesland 3g und 2g galt, wenn du dich dann besser fühlst.
    Wenn Du einen Schüler fragst: "Wann war der dreißigjährige Krieg" und der antwortet: "Ich kann die Nationalhymne auf einem Kamm blasen, wenn Sie sich dann besser fühlen." was würdest Du dann von dem Schüler halten?

    Zitat Zitat von Kensei Beitrag anzeigen
    wo wird da eines der Urteil damit begründet, dass Ungeimpfte "diskriminiert" würden?
    Es ging zumeist doch eher darum zu definieren, aus welchen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens Ungeimpfte ausgeschlossen werden dürfen und aus welchen nicht.
    Weil wohl eher die Geschäfte geklagt hatten und nicht die Diskriminierten.
    Aber G2 ist ja offensichtlich eine Ungleichbehandlung und wenn ein Gericht feststellt, dass G2 nicht notwendig war, dann war es eine nicht notwendige Ungleichbehandlung = Diskriminierung.

    Zitat Zitat von Kensei Beitrag anzeigen
    Ich spreche weder von Diskriminierung,
    Natürlich sprichst Du von Diskriminierung. gerade eben und ein Zitat oben drüber, wo Du nach einem Urteil fragst, laut dem diskriminiert wurde. Oder wenn Du mich fragst was ich unter Diskriminierung verstehe.
    Um über etwas zu reden und wenn es nur das Verneinen ist, braucht man eben Worte und Begriffe.

    Zitat Zitat von Kensei Beitrag anzeigen
    noch würde ich deine Umschreibung für die Lage Ungeimpfter nutzen. Warum sollte ich es also so benennen?
    Dass du dir nach eigenem Gutdünken irgendwelche Arbeitsdefinitionen zusammenschusterst, interessiert mich weniger. Und erst recht sehe ich keine Veranlassung, deinen willkürlichen Sprachgebrauch zu übernehmen.
    Bitte schön, war ein Entgegenkommen meinerseits, dann interessiert mich dieses Plädoyer eben auch nicht:

    Zitat Zitat von Kensei Beitrag anzeigen
    Und als Geschichts- und Politiklehrer plädiere ich ohnehin dafür, mit solchen Kampfbegriffen vorsichtig zu sein. Im Zweifel ist das ein Schlag ins Gesicht für alle Menschen, die in ihrem Leben wirkliche Diskriminierung erfahren.

    Zitat Zitat von Kensei Beitrag anzeigen
    Mit welchen Daten wurden denn die Maßnahmen beendet, wenn keiner was "sauber" gemessen hat?
    Eventuell mit den gleichen, mit denen die eingeführt wurden?
    So Heuristiken wie die von Kretschmann "Wo sich der Mensch wohl fühlt, fühlt sich auch das Virus wohl"?
    Oder irgendwie aus dem Bauch heraus, oder einfach weil die Fallzahlen wieder zurückgegangen sind?

    Zitat Zitat von Kensei Beitrag anzeigen
    Falsche Wortwahl meinerseits. Ich meinte die "Welle der Geimpften" die du zitiert hattest.
    Ja, die hat es gegeben. Die Impfung schützt nicht vor Ansteckung.

    Zitat Zitat von Kensei Beitrag anzeigen
    Ich will dir sagen, dass ich nicht weiß, was ich mit so einem willkürlichen Zitat von Kekule zum Thema 2g anfangen soll
    Das ist nicht willkürlich sondern aus dem Artikel, aus dem ich die Diffamierungen zitierte.
    Es geht dabei um die Frage, ob 2G vielleicht sogar kontraproduktiv war und damit natürlich mit der Begründung Infektionsschutz schon gar nicht gerechtfertigt.

    Zitat Zitat von Kensei Beitrag anzeigen
    und das er auch schonmal daneben gelegen hat mit seinen Vermutungen. Bspw. beim Thema Schulschließungen.
    Und?
    Weil er mal falsch gelegen hat beim Thema Schulschließungen, liegt er nun wieder falsch?
    Geändert von Pansapiens (01-05-2023 um 22:02 Uhr)
    Don't armwrestle the chimp.

  8. #14783
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    Zitat Zitat von Kensei Beitrag anzeigen
    Diese Sicht sei dir unbenommen, das ist dann aber eben nur deine persönliche und unmaßgebliche Meinung. Weder bei Ethikexperten, noch bei Politik oder Justiz kann ich erkennen, dass da der Standpunkt überwiegt, dass durch 3g/2g eine Diskriminierung stattgefunden hätte. Und als Geschichts- und Politiklehrer plädiere ich ohnehin dafür, mit solchen Kampfbegriffen vorsichtig zu sein. Im Zweifel ist das ein Schlag ins Gesicht für alle Menschen, die in ihrem Leben wirkliche Diskriminierung erfahren.
    Manchmal bin auch ich nett und biete Nachhilfe an. Voilà:
    Across three conjoined experimental studies (n = 15,233), we demonstrate that vaccinated people express discriminatory attitudes towards unvaccinated individuals at a level as high as discriminatory attitudes that are commonly aimed at immigrant and minority populations
    Aus: https://www.nature.com/articles/s41586-022-05607-y
    "man ist keine elitäre gruppe, die den richtigen weg bestreitet, und die wahrheit für sich in anspruch nehmen kann, weil man eine minderheitenmeinung vertritt." - Marq Aurel

  9. #14784
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    Zitat Zitat von egonolsen Beitrag anzeigen
    Manchmal bin auch ich nett und biete Nachhilfe an. Voilà:

    Aus: https://www.nature.com/articles/s41586-022-05607-y
    Ist allerdings nur bedingt eine Antwort auf Kensei. Es wurden 2G/3G in Bezug auf Politik, Justiz, Ethik genannt. Aus juristischer Sicht fällt Nicht-Impfung zumindest nicht unter das AGG, das bspw. Minderheiten schützt:

    https://www.antidiskriminierungsstel...ngeimpfte.html

    Bei "Ethikexperten" gab es sogar Stimmen, die eine Diskriminierung Ungeimpfter befürworteten. Hier bspw. - ist veraltet, mich würde da Mal eine Neueinschätzung aus heutiger Sicht des Autors interessieren, da sich die Prämissen teilweise verändert haben:

    https://www.zeit.de/gesellschaft/202...en-grundrechte

  10. #14785
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    Impfthread!
    Frank Burczynski

    HILTI BJJ Berlin
    https://www.hiltibjj.de


    http://www.jkdberlin.de

  11. #14786
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    Zitat Zitat von jkdberlin Beitrag anzeigen
    Impfthread!
    Verstehe ich nicht. Es geht doch um die Impfung. Der gesellschaftliche Umgang damit ist genauso thematisch relevant wie Wirkung etc.
    "man ist keine elitäre gruppe, die den richtigen weg bestreitet, und die wahrheit für sich in anspruch nehmen kann, weil man eine minderheitenmeinung vertritt." - Marq Aurel

  12. #14787
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    Ich frage mich ja ob die, die sich hier so auf die ungeschickte Formulierung (bzgl. Impfung) stürzen sich noch nie missverständlich ausgedrückt haben. Auch wenn jemand in der Öffentlichkeit steht und sich regelmäßig öffentlich äußert, ist er davor noch lange nicht gefeit. Solche Erwartungshaltungen sind schlichtweg weltfremd.
    Viele Grüße
    Thomas
    https://www.thiele-judo.de/portal/

    The reality is, you can say ANYTHING you want. You just have to be willing to face the consequences of your choice.

  13. #14788
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    Falls Frank das durchlässt:

    Zitat Zitat von egonolsen Beitrag anzeigen
    Manchmal bin auch ich nett und biete Nachhilfe an. Voilà:

    Across three conjoined experimental studies (n = 15,233), we demonstrate that vaccinated people express discriminatory attitudes towards unvaccinated individuals at a level as high as discriminatory attitudes that are commonly aimed at immigrant and minority populations.
    Aus: https://www.nature.com/articles/s41586-022-05607-y
    Ist interessant. Interessant ist aber auch das Nicht-Zitierte:

    By contrast, there is an absence of evidence that unvaccinated individuals display discriminatory attitudes towards vaccinated people, except for the presence of negative affectivity in Germany and the USA.
    Wenn man die Begründung für das Verhalten (der Geimpften) liest, ist´s zumindest menschlich bzw. "natürlich" (ohne das gutzuheißen):

    ... and find that discriminatory attitudes are more strongly expressed in cultures with stronger cooperative norms. Previous research on the psychology of cooperation has shown that individuals react negatively against perceived ‘free-riders`, including in the domain of vaccinations. Consistent with this, we find that contributors to the public good of epidemic control (that is, vaccinated individuals) react with discriminatory attitudes towards perceived free-riders (that is, unvaccinated individuals).

  14. #14789
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    Zitat Zitat von egonolsen Beitrag anzeigen
    Manchmal bin auch ich nett und biete Nachhilfe an. Voilà:

    Aus: https://www.nature.com/articles/s41586-022-05607-y
    Danke für den link.

  15. #14790
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    Zitat Zitat von ThomasL Beitrag anzeigen
    Ich frage mich ja ob die, die sich hier so auf die ungeschickte Formulierung (bzgl. Impfung) stürzen sich noch nie missverständlich ausgedrückt haben. Auch wenn jemand in der Öffentlichkeit steht und sich regelmäßig öffentlich äußert, ist er davor noch lange nicht gefeit. Solche Erwartungshaltungen sind schlichtweg weltfremd.
    Wurde bei Impfgegnern und Maßnahmenkritikern genauso gemacht. Wie hätten wir es denn jetzt gerne?
    „Grau teurer Freund, ist alle Theorie. Und grün des Lebens goldner Baum.“

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