Morgen Steapa,
Die "Diagnose" Diabetes wird Dir anhängig bleiben; genau so wie dieser wunde Punkt in Deinem Stoffwechsel. Allerdings hast Du es richtig verstanden, dass Du (insbesondere, wenn der Diabetes noch nicht sehr ausgeprägt ist) mit einer Modifizierung Deiner Lifestyle Faktoren, wie man so schön sagt, wieder in eine normale Stoffwechsellage kommen, und dann auch das Metformin wieder absetzen kannst.
Allerdings möchte ich da ein paar Anmerkungen dazu machen:
1. in der Praxis habe ich schon viele gesehen die versucht haben das Ruder so herumzureissen; einigen wenigen, mit eisernem Willen ist dies auch gelungen.
2. Ziel sollte es ja nicht sein das Metformin so schnell wie möglich wieder abzusetzen, sondern Deinen Stoffwechsel in ein, für Deine Gesundheit günstigeres Gleichgewicht zu bringen, wobei das Metformin halt hilft. Medikamente sind ja auch per se nichts schlechtes, sondern fördern die Gesundheit. Metformin insbesondere scheint eine Reihe günstiger Nebenwirkungen zu haben, zu welchen in den USA gerade Studien am Laufen sind. Auch bei anderen, jüngeren Antidiabetika wurden in letzter Zeit immer mehr positive Nebeneffekte entdeckt, weshalb diese inzwischen auch zur Behandlung anderer Erkrankungen, z.B. an Herz und Niere verwendet werden.
P.S. ich habe keine Aktien bei der Pharma
Noch mein Senf zum Blumenkohl und Zucchini - Thema: Der Grund weshalb manche Ärzte das Thema Life Style Modification in der Therapie des Diabetes Typ 2 gar nicht mehr so gross besprechen ist, weil man dann halt erfahrungsgemäss auf so viele Wiederstände stösst und es dann halt vielleicht einer von 500 ist, der die Ernährung dann wirklich signifikant ändert. Der Ernährungsberater kann die Realität halt auch nicht ändern; er kann Dich halt nur darüber aufklären.






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