das eine ist der "stil" Modern Arnis als solcher, das andere sind die verschiedenen verbände und lehrstoffe innerhalb der verbände in der MA "family".
hier haben wir es mit dem DAV Modern Arnis zu tun und da gehören "klassische elemente" auch zum lehrinhalt (im vergleich, wie gesagt, eher marginal, wenn man nur die PO als maßstab nimmt)
ich kann wenig bis nichts dazu sagen, was da offiziell (!) heutzutage draus gemacht wird. früher (bis mitte 90er!) fand ich "klassisch" eher stiefmütterlich behandelt, weil zwar die handhabung des stockes bei Redondo, Banda y Banda und fig 8 zwar klingenmäßig "rund" war, die beinarbeit und der "stil" der umsetzung (auch bei Espada Y Daga und Abaniko) jedoch immer noch eindeutig "Modern" Arnis war. das lag wohl zunächst an der bindung zu Ernbesto "Karate mit stöcken" Presas, die auch in der ersten Zeit nach dem wechsel zu Remy noch stilistisch nachwirkte. wie und ob sich das geändert hat, musst du im detail die heutigen aktiven fragen.
es gab aber immer schon "klassisch" (jetzt mal egal, wie ausgeführt) IM LEHRPROGRAMM des DAV Modern Arnis und die fortgeschrittenen konnten i.d.r. schnell begreifen, worin der vorteil der durchgezogenen, eher "runden" ausführungen der "klassiker" lag, war offensichtlich, wenn man bereits ein gewisses feeling für die materie hatte, und nicht selten zog das auch eine gewisse sinnvolle anpassung in footwork und körpermechanik nach, auch wenn die so nicht im programm vorgesehen war... ich meine mich zu erinnern, dass Dieter das auch für gut hielt. deshalb kann ich mir vorstellen, dass das inzwischen längst anders unterrichtet wird, als in damaliger ferner zeit.
ist ja nicht unüblich: stil heißt XY und die trainieren neben "reinem" XY auch noch ganz offiziell Z nebenbeiFMA halt
na, wenn das nicht zur entstehungsgeschichte als in schulen und unis staatlich geförderte "national martial arts of the Philippines" passt
es gibt da zudem eine in internen kreisen auch bestätigte anekdote über die rolle von Remy Presas frau, die ihm wohl einen entscheidenden gedanken in richtung "sicher" und "stock soll ja keine klinge symbolisieren" (im "reinen" MODERN Arnis) getriggert hat, als sie ihn ganz unbedarft frug, warum er denn unbedingt so nahe an der gegnerischen waffenhand blocken und immer nur hand und handgelenk greifen würde (wenn es um konter bei gesicherter waffenhand und um eigentlich intendiertes blocken GEGEN die hand ging). wenn es nur stöcke seien, dann wäre fassen am stock und auch etwas weiter von der gegnerischen hand zu blocken, doch sinnvoll, um verletzungen zu vermeiden. dass es sinnvoll ist, weil dadurch auch ein wenig mehr distanz für multi-striking im flow in mittlerer, statt naher distanz ermöglicht wird, ist ja auch so ein ding. sicherer ist es allemal (für den angreifenden partner, der ja auch etwas mehr distanz zum "stockschlagzauber" der vielfachkombos hat und dessen finger dann eher unter unpräzisen sinawailis und noch nicht beherrschtem, aber hektischem Tapi-Tapi, als unter den angriff-block/konter drills oder entwaffnungsübungen leiden.






FMA halt
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