Zitat Zitat von ThomasL Beitrag anzeigen
Es geht aber darum, was bei den Menschen passiert wenn man von Angriff spricht. Welches Bild da im Kopf ist. Deshalb, sauber, getrennt erfassen und kommunizieren ohne alles zu vermischen.
Es ist nicht gemischt. Ich glaube, das war hier bereits: die „Messerangriffe“ werden unter den verschiedenen Kategorien geführt und „Messerangriff“ ist ein Tatmerkmal („Phänomen“):

Seit 1. Januar 2020 werden „Messerangriffe“ bundesweit in der PKS als „Phänomen“, d. h. als Information zum Fall erfasst.
(https://www.bka.de/SharedDocs/Downlo...cationFile&v=6)

D.h. Du kannst jederzeit nachschauen, wieviel davon Totschlag , Mord oder gefährliche Körperverletzung waren und dies Erpressung, Raub, sexueller Nötigung, etc. entgegenstellen. Ich habe gerade ein wenig auf den gesurft. Es könnte übersichtlicher sein und es ist nicht so einfach, sich die verschiedenen Zahlen rauszufieseln. Ob das Absicht oder politischer Einfluss ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Wundern würde es mich aber auch nicht. Allerdings muss man auch nicht unbedingt den Staat verantwortlich machen, wenn sich die Medien oder Politiker selektiv Zahlen heraussuchen, die ihre Botschaft am besten transportieren. Das passiert halt immer und überall. Da muss man dann eben selber die Murmel zwischen den Ohren benutzen.

Den Begriff „Messerangriff“ zu kritisieren, weil man meint, zu glauben, man wisse, was in der Menschen Köpfe vor sich geht, halte ich hingegen für sehr gewagt. Ich denke, im Gegensatz zu Dir, dass außerhalb des KKB, wo die Mehrzahl überhaupt keine Gewalterfahrung besitzt, die Bedrohung mit einem Messer bereits als Angriff wahrgenommen wird. Viele zittern ja schon, wenn sie mal fester angefasst werden.