Ich definiere mal, was diese innere Körperarbeit für mich ist, ich hab hauptsächlich Einflüsse aus Systema, Aunkai und Torsten Kanzmeiers innerem Boxen. Aber um eines gleich vorweg zu nehmen, ich komme hier nicht mit Werbung durch die Hintertür, denn ich meine mein Posting so wie ich es sage, für mich ist es nur Bewegung, aber der Prozess der mich dahin gebracht hat, war halt nicht nur eine Sache, oder ein Stil, sondern einfach die letzten 30 Jahren kontinuierlichen Suchens. Von daher gibt es für mich zwar ein Prozess, um die Bewegungsfähigkeit des Körpers zu verändern, aber es gibt eben auch Sachen, gerade wenn es um mentale Entspannung, Stresstoleranz, etc. geht, die einfach immer einen sehr harten und persönlichen Weg voraussetzen und sich nicht pauschalisieren lassen.
Anyway.
Für mich steht am Anfang, die Wahrnehmung der Körperachsen, das Bewegen aus einem Punkt heraus und der bewusste Wechsel von einer Körperachse zur nächsten. In meinem Verständnis, hat man 3 vertikale Achsen, eine wenn man auf dem linken Bein steht, eine wenn man auf dem rechten Bein steht und eine wenn man auf beiden Beinen steht. Der Transfer zwischen diesen Achsen, stellt für mich die Grundlage der Balance da. Je mehr ich unnötige schwankende Bewegungen vermeiden kann, desto weniger verkrampft KANN mein Körper arbeiten (KANN, weil man ihn trotzdem darauf trainieren muss und das nicht automatisch geschieht).
Hat man diese Wahrnehmung geht es darum, bewusste Verbindungen zwischen Armen, Beinen, Kopf und dem Rumpf zu entwickeln, gerade auch die Überkreuz Verbindungen. Der Körper ist quasi segmentiert, agiert aber trotzdem als Einheit, klingt paradox, ist aber fü mich so.
Wenn diese bewussten Verbindungen existieren (manche benennen da die Faszien, ich hab dazu keine Meinung), muss man lernen, die unnötig angespannten Muskeln auszuschalten und nur mit den Muskeln zu arbeiten die man für eine Bewegung und für die Haltung benötigt.
Der Körper wird mehr und mehr wie eine gespannte Gitarrenseite, flexibel, aber Kraftvoll. Dazu muss man eben auf ein gewisses Gleichgewicht der streckenden und beugenden Muskeln herstellen, damit diese stabile Flexibilität auch gegeben ist.
Diesen körperlichen Zustand muss man dann immer wieder unter mehr und mehr Druck testen, um den Körper darauf zu trainieren, unter Stress mehr oder weniger entspannt zu reagieren. Klingt komisch, macht aber jeder Leistungsportler, wenn er Spitzenleistungen abrufen will.
Diese Körperarbeit gepaart mit der richtigen Atmung und eben Kampferfahrung und individuellen Technik, ergibt für mich das Gesamtpaket.




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