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Thema: TAZ Artikel über Muay Thai Camp

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  1. #33
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    Zitat Zitat von Katamaus Beitrag anzeigen
    Treppenwitz der rheinischen Geschichte, dass schäl eigentlich links ist, die Städte Köln und Bonn sich aber überwiegend auf der linken Rheinseite befinden. Auch das ist irgendwie schäl.
    da machst du einen sprachlichen schritt zu viel, denn "links" ist mittelalterlich und in gegenden, in denen auch heute oft kein klopapier, sondern die hand und wasser zum hintern abwischen benutzt wird, die "schlechte seite". die linke hand, die dafür genutzt wird ist "unrein ". zudem ist überall der rechtshänder die "norm" und linkshänder "nicht normal", weshalb fast überall der gut/schlecht dualismus in rechts/links übertragen wird. soweit so gut. nur bedeutet schäl als pure vokabel zunachst NICHT "links", sondern wörtlich "schlecht/falsch" (scheel im alten deutsch, ohne kölsche aussprache).
    der zusammenhang mit "links" wird darauf aufbauend erst hergestellt.
    dazu kommt, das das Kölsche "schäl" noch eine weitere bedeutung hat: schielen/blinzeln (der Schäl von den beiden Kölner witzfiguren Tünnes un Schäl wird immer als schielend dargestellt. wenn man provozierend im kontext eines streites - also "schlecht" - angeguckt wird, dann - "was guckst du so" - wird man schief, also scheel/schäl angeguckt).
    WIKI sagt in diesem zusammenhang und auch den bezug zu "links" und damit letztlich auch "schlecht" herstellend:
    Der Ausdruck Schäl Sick kommt vom kölschen Wort schäle für „blinzeln“, verwandt mit „schielen“ oder „scheel angucken“. In früheren Zeiten, als es noch keine Dampfschifffahrt gab, wurden Kähne, sogenannte Treidelschiffe, von Pferden flussaufwärts gezogen (getreidelt). Die Tiere wurden dabei vom Sonnenlicht reflektierenden Wasser geblendet, sodass sie das andere Ufer nur „erblinzeln“ konnten. Um die Pferde vor Augenschäden durch die Sonneneinstrahlung zu schützen, legte man den Tieren auf der dem Wasser zugewandten Seite Scheuklappen an, wodurch diese die andere Rheinseite gar nicht mehr sehen konnten.
    Diese immer wieder gerne aufgegriffene Entstehungsgeschichte ist allerdings umstritten. Zum einen ist nicht nachgewiesen, dass Pferde von grellem Sonnenlicht geblendet werden, und zum anderen wäre davon nicht nur einseitig ein Auge betroffen, aus dem sich eine scheele Seite ableiten ließe. Allerdings wurde am Rhein im fraglichen Bereich linksrheinisch auf dem sogenannten Leinpfad getreidelt, so dass das „scheele“ Auge immer das linke Pferdeauge war.
    wenn also gegen den Strom nach süden getreidelt wurde, dann war dem linken pferdeauge das östliche und damit rechte rheinufer "gegenüber"
    Geändert von amasbaal (24-07-2024 um 02:07 Uhr)

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