
Zitat von
DZXX
Gleichzeitig habe ich mich aber seit dieser Zeit auf "Nebengleisen" herumgedrückt, namentlich Taiji und WT, und habe gemerkt, dass unsere Art der Technik-Ausführung und die Partnerarbeit mit Leuten aus anderen Stilen nicht zusammen passten.
Was meinst du mit zusammenpassen? Kommt ja drauf an, was Du willst. Es sind eben verschiedene Dinge, die nichts miteinander zu tun haben. Dennoch kann man sie verbinden. Aber das ist wohl eher individuell. Guter Artikel dazu (wenn auch vieles eher für Yang-Stil gilt): http://karate.shizendo.co.uk/2023/02...-of-taijiquan/
Ich denke heute (nicht erst seit heute), dass der Trainingsaufbau und die grundlegenden Maxime, die dem Adepten gezeigt werden, im (Massen-)Shotokan die Wirkung haben, dass es als Kampfkunst in dieser Form eigentlich nicht zu gebrauchen ist. Aus meiner Sicht liegt das an der Technik-Auswahl, dem falsch verstandenen "Kime"-Begriff und daran, dass die auf äußerliche Effekte abzielende Technikausführung durch die Wettkampfkriterien gefordert und gefördert wird. (Beispiel: Schwere Anzüge, damit es "schnappt"). Zudem fehlten bestimmte Trainingsmethoden völlig, wie etwa (praxisnahe) Drills und Gefühlsübungen.
Das sind aber allgemeine Kritikpunkte, die ich zwar teilweise teile, die aber nichts mit der Frage nach richtigen Spannung und Ansteuerung oder mit „schweren Schlägen“ zu tun haben. Was immer die Protagonisten, die hier genannt wurden auch tun, es bleibt Karate und wird kein Taiji (von WT habe ich keine Ahnung: meine Kumpels, die das nebenher gemacht haben, haben ihr Karate deswegen allerdings auch nicht geändert)
Ganz klar: Wäre mir damals ein Paul Enfield über den Weg gelaufen, hätte ich sofort gewechselt.
Auch wenn mir seine Sachen sehr gut gefallen, sehe ich da ebenfalls keine Ähnlichkeiten zu. Naja, vielleicht fahre ich im November mal nach Mailand.
„Grau teurer Freund, ist alle Theorie. Und grün des Lebens goldner Baum.“