Also ich sehe das so:
1)
Hatte von der damaligen zeit geschrieben, also 1980 oder 1981.
Da warst Du 15/16 und hattest, falls Du überhaupt schon kampfsport gemacht hast, doch wahrscheinlich noch keine ahnung von krafttraining, insbesondere in zusammenhang mit ks?
2)
Klar, kraftsportler, spezielle (leistungskampf)sportler (judo, ringen, leichtathleten, rudern ...) bzw. deren trainer hatten damals natürlich insoweit schon ahnung und ihre eigenen systeme.
3)
Der durchschnittliche ks/kkler hatte imho damals diesbezüglich so gut wie null ahnung.
4)
Wesentliche erkenntnisse aus dem buch und den daraus in der praxis erworbenen erfahrungen waren für mich und trainingskollegen damals u.a. folgende:
a)
Gesteigerte kraft ist grundsätzlich immer ein allgemeiner vorteil im kampf ("Wer hat je davon gehört, dass schwäche vorteilhaft sei?" oder so ähnlich).
b)
Die gesteigerte kraft verbessert bis zu einem gewissen grad die (richtige) technik und deren wirksamkeit.
c)
Die gesteigerte kraft verbessert die bewegungsgeschwindigkeit
d)
Im buch wird zunächst im wesentlichen auf die ein-satz-methode gemäß arthur jones/mike mentzer abgestellt.
Dadurch wird man mit geringem zeitaufwand in relativ kurzer zeit in den einzelnen übungen erheblich stärker.
Der reine diesbezügliche zeitliche trainingsaufwand beträgt c.a. eine stunde/woche.
e)
Unterscheidung zwischen grundkrafttraining und isolationsübungen:
Beschränkung auf drei bzw. vier grundübungen mit entsprechender begründung, wobei die oberkörperdruckübung in einer engen version empfohlen wurde, um sie für den geraden fauststoß funktionaler zu gestalten.
f)
Verständnis dafür, wie und warum das dargestellte training grundlegend funktioniert (training bis zum muskelversagen, genügend erholung, gesunde ernährung, entsprechende trainingseinstellung, vermeidung von übertraining und verletzungen/abnutzungserscheinungen, ...)/vermittlung von allgemeinen, grundlegenden trainingsprinzipien.
g)
Der ernährungsteil brachte für jemanden, der sich mit dem thema noch nicht grundlegend beschäftigt hatte, auch ein entsprechendes grundverständnis.
5)
Die dort vorgestellten grundlagen haben m.E. heute noch genau so gültigkeit, obwohl man einige ergänzungen anfügen könnte, zb:
a)
zugübung für den oberkörper.
Im buch wird aber deren weglassen jedenfalls begründet.
b)
Es gibt auch andere krafttrainingssysteme, auf die der autor aber teilweise hinweist (zb 5x5-training).
c)
Zum ernährungsthema gibt es wohl inzwischen auch erweiterte erkenntnisse.
6)
Jedenfalls war es so, dass, wer damals nach diesem buch trainiert hat, durch (grund)kraftsteigerung seine wirksamkeit innerhalb relativ kurzer zeit bis zu einem gewissen grad deutlich erhöhen konnte, richtiges sonstiges training vorausgesetzt.
7)
Das krafttraining wird dort in seiner wichtigkeit auch nicht überbetont.
Denn der autor empfiehlt, zunächst in kniebeuge und (enger) druckübung die bewältigung von jeweils zehn sicheren, sauberen wiederholungen mit gewichten in höhe des eigenen körpergewichts zzgl. gewicht der hantelstange anzustreben und dann zu prüfen, ob eine weitere kraftsteigerung (momentan) für die verbesserung der kampf-/sv-fähigkeit erforderlich ist.






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