Wo liest/hört man denn solche Sprüche?
Ich habe bisher nicht mitbekommen, dass das jemand mit ein wenig Kenntnis das in dieser Pauschalität behauptet.
Ich nehme hier so einen wellenförmigen Verlauf wahr:
Früher wurden Entwaffnungen in entsprechenden KK (sogar Kinder-Judo) standardmäßig gelehrt.
Der ehemalige Aikido-Cheftrainer Tohei Koichi schrieb nach meiner Erinnerung gar in einem Buch über ein Vorkommnis mit einem mit Messer bewaffneten Gefängnisinsassen, das seiner Ansicht nach hätte gelöst werden können, wenn die Wärter Aikidokenntnisse gehabt hätten.
Irgendwann haben Realisten (vielleicht sogar aus dem WT?) mit dieser Budoromantik aufgeräumt, in dem die mit Filzstiften demonstriert haben, dass bei jemandem, der nicht wie im Budo-Bilderbuch angreift es gar nicht so leicht ist, da ungeschnitten rauszukommen.
Man denke auch an die berühmte Karate-Satire von Jim Carrey "You attacked me wrong"
Mir persönlich wurde sehr deutlich vermittelt, wie wenig Chancen man gegen einen Messerangreifer hat, der weiß, was er tut und eben nicht wie ein Vollidiot angreift.
Es war also irgendwann der Stand erreicht, dass zumindest in der nicht ganz so esoterischen KK-Szene eine realistische Einschätzung der Gefährlichkeit vor lag.
Zum Glück für KK und Polizisten ist m.E. dieses Bewusstsein auch in der deutschen Rechtsprechung vorhanden, so dass kein Richter angesichts einer ernsthaften Messerattacke von einem geübten KK oder Beamten verlangt den Angreifer schonend kampfunfähig zu machen.
(Das heißt natürlich nicht, dass es unmöglich ist, einem Menschen, der gerade abgelenkt ist, einen Gegenstand und sei es ein Messer, aus der Hand zu nehmen.)
Nun scheint - zumindest hier im Board von einigen- das Pendel wieder in die andere Richtung auszuschlagen....
Ja natürlich.
Und im vorliegenden Video sehe ich keinen (akuten) Messerangriff, der gerade aktiv im Gange ist, mit dem klaren Ziel zu verletzen und zu töten.
Dennoch ist es nicht risikofrei.
das hat ja der Anschlag von Mannheim gezeigt, der eventuell anders ausgegangen wäre, wenn nicht ein "Nothelfer" mit weniger Überblick einen anderen Nothelfer mit Schlägen auf den Kopf am Nothelfen gehindert hätte.





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