Die Einsichten, die Henry Müller hat, müsste wohl jeder nach 3-4 Jahren bekommen, wenn er neben seinem eigenen Training auch etwas über den Tellerand ins MMA,Boxen,Ringen,Kickboxen,BJJ etc schaut.
Waffenloses Kämpfen kann man nicht dadurch lernen, dass man in völlig realitätsfernen Ausgangssituationen Partnerübungen durchführt.
Das gilt für WT genauso wie für Shotokan Karate , klassiches SV Jiu-Jitsu und alle anderen Kampfkünste.
Ich hatte am WE eine interessante Unterhaltung mit einem langjährigen KravMaga-SV Schüler. Der machte das nun 7 Jahre regelmäßig 2-3x Woche.
Er war vor einigen Wochen bei einem Workshop , wo wie so oft im Krav Maga üblich auch echte Kickboxer und MMAler anwesend waren.
Und dort gab es freies SV Sparring.
Einer greift an und der andere muss sich verteidigen.
Es gab Schutzkleidung und fast keine Regeln.
Erkenntnis aus 7 Jahren 2-3x Woche Krav Maga -> Keine Chance gegen einen mittelmäßigen hobby MMAler oder Hobby VK kickboxer. Man wird einfach verprügelt bzw niedergerungen.
Nichts, absolut gar nichts hat geklappt.
Und vor allem auch die Realisierung... auch auf der Straße würde man von jemdem mittelmäßigen Kecksboxer oder MMAler einfach nur verprügelt werden.
man spürt die absolute Machtlosigkeit gegen Leute die echt etwas kämpfen können
Nach 15 Minuten hat man dann aus Verzweiflung als Verteidiger aufgegeben Krav Maga techniken zu probieren und hat selbst aus der NOT irgendwie versucht mit schlechtem Kickboxen instinktiv dagegen zu halten.
Das Problem ist einfach das die Distanzen und die Intensitäten im "echten Kampf" ganz anders sind als in diesen Partnerübungen.
Das hat wohl auch Henry Müller im Austausch mit seinem Schwiegersohn feststellen müssen.
36 Jahre täglich WT trainiert und gegen seinen Schwiegersohn im Sparring klappt dann gar nichts.
Das ist aber kein WT spezifisches Problem.
Das ist ein Trainingsmethodik Problem






Mit Zitat antworten