Hallo Henning,

danke für die Klarstellung! Es ist sicher wichtig, sich dessen bewusst zu sein und es bei der Weitergabe oder beim Unterrichten auch so zu formulieren. Da sich Inhalte des Karatetrainings sowie die Formen der Weitergabe ohnehin fundamental verändert haben, entsteht imho allerdings auch kein Schaden, wenn man es denn für sich und seine Gruppe definiert und so unterrichtet. Wie gesagt; so lange man nicht so tut als sie das historisch so oder sonst irgendeinen Anspruch auf

An dem Video erkennt man ja deutlich, dass hier Showelemente wichtiger sind, als sinnvolle Anwendung von Karatetechniken. Derlei Entwicklungen versuchen wir (und versuchten wir schon immer) in meiner Karate-Welt entgegenzuwirken. Vielleicht ist das ja auch gar nicht so aussichtslos, wie man zunächst vermuten mag. Dieser Trend zur Show ist auch schon Jahrzehnte alt und ich persönlich finde das eher wieder überholt und aus der Zeit gefallen. Ich bin mir daher gar nicht so sicher, dass das beim breiten Publikum noch groß verfängt. Durch die Konkurrenz seitens MMA, BJJ, Krav Maga, usw. gerät Karate mittlerweile wieder mehr unter Druck, eine gewisse kämpferische Funktionalität zu vermitteln (da, wo es nicht als reine losgelöste Wettkampf-Sportart betrieben wird; was auch ok ist aber eben etwas vollkommen neues Anderes, dass nur noch Karate heißt). Die Hinwendung und Beliebtheit von Bunkai (was immer darunter verstanden wird), SV oder auch Kyusho, sprechen imho dafür.

Also, was soll's, die Welt ist im Wandel, machen wir das Beste draus. Genug Philosophisches für einen Freitag Vormittag...

Beste Grüße
Katamaus