
Zitat von
MGuzzi
Interessant. Auf diese Art, die du da beschreibst, wird wohl heute niemand mehr unterrichtet?
Also bis auf:
* Omote Bunkai zur Verdeutlichung der Techniken der Kata
* Individualisierung der Kata
* Anwendung der Kumiteformen auf spezifische Gewalttaten
üben wir schon so. Kata lehrt die Körpermechanik und die Kumite-Formen bauen dann aufeinander auf und sollen zum Freikampf hinführen. Dieser allerdings nicht mehr in Richtung zivilem Selbstschutz, sonder mehr in Richtung altmodischem Shobu Ippon. Eher so Karate der 60er/70er.
Das von Henning beschriebene Grundprinzip ist da aber noch vorhanden; also keine wilden/freien/erfundenen Anwendungen/Interpretationen von Kata. Kein Bunkaismus (wobei ich das gerne hinzufüge, da es imho nicht schadet; unser Lehrer lehnt das aber eher ab). Wir Jüngeren arbeiten gerade daran, das wieder vom Wettkampf weg Richtung SV zu verändern aber weniger über Kata als Anwendung, sondern durch Nutzen der in Kata und Kumite-Formen erworbenen Fähigkeiten für SV. So macht das für uns einfach mehr Sinn. Insofern sehr interessant zu lesen, dass das von der ursprünglichen Idee gar nicht mal so weit weg ist.
„Grau teurer Freund, ist alle Theorie. Und grün des Lebens goldner Baum.“