@pansapiens


Abgesehen davon, dass ich mich durch Deine leicht trolligen Posts etwas in der Defensive fühle (ist das gewollt?), kann ich dennoch gerne antworten:

1. Dass Du das alles nicht zuordnen kannst, ist klar, Du kennst ihn ja nicht. Ich glaube aber nicht, dass es mir möglich sein wird, jedes einzelne Adjektiv mit so genauen Einzelbelegen zu untermauern, dass Du da zufrieden wärst. Abgesehen davon, dass ich von einer feinen Linie allgemein gesprochen habe, nicht Adjektiv für Adjektiv nur auf diesen Trainer bezogen. Aber dennoch treffen diese halbwegs zu.
a. Der Trainer wird von allen, mit denen ich bisher gesprochen habe und von mir selbst auch als hart, autoritär, laut, bellend, streng, wettkampforientiert, fordernd und „rustikal“ (mit einem Da-kann-man-nichts-machen-Achselzucken) beschrieben.
b. Brutal oder gar sadistisch: Ich weiß, dass er sehr schnell genervt ist, dann sehr schnell sehr laut wird – auch gegenüber Erwachsenen – keinen erkennbaren Humor hat und Kinder gerne mal länger auf der Bank sitzen lassen hat, eines sogar mal fast volle 90 Minuten (weil gleich am Anfang verletzt), weinend, ohne Ansprache. Ohne Versorgung, ohne die Eltern anzurufen. Da war ich dabei und eine andere Mutter auch und wir haben uns darüber unterhalten. Ich finde, da kann man wenigstens mal drüber nachdenken, was da die emotionale Grundlage für ist. Vielleicht einfach nur fehlendes Feingefühl. Vielleicht aber auch Gemeinheit oder sogar Sadismus. In meinen Augen ist das auch brutal, ebenso wie die oben beschriebene Situation mit meinem Sohn, der sich die Schulter hält und dann an den Achseln hochgezogen wird, wobei vom Trainer zu mir gesagt wurde „der kann sich gar nicht an der Schulter verletzt haben!“ Doch, kann er, ich war dabei, ich arbeite als Physiotherapeut, das wäre durchaus möglich gewesen.
c. „Mobbend“: ich finde, all die Verhaltensweise lassen wenigstens die Frage zu, wo da die Grenze verläuft, wenn einen Kind gesagt wird, es habe nur „Wehwechen“ (auch „abwertend“ übrigens), man es rausschmeißt, weil es angeblich keine Motivation zeige (was so in Reinform absolut nicht stimmt und ebenfalls abwertend ist) und man im BCC alle Eltern über persönliche Details informiert. Ich finde, das erinnert schon irgendwie an Mobbing. Oder woran erkennt man das Deiner Meinung nach? Hab ich was vergessen?
2. Wutanfall: Das hat mir die Assistenztrainerin, eine anwesende Mutter und der Vater des schlagenden Kindes selber gesagt.
3. "Verdammte Scheiße": Nein, das ist überhaupt nicht schlimm, ich hab gar nix gegen derbe Sprache. Aber es passt zu dem Genervtsein, Aggressivsein in dem Moment und der unsanften Art. Mein Eindruck war und ist, dass er sich über irgendwas geärgert hat, sei es mein Sohn, sei es die X-te Verletzung an dem Tag oder der blöde Kollege auf der Arbeit. Und dass er diese Wut in dem Moment am Kind abgelassen hat.
4. Umgang mit der Verletzung: Ich HABE den Trainer dazu befragt und seiner Meinung nach
a. Hatte mein Sohn nix an der Schulter (soweit sein Röntgenblick)
b. Konnte er ihn daher auch nicht an der Schulter weiter verletzen
c. Hat er ihn von der Matte „genommen“, damit die anderen Kinder nicht auf ihn drauffallen und IHN weiter verletzen, was sich zwar plausibel und sogar nett und rücksichtsvoll anhört, wenn man es liest, aber eine reine Schutzbehauptung ist, wenn man alle Umstände zusammenführt und dabei war, so wie ich, und gesehen hat, dass es dazu in diesem Moment kaum eine Gefahr gab, weil alle um sie herum BODEN-Randori gemacht haben.

Sonst noch was?

PS: Deinen Kommentar an Takezo mit der Weitergabe von Mailinglisten verstehe ich in dem Zusammenhang überhaupt nicht. Magst Du das erläutern? Und warum hier eins gegen das andere abgewogen wird? Nur zur Info: Der Trainer schrieb gleich zu Anfang unserer Vereinsmitgliedschaft eine Rundmail an alle Eltern offen, also so dass man gleich alle Mails hatte. Das fand ich bereits nicht so toll. Man kann auch Läuse und Flöhe haben.