Ich behaupte, dass das nicht sonderlich wichtig ist, ob es früher besser, schlimmer oder gleich war. Das Problem ist doch, dass wir eine nicht endende Kette von skandalösen Vorfällen und Entwicklungen im Bereich "Migration und Kriminalität" haben, bei denen ziemlich zuverlässig ein Versagen von Behörden/des Staates eine zentrale Rolle einnimmt.

Dazu kommt eine Kommunikationsstrategie von Seiten der Politik und vieler Medien, die einem Verscheißern der Bevölkerung gleichkommt. Tut mir ja Leid, aber nach einer Nachricht, dass jemand am hellichten Tag Leute erstochen, einem der Toten dann Körperteile abgeschnitten und diese durch die Gegend geworfen hat, brauche ich keinen "ZDF-Faktencheck" der mir Statistiken zurechtbiegt oder Politiker, die so tun, als wären sie betroffen, dann aber doch nur dazu mahnen, jetzt bloß nicht die falschen Schlüsse zu ziehen.

Nein, beides macht die Lage schlimmer und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie kaputt man sein muss, um an verantwortlicher Stelle zu sitzen und nicht zu verstehen, was das anrichtet. Es braucht dagegen ein klares Signal, dass erstens dieser konkrete Täter nie wieder frei auf deutschem/europäischen Boden herumlaufen wird und dass zweitens alles getan wird, die Anzahl solcher und verschiedener anderer Taten zukünftig zu minimieren. Es müssten verbindliche Regeln her, die auch so streng gesetzt sind, dass sie dem Gerechtigkeitsempfinden der Bevölkerungsmehrheit entsprechen. Medien sollten diesbezüglich unendlichen Druck auf die Politik ausüben. Dann wird evtl. ein Schuh draus.

Aber dafür ist es vllt. schon zu spät. Das hätte 2015 geschehen müssen. Müssen! Ein Signal aus der Politik, dass man die Probleme einsieht und vor allem behebt. Ein Blick auf die Sonntagsfrage zeigt, wie falsch sie dagegen mit ihrem tatsächlichen Handeln gelegen hat. Dumm, wer das nicht hat kommen sehen.