Zitat Zitat von FireFlea Beitrag anzeigen
Und nach Deiner eigenen Aussage müsste der Unsicherheitsfaktor diese ja eher nicht betreffen. Er hat aber offenbar dass Gefühl, dass alles viel schlimmer sei. Nur warum, das war ja das, was ich mich gefragt habe?
Ich denke schon, dass das mit der Veränderung der Berichterstattung, die heute schneller, kleinteiliger, besser verfügbar ist, zu tun hat. Es gibt auch eine ganze Reihe von Formaten, die dir kräftig das Hirn umrühren, wenn Du nicht aufpasst. Auch das gab es schon immer, aber heutzutage brauchst Du nur YT oder eine ähnliche Plattform und Du kannst dich unendlich damit zumüllen lassen.

Vllt. kennt sich ja jemand damit aus ... ich zwar nicht, aber ich glaube trotzdem, dass wir als Menschen noch immer von der Zeit geprägt sind, in der wir in kleineren Gruppen zusammengelebt haben und Fremde, also Leute, die man noch nie gesehen hat, äußerst selten vorbeikamen (die Nachbargruppen kannte man halt). Das hat sicherlich Auswirkungen bis heute, auch wenn der Geist ein gutes Stück formbar ist. Eine davon könnte sein, dass man "schlimme Ereignisse" nur mitbekommen hat, wenn sie in direkter Nähe geschehen sind, womit auch automatisch ein Bezug zu einem selbst gegeben war. Wird der Nachbar vom Tiger geholt, ist es durchaus sinnvoll, danach auch von einer Gefahr für sich selbst auszugehen. Heutzutage bekommt man aber mit, wenn ein paar hundert Kilometer entfernt jemand im Bus eine aufs Maul bekommt. Das betrifft einen nicht, löst aber das gleiche aus, wie der vom Tiger gefressene Nachbar. Ich denke, das wird "vom Gehirn nicht unterschieden" und führt beides zu einer höheren Einstufung der einen umgebenden Gefahren. Bekommt man "schlimme Ereignisse" im Minutentakt kredenzt, kann das zu einer Fehleinschätzung der Gefahrenwahrscheinlichkeit bis hin zu echter Angst/Panik kommen.

Das mal so aus den Fingern geschwurbelt.