
Zitat von
derKünstler
Warum trennst du natürliche (angeborene) Biomechanik mit Funktionalität? Wäre ein tiefer Ellbogen funktional, hätte dieses Bewegungsmuster Einzug in die Genetik des Körpers und des Nervensystems erhalten und wäre Standard. Und natürlich gibt es Situationen, in denen mit tiefen Ellbögen gearbeiten werden muss, deshalb kann man das ja. Es aber als erdachtes Dogma zu erheben um Theorien zu befriedigen, bringt uns auf der Suche nach Effizienz nicht weiter.
Das ist eine seltsame Frage.
Weil ich ev. nicht trenne sondern unterscheide ?
Nämlich die Funktionalität selbst. Wenn du von Funktionalität sprichst dann scheint sich das auf das Bewegen selbst zu beziehen. Mein "funktional" bezieht sich aber tatächlich auf eine konkrete Funktion die über das "nur bewegen wollen von A nach B" hinaus geht. Eigentlich auch logisch .
Der Ellenbogen im WT geht nicht einfach nur von stammnah zu stammfern . Nein. Er bewegt sich auf bestimmten Linien mit konkreten Vorgaben . Ich denke mal das ist dir sehr bewusst. und während er sich auf diesen Linien bewegt Führt er gleichzeitig die Hand (Faust) . was schlussendlich zu einer anderen Ansteuerung der Extremität ansich führt und damit zu einer differenzierten Schlagmechanik als ein Fokus auf Schulter . Eigentlich auch wieder logisch , aber was solls .
Diese Vorgaben wie Ellenbogenführung , wie das strikte Arbeiten auf konkrete Linien usw. sind Teil der angesprochenen Funktion. z.b. um das entsprechende Keilen zu ermöglichen , um bestimmte Kräfte scheren zu können , um den Unterarm als einen einzigen Sensor zu benutzen , um sich dem kontakt anpassen zu können usw. usw.
Wenn DAS nicht vorhanden , wenn es nicht antrainiert wird , dann kannst du die erwähnte funktionen nur minimal abrufen . das ist genau DAs was man IMMER WIEDER erlebt , wenn man mit Untrainierten arbeitet und ihnen bestimmte Aufgabenstellungen gibt und sie einfach rein physisch nur schlecht oder garnicht abrufen können , weil die körperlichen voraussetzungen fehlen . dann ist die Funtionalität nicht gegeben . Und auch da bin ich mir sicher , daß du genau weisst wovon ich gerade schreibe.
Brauche ich all das nur um meinen ellenbogen von A nach b zu bewegen ? NEIN
Aber genau darum geht es eben nicht . sich einfach nur zu bewegen. Sondern es geht um konkrete abläufe WÄHREND des Bewegens.
Und nichts davon trennt meine Funktionaliät von deiner . Deine ist in meiner enthalten , denn ich bewege mich auch von A nach B. Nur benutze ich unser Nervensystem und unsere Physiologie , um den Körper ZUSÄTZLICH dazu zu bringen meine mir gestellten vorgaben umzusetzen , soweit es ihm möglich ist .
Es aber als erdachtes Dogma zu erheben um Theorien zu befriedigen, bringt uns auf der Suche nach Effizienz nicht weiter.
1. Ein Dogma wäre es erst dann , wenn ich andere Bewegungsabläufe nicht zuliesse. Ich arbeite aber nicht dogmatisch , sondern eher erweiternd da ich mich nicht auf eine "mechanische " Art zu bewegen festlege . Was ich aber dogmatisch angehe ist die art wie ich dabei meine Muskulatur einbeziehe . Und das ist meine Art von effizienz und die muss mit deiner überhaupt nicht übereinstimmen um für mich trotzdem effizient zu sein.
2. wenn ich Ziel A erreichen möchte und dazu die Option B brauche , dann wird B nicht automatisch zu einem Dogma , sondern ist einfach nur das momentan sinnvolle Werkzeug.
Verändert sich die Vorgabe , verändert sich auch das benötigte Werkzeug das man sich dazu ausgedacht hat , wie du es nennst ^^
Geändert von Cam67 (29-12-2025 um 23:53 Uhr)
Die verstehen sehr wenig , die nur das verstehen , was sich erklären lässt. ( Marie v. Ebner-Eschenbach)