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Thema: Als wie wichtig seht ihr Trapping im JKD an?

  1. #1
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    Standard Als wie wichtig seht ihr Trapping im JKD an?

    Hallo alle zusammen!

    Mich würde mal interessieren, welchen Stellenwert Trapping bei euch einnimmt?

    Meine JKD-Zeit ist schon ne Weile her, aber Trapping war für mich immer einerseits faszinierend, andererseits war ich mir nie sicher, wie sinnvoll es in der praktischen Anwendung ist.
    In meiner allgemeinen Kampfsporterfahrung ging es von der Box-Distanz immer direkt in die Grappling-Distanz, die Trapping-Distanz kam selbst früher im JKD-Sparring an sich nicht vor. Nur wenn man mal mit einem Chunner gesparred hat, wurde es einem quasi aufgezwungen, aber die hab ich immer mit Kicks und Schlägen in den Griff bekommen. Kein Trapping-Bedarf.

    Wie ist das bei euch?


    Bester Gruß
    Peter

  2. #2
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    Grundsätzlich bedeutungslos. Das Gefühl gibt dir recht. Es ist nicht um sonst dass Trapping bei z.B. einem full speed und power Sparring grundsätzlich fehlt. Und nein, ein einzelnes wegschlagen der Hand zählt nicht, denn das ist nicht was in diesen Trapping-Mustern trainiert wird. Es ist ein unrealistischer und unpraktischer Ansatz.
    www.jeetkunedo-frankfurt.de
    "I have no confidence in classical martial arts any more. Now I'm fencing with hands and feet." -Bruce Lee

  3. #3
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    Zitat Zitat von Abstauber Beitrag anzeigen
    Grundsätzlich bedeutungslos. …

    Aber ist wt nicht die basis des jkd?

  4. #4
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    Zitat Zitat von Kunoichi Girl Beitrag anzeigen
    Aber ist wt nicht die basis des jkd?
    Ähm... nein... JKD Trapping ist eine extrem "gestreamlinete" Version des Wing Chun trappings, das im Grunde nur eine Lücke in seiner Distanztheorie füllen sollte. In meiner Praxis ist diese Trappingdistanz jedoch nicht existent, daher meine Frage.

  5. #5
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    Zitat Zitat von the schmu Beitrag anzeigen
    Ähm... nein...

    Bruce lees ursprünglicher kampfstil, aus dem er jkd entwickelte war doch wt?

  6. #6
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    wenn es um klingen geht, macht es sinn: binden und aus der binduing heraus weiterarbeiten bei blockade oder ... schön wärs ... sogar kontrolle des waffe/waffenarms. je kürzer die klinge und damit je näher die maximale kampfdistanz, desto mehr kommt dafür die "live-hand" zur anwendung. zumindest taktil am waffenarm dran sein, ist das A und O, wenn man seine chancen erhöhen will. ist halt nur nicht so ein distanzüberbrücker, sondern etwas, das in einer nahen distanz thema ist, wo es ohnehin "ringerisch" mit anfassen wird -. auch und besonders bei klingenwaffen. man will bei klingen nun wirklich nicht gerne nah ran. "trappen" im weitesten sinne wäre was für den fall, falls man in der distanz landet (ungewollt, oder man ist ein attentäter)

    WC ist davon (klingenorientierungen) m.e. (!) beeinflusst ... und BL war es definitiv von WC und fechten.

    im waffenlosen und konkret aufs spezielle JKD trapping bezogen: wenn es wirklich ein "lückenfüller" sein sollte, dann kann ich dir da nur beipflichten.... würde für mich keinen sinn machen.
    ist bei Vunak besonders ausgeprägt, fällt mir gerade ein. ist ewig her, aber ich meine, er redete sehr häufig von trapping als überbrückung, um "rein" zu kommen.
    Geändert von amasbaal (Gestern um 02:28 Uhr)

  7. #7
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    Zitat Zitat von Kunoichi Girl Beitrag anzeigen
    Aber ist wt nicht die basis des jkd?
    wT ganz bestimmt nicht.

  8. #8
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    Zitat Zitat von Kunoichi Girl Beitrag anzeigen
    Bruce lees ursprünglicher kampfstil, aus dem er jkd entwickelte war doch wt?
    Nein.
    WT ist ein Wing Chun Derivat von K.Kernspecht und Leung Tin.


    Trapping. In der Form, wie es meistens aus dem Wing Chun stammend in vielen JKD Schulen unterrichtet wird ist es eher selten umsetzbar. Im MMA sieht man eher moderne Formen des Trapping aus dem Ringen etc wie Overhook und Underhook usw. Parry mit Schlag aus dem Boxen ... Sowas wie Lop oder Bong als aktives Festlegen der Extremitäten des Gegners mit dem primären Ziel ihn zu schlagen ist da eher selten.
    Frank Burczynski

    HILTI BJJ Berlin
    https://www.hiltibjj.de


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  9. #9
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    Zitat Zitat von jkdberlin Beitrag anzeigen
    Nein.
    WT ist ein Wing Chun Derivat von K.Kernspecht und Leung Tin.


    Trapping. In der Form, wie es meistens aus dem Wing Chun stammend in vielen JKD Schulen unterrichtet wird ist es eher selten umsetzbar. …

    Ja, klar, ich meinte natürlich wc allgemein.

  10. #10
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    Zitat Zitat von Kunoichi Girl Beitrag anzeigen
    Ja, klar, ich meinte natürlich wc allgemein.
    Okay, aber es ist halt trotzdem nicht richtig. Soweit ich es verstehe, hat BL zwar WC gelernt und es hat ihn zunächst geprägt, aber in den USA wurde ihm durch Boxer, Ringer und Karateka schnell bewusst, dass WC hier einige Lücken aufweist, und er ein "komplettes" Kampfsystem wollte. Sein frühes JKD war dann tatsächlich noch WC-basiert, da es das war, was er kannte, aber später wurde das WC-Trapping stark modifiziert und reduziert und die anderen Bereiche erweitert, sodass es dann eine gleichberechtigte Distanz zu Tritt- Box- und Grappling-Distanz darstellte.
    Allerdings stellt sich die Frage, ob das, was man in richtigen Kampfhandlungen als Trapping bezeichnen kann, tatsächlich eine solche Gleichberechtigung im Training rechtfertigt.

  11. #11
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    Zitat Zitat von the schmu Beitrag anzeigen
    Okay, aber es ist halt trotzdem nicht richtig. Soweit ich es verstehe, hat BL zwar WC gelernt und es hat ihn zunächst geprägt, aber in den USA wurde ihm durch Boxer, Ringer und Karateka schnell bewusst, dass WC hier einige Lücken aufweist, und er ein "komplettes" Kampfsystem wollte.
    Das war dann praktisch schon so eine frühere art mma?

    Wird im jkd auch bodenkampf trainiert?

    Sein frühes JKD war dann tatsächlich noch WC-basiert, da es das war, was er kannte, aber später wurde das WC-Trapping stark modifiziert und reduziert und die anderen Bereiche erweitert, sodass es dann eine gleichberechtigte Distanz zu Tritt- Box- und Grappling-Distanz darstellte. …
    +1,

    wobei ich mal ein interview mit jesse glover gelesen habe, in welchem er mitteilte, dass seiner meinung nach das, was bruce lee in seiner zeit nach dem umzug von seattle zu unterrichten/zeigen begann, mehr auf show für zahlende kunden ausgerichtet und nicht mehr so effektiv wie das gewesen sein soll, was jesse glover (und seine trainingskollegen) bei ihm gelernt hatte(n) und bruce lee das jesse glover gegenüber auch so kundgetan haben soll?

  12. #12
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    Zitat Zitat von the schmu Beitrag anzeigen
    ...
    Allerdings stellt sich die Frage, ob das, was man in richtigen Kampfhandlungen als Trapping bezeichnen kann, tatsächlich eine solche Gleichberechtigung im Training rechtfertigt.
    Dazu sagte Dan Inosanto mehrfach beim Training: wir üben hier einen Teil der Trainingszeit für etwas, was kaum im Kampf vorkommt. Jeder sollte sich dessen bewusst sein.

    Zu Grappling:
    Je nach Lineage ...

    Zu Glover:
    wann und wo soll er das gesagt haben? Quelle?
    Frank Burczynski

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  13. #13
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    Zitat Zitat von Kunoichi Girl Beitrag anzeigen
    Das war dann praktisch schon so eine frühere art mma?

    Wird im jkd auch bodenkampf trainiert?
    Könnte man vom Ansatz her vielleicht so bezeichnen bzw. entspräche ja auch dem "Absorb what is useful"-Gedanken - wobei ja bei Lee wohl immer eher der SV-Aspekt im Vordergrund stand, soweit ich weiß.

    Der Grappling-/Bodenkampf-Aspekt wird zumindest auch in der Anfangsszene von "Enter the Dragon" aufgegriffen bzw. spielte dann ja m.W. auch in den JKD-Interpretationen einiger Schüler Lees (z.B. Larry Hartsell) eine verstärkte Rolle. Interessant ist diesbezüglich allerdings, dass z.B. für Jesse Glover, der ja, wie Hartsell, ebenfalls ursprünglich vom Judo kam bzw. entsprechende körperliche Voraussetzungen mitbrachte, Grappling später ja keine Rolle mehr zu spielen schien. Eventuell ließ die die frühe Phase des JKD bzw. Jun-Fan-/Non-Classical-Gung-Fu aber auch einfach noch nicht so viel Spielraum für persönliche Interpretationen.



    Lee selbst scheint ja allerdings, nachdem was ich so mitbekommen habe, in der Praxis wohl eher darauf aus gewesen zu sein, einen Kampf möglichst schnell im Stand bzw. durch Striking zu beenden - wobei ich schwer davon ausgehe, dass er wohl auch am Boden nicht wehrlos gewesen wäre.

    Zitat Zitat von jkdberlin Beitrag anzeigen
    Dazu sagte Dan Inosanto mehrfach beim Training: wir üben hier einen Teil der Trainingszeit für etwas, was kaum im Kampf vorkommt. Jeder sollte sich dessen bewusst sein.
    Also ich habe ja den ganzen Tapping-Kram bzw. auch Chisao / generell dieses Trainieren des Kämpfens mit Bindung geliebt. Wirklich kampfrelevant oder gar -entscheidend wars aber in der Tat selten bis nie. Wenn man da nicht (wie ich seinerzeit) einfach Spaß an diesen Drill-Fummeleien hat, kann man das m.E. auch vernachlässigen bzw. rechtfertigt es nicht den Stellenwert, der ihm mitunter im Training eingeräumt wird.

    VG Dorschi
    Geändert von Dorschbert (Heute um 12:22 Uhr)

  14. #14
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    Zitat Zitat von jkdberlin Beitrag anzeigen
    Dazu sagte Dan Inosanto mehrfach beim Training: wir üben hier einen Teil der Trainingszeit für etwas, was kaum im Kampf vorkommt. Jeder sollte sich dessen bewusst sein.
    Das ist interessant! Das sollte in den Schulen offener kommuniziert werden. Man muss es ja nicht wegfallen lassen, aber zumindest klar stellen. Gerade JKD sollte da mit sich selbst ehrlich sein, um nicht in die Traditionsfalle klassischer KKs zu tappen, oder wie sehen das die JKD-Praktizierenden?

  15. #15
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    Meist unordentlich.
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    Für mich ist Trapping ein kleines Gimmick - besonders im Kickboxen.

    In der Praxis funktioniert es für mich so, das anders als im JKD Trapping-Drill der zu belegende Arm eben NICHT weggeräumt werden kann. Also friert mein Patscher z.B. seinen Deckungsarm kurz ein, und die andere Hand jabt (innen meist ) dran vorbei.
    Geht als echter Zweierkontakt : Backfist auf Deckungsarm, 2. Hand belegt den, Backfisthand jabt dran vorbei. Hab da so 3-4 kleine Sparringspraktikable Geschichten für. Ist aber eher FMA Hubud-Lubud als JKD-Trapping inspiriert.

    Ansonsten halt kurz kleben durch Umleiten von Angriffen. Und z.B. selber mit der Umleitungshand dann auch aus der Bewegung wieder jabben. Bevor sein umgeleiteter Arm auch zurück ist.

    Sind aber mehr Spielereien zum Irritieren.
    "We are voices in our head." - Deadpool

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