Könnte man vom Ansatz her vielleicht so bezeichnen bzw. entspräche ja auch dem "Absorb what is useful"-Gedanken - wobei ja bei Lee wohl immer eher der SV-Aspekt im Vordergrund stand, soweit ich weiß.
Der Grappling-/Bodenkampf-Aspekt wird zumindest auch in der Anfangsszene von "Enter the Dragon" aufgegriffen bzw. spielte dann ja m.W. auch in den JKD-Interpretationen einiger Schüler Lees (z.B. Larry Hartsell) eine verstärkte Rolle. Interessant ist diesbezüglich allerdings, dass z.B. für Jesse Glover, der ja, wie Hartsell, ebenfalls ursprünglich vom Judo kam bzw. entsprechende körperliche Voraussetzungen mitbrachte, Grappling später ja keine Rolle mehr zu spielen schien. Eventuell ließ die die frühe Phase des JKD bzw. Jun-Fan-/Non-Classical-Gung-Fu aber auch einfach noch nicht so viel Spielraum für persönliche Interpretationen.
Lee selbst scheint ja allerdings, nachdem was ich so mitbekommen habe, in der Praxis wohl eher darauf aus gewesen zu sein, einen Kampf möglichst schnell im Stand bzw. durch Striking zu beenden - wobei ich schwer davon ausgehe, dass er wohl auch am Boden nicht wehrlos gewesen wäre.
Also ich habe ja den ganzen Tapping-Kram bzw. auch Chisao / generell dieses Trainieren des Kämpfens mit Bindung geliebt. Wirklich kampfrelevant oder gar -entscheidend wars aber in der Tat selten bis nie. Wenn man da nicht (wie ich seinerzeit) einfach Spaß an diesen Drill-Fummeleien hat, kann man das m.E. auch vernachlässigen bzw. rechtfertigt es nicht den Stellenwert, der ihm mitunter im Training eingeräumt wird.
VG Dorschi






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