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Von Michael Rüppel...
Nachruf für Eric Nitschke
3. Mai 1971 – 14. Januar 2026
Eric Nitschke ist am 14. Januar 2026 in Thailand gestorben. Allein in einem Hotelzimmer. Die Todesursache war multiples Organversagen infolge langjährigen Alkoholmissbrauchs. Diese Worte sind schwer zu schreiben, und sie werden dem Menschen, den viele von uns kannten, nur unvollständig gerecht.
Eric war über viele Jahre ein fester Bestandteil der deutschen Kampfsportszene. Ein Mann mit einem lockeren Spruch auf den Lippen, direkt, manchmal kantig, oft herzlich. Er war Kampfsportlehrer aus Überzeugung, erfolgreicher Betreiber mehrerer Schulen und für viele ein erster Kontakt mit Selbstschutz, Disziplin und körperlicher wie mentaler Stärke. Unzähligen Menschen hat er beigebracht, wie man sich verteidigt – und vielleicht auch, wie man aufrechter durchs Leben geht.
Wir waren lange Weggefährten. Freunde. Menschen, die gemeinsame Zeiten, Gespräche, Trainingshallen und Ideen geteilt haben. Umso schmerzhafter war es, mit anzusehen, wie Eric irgendwann vom Weg abkam. Der Alkohol wurde mehr als ein Begleiter. Er wurde zur Flucht, zur Gewohnheit, schließlich zur Zerstörung. Schritt für Schritt verlor Eric das, was er sich über Jahre aufgebaut hatte: seine Schulen, seine Stabilität, seinen Halt.
Ich habe oft mit ihm gesprochen. Ihn gebeten, Hilfe anzunehmen. Ihm gesagt, dass wir nur dieses eine Leben haben. Doch Eric war irgendwann nicht mehr erreichbar. Er glaubte, er habe alles noch im Griff. Wie so viele, die zu spät merken, dass sie es längst nicht mehr haben.
Nun ist Eric tot. Das ist eine Wahrheit, die wehtut und fassungslos macht. Er war einer von uns. Ein Kämpfer – im Guten wie im Tragischen. Sein Leben erinnert uns daran, wie schmal der Grat zwischen Stärke und Absturz sein kann, und wie wichtig es ist, hinzusehen, zuzuhören und Hilfe anzunehmen, bevor es zu spät ist.
Mach es gut, mein Freund.
Du fehlst.
#kravmagastreetdefence #Kampfsport #Selbstverteidigung #alphacombat
Von mir:
Alte Mitglieder des KKBs können sich vielleicht noch an Eric erinnern.
Die Nachricht hat mich geschockt, da ich im Oktober, als ich in Thailand war, noch mit ihm gesprochen habe und wir uns eigentlich treffen wollten. Das Treffen hat er dann kurzfristig abgesagt, hat mit aber einige WhatsApp Sprachnachrichten geschickt. Nun ist er verstorben. Das macht mich traurig.




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