Das Problem mit dieser Art der Arbeit ist halt die Didaktik.

Normalerweise wird das auf eine „handfeste“ Ausbildung aufgebaut, bzw. die Prinzipien werden aus dieser heraus „kristallisiert“, da sie dort vorhanden sind.

Yiquan hat versucht nur die Prinzipien zu unterrichten ist aber an manchen Punkten sehr abstrakt und schwierig zu vermitteln, zumindest was die direkte kämpferische Anwendung angeht. Da braucht es schon eine Basis.

Ich bin mittlerweile schon der Meinung dass dies geht, dazu muss man aber die „alte“ Sprache der heutigen anpassen und die Prinzipien auch so benennen und vermitteln das man sie heute versteht. Dazu bedarf es auch eines klaren Rahmens der Anwendung (bzw. eines klaren Ziels). Das kann vieles sein, egal ob bewaffnet, unbewaffnet oder sogar „nur“ Gesundheit. Hauptsache das Ziel der Didaktik ist klar, da das Ziel die Übungen und die Bilder/Ideen definiert.


Was ich immer bei dieser Art der Videos vermisse ist der Hinweis dass der eigentliche Schlüssel zum fortschritt darin liegt dass man das IMMER UND ÜBERALL üben kann JEDERZEIT. Es wird im Laufe der Zeit zu deiner Zweiten Natur sich so zu bewegen und die Ideen zu üben.

Das heißt ich trainiere nicht 2 Stunden 2-3 Mal die Woche sondern kann IMMER trainieren. Bei der Arbeit, beim Spazieren, beim Einkaufen, auf dem Sofa etc.
Training im „klassischen“ Sinne ist dann halt das Üben am Partner und die Umsetzung der Ideen. Der wichtige Teil passiert jedoch im Alltag.

Was und wie ich dann am Partner trainiere ist wieder abhängig vom Ziel.

Diese Probleme sind ja nicht neu (wie man am Beispiel von Wang Xiangzhai oder Zhao Daoxin sehen kann). Eine Lösung dafür wird es wohl nicht geben…