Ich halte die Unschuldsvermutung auch für enorm wichtig.
Ich habe gerade tieferen Einblick in die üblichen Abläufe in einer Schulbehörde nehmen können. Ganz jenseits von sexuellen Vorwürfen : Wenn Frauen Männer an ihrer Schule nicht mehr im Kollegium haben wollen, etwa weil eine frühere private Beziehung ungut auslief, haben die Männer ohne gerichtliche Mittel sehr schlechte Karten.
Die gesellschaftliche Macht liegt da sehr auf der weiblichen Seite. " Auch wenn wir sonst keine Opferschutzgesellschaft sind - an der Stelle überziehen wir." sagte mir dazu kürzlich ein Personalreferent.
Die öffentliche Wahrnehmung übersieht auch, dass der sexuelle Konsens und seine mögliche Mißachtung eine eher einseitige Druckmitteloption ist.
Und wir Männer neigen auch zu sehr dazu, uns von "bösen" Geschlechtsgenossen zu informationslos zu distanzieren. "Wo Rauch ist, ist auch Feuer" - die Waage kippt viel leichter zur weiblichen Seite.
"We are voices in our head." - Deadpool