Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Zeige Ergebnis 1 bis 15 von 16

Thema: BJJ anfangen - Verletzungsrisiko wirklich so hoch?

  1. #1
    Registrierungsdatum
    11.11.2022
    Alter
    35
    Beiträge
    2

    Standard BJJ anfangen - Verletzungsrisiko wirklich so hoch?

    Hallo zusammen,

    mich interessiert BJJ, ich bin aber im Hinblick auf Kampfsport ein kompletter Neuling, wenn man den grünen Gürtel im Taekwondo im Kindesalter weglässt

    Zu mir: Ich bin 34 Jahre alt, wohne in München und mache seit ca. 15 Jahren Kraftsport und Powerlifting (aktuell knapp 100kg auf 1,90m).

    Nun habe ich mir überlegt, einfach mal ein Probetraining zu machen, z.B. bei Munich MMA. Ein zentraler Punkt, der mich jedoch beschäftigt, ist das mit BJJ einhergehende Verletzungsrisiko.

    Vielleicht ist das nur mein subjektiver Eindruck, aber es scheint, als käme es im BJJ oft zu Verletzungen, die teils gravierend sind und chronisch werden können, insbesondere am Bewegungsapparat (Schultern, HWS, Gelenke im Allgemeinen). Viele berichten, dass BJJ ihren Körper regelrecht zerstört habe.

    Andere wiederum wenden ein, dass Verletzungen größtenteils (aber nicht vollständig) vermieden werden können, indem man seine Trainingspartner weise auswählt und sich im Hinblick auf hartes Sparring usw. zurückhält.

    Ich habe ernsthaftes Interesse an BJJ, aber ein hohes Verletzungsrisiko wäre nicht zuletzt aufgrund meines Berufes ein K.O.-Kriterium für mich. Kann jemand mit Praxiserfahrung hierzu Näheres berichten?

    Danke vorab!
    Geändert von hansuswurstus (Gestern um 07:58 Uhr)

  2. #2
    Registrierungsdatum
    26.08.2001
    Ort
    Berlin
    Alter
    60
    Beiträge
    45.351
    Blog-Einträge
    12

    Standard

    Jedes Training und insbesondere jeder Voll-Kontakt-Sport hat ein erhöhtes Verletzungsrisiko. Das ist einfach eine Güterabwegung. Es wird beim Training ganz sicher irgendwann mal zu einer Verletzung kommen, meistens sind es kleinere Dinge, manchmal je nach eigenem Verhalten und Verhalten des Partners auch was größeres. Es gibt Sportarten, die haben ein höheres Verletzungsrisiko, andere vielleicht ein kleineres.
    Frank Burczynski

    HILTI BJJ Berlin
    https://www.hiltibjj.de


    http://www.jkdberlin.de

  3. #3
    Registrierungsdatum
    24.04.2010
    Beiträge
    239

    Standard

    Ein Restrisiko bleibt, aber einen guten Teil hat man auch selbst in der Hand.
    - Mit welcher Intensität gehst du selbst auf die Matte? (zugegeben, als Anfänger sicher schwer zu beurteilen und zu reflektieren)
    - Bist du in der Lage zu kommunizieren, wenn die Intensität deines Partners zu hoch ist?
    - Lässt du die kleinen Verletzungen ordentlich abheilen, damit sie nicht zu ernsteren werden?
    - Wie ist die Kultur in dem Gym insgesamt? Achten alle aufeinander?
    - Lässt dein Ego zu, früh zu tappen?

    Mir fallen wenig Sportarten ein, die man viele Jahre ausüben kann, ohne, dass sie irgendwelche Verletzungen verursachen können. Alle meine Freunde, die im Erwachsenenalter weiter Fußball spielen, haben komplett kaputte Knie.

  4. #4
    Registrierungsdatum
    25.03.2022
    Beiträge
    388

    Standard

    Zitat Zitat von hansuswurstus Beitrag anzeigen
    indem man seine Trainingspartner weise auswählt…..
    Kaum denkbar dass Du dir deine Trainingspartner auswählen kannst. Gerade am Anfang wird dir der Trainer einen Partner zuteilen. Und da gibt es Trainer die weise auswählen, und solche denen es leider egal ist.

  5. #5
    Registrierungsdatum
    02.03.2020
    Ort
    Saggsn
    Beiträge
    264

    Standard

    Hm. Also ich betreibe zwar kein BJJ/Grappling regelmäßig, besuche aber immer mal Workshops-/Seminare.

    Bisher hatte ich danach wirklich JEDES Mal irgend 'nen Shice, dessentwegen ich dann erstmal mindestens zwei Wochen von meinem regulären Training pausieren musste (Finger verstaucht, Schulter was gezerrt etc.) - und das obwohl weder Trainer noch die jeweiligen Partner da übermäßig Gas gegeben oder zu sorglos agiert hätten.

    Mittlerweile kalkuliere ich das quasi fest mit ein.

    Nun bin ich im Gegensatz zum TE allerdings nochmal paar Jährchen älter und wahrscheinlich auch muskulär nicht ganz so aufgestellt wie er als Kraftsportler/Powerlifter auf dem Level bzw. kann es natürlich auch sein, dass die Verletzungsquote sich durch regelmäßiges, kontinuierliches Training verringert bzw. der Körper die entsprechenden Attribute entwickelt.

    VG Dorschi

  6. #6
    Registrierungsdatum
    07.07.2002
    Beiträge
    28.033

    Standard

    es liegt auch viel daran welche zusammensetzung zb. alter und anspruch deine trainingsgruppe hat. verletzungen wirst du trotzdem nicht vermeiden können, schwere verletzungen bleiben bei intensiiven training nur dann aus, wenn du glück hast oder einen extrem robusten körper hast. die ohren werden sicherlich markiert werden

  7. #7
    Registrierungsdatum
    11.02.2005
    Ort
    Zürich
    Alter
    37
    Beiträge
    5.239

    Standard

    Das Verletzungsrisiko variiert extrem - sowohl je nach Verein als auch je nach Trainingspartner und den eigenen Voraussetzungen. Mit 100 kg Lebendgewicht gehörst Du wahrscheinlich zu den schwersten 10% auf der Matte, was diesbezüglich tendenziell eher ein Vorteil ist. Der Nachteil besteht ggf. darin, dass Mittel- und Halbschwergewichte ggf. den Eindruck haben, dass sie mehr Kraft und Körpergewicht gegen Dich einsetzen können bzw. müssen (ich bin Mittelgewicht, und tatsächlich habe ich bisher vor allem Schwergewichte beschädigt). Das geht übrigens in beide Richtungen: wenn ein Schwergewicht gegen Leichtere "weich" grapplet - also mit Druck mitgeht und versucht, eine technische Lösung zu finden - dann kommt in der Regel auch "weich" zurück. Wenn man dagegen versucht, nur durch Kraft oder Körpergewicht eine Position zu halten, wo man die Struktur nicht hat, dann kann es durchaus sein, dass die Energie einfach hochgefahren wird, bis es ggf. "Knack" macht. Ich komme z.B. als Angreifer im Normalbetrieb nicht auf die Idee, mit einem Single leg aufzuhören, nur weil jemand meint, das Bein wäre safe wenn er da jetzt einfach seine 100 kg draufstellt statt es in einem Sprawl wegzuziehen.
    Dazu kommen die individuellen Voraussetzungen: wenn Du z.B. wenig beweglich bist und vielleicht noch schon bereits lädierte Schultern oder Knie mitbringst, steigt die Verletzungswahrscheinlichkeit erheblich.

  8. #8
    Registrierungsdatum
    07.07.2002
    Beiträge
    28.033

    Standard

    alle beiträge sind nicht sehr motivierend für mitlesende anfänger. als anfänger hat man den meisten spass, wenn man unbedarft anfängt, ohne sich über mögliche konsequenzen einen kopf zu machen....

  9. #9
    Registrierungsdatum
    11.02.2005
    Ort
    Zürich
    Alter
    37
    Beiträge
    5.239

    Standard

    Zitat Zitat von marq Beitrag anzeigen
    alle beiträge sind nicht sehr motivierend für mitlesende anfänger. als anfänger hat man den meisten spass, wenn man unbedarft anfängt, ohne sich über mögliche konsequenzen einen kopf zu machen....
    Das ist mit Beziehungen ähnlich, hab ich mir sagen lassen... Leute zu irgendwas motivieren oder Risiken kleinreden ist nicht mein Job. Ich kenne das Sport eher umgekehrt - man will nur die dahaben, die die Risiken kennen und es trotzdem machen wollen.

  10. #10
    Registrierungsdatum
    01.10.2004
    Ort
    ostseeküste
    Beiträge
    2.461

    Standard

    Zitat Zitat von marq Beitrag anzeigen
    es liegt auch viel daran welche zusammensetzung zb. alter und anspruch deine trainingsgruppe hat. verletzungen wirst du trotzdem nicht vermeiden können, schwere verletzungen bleiben bei intensiiven training nur dann aus, wenn du glück hast oder einen extrem robusten körper hast. die ohren werden sicherlich markiert werden
    helfen gegen ringerohren eigentlich diese ohrenschoner der ringer?
    sehen ja lustig aus, aber wenns hilft .

  11. #11
    Registrierungsdatum
    11.02.2005
    Ort
    Zürich
    Alter
    37
    Beiträge
    5.239

    Standard

    Zitat Zitat von big X Beitrag anzeigen
    helfen gegen ringerohren eigentlich diese ohrenschoner der ringer?
    sehen ja lustig aus, aber wenns hilft .
    Jein. Eigentlich sind sie dazu da, um die zu verhindern, ABER das klappt nur, wenn beide Parteien sowas tragen. Ansonsten ist das Ringerohren-Risiko für den Partner ohne Ohrenschutz erhöht, gerade weil viele Modelle Hartschalen haben. Und hierzulande fangen die Leute üblicherweise erst an, sowas aufzusetzen, wenn sie die Ohren gerade frisch punktiert haben. Ausserdem kanns schwieriger sein, mit so nem Ding aus ner Kopfklammer (inkl. Anaconda, Darce ung Guillotine) rauszukommen.

  12. #12
    Registrierungsdatum
    02.11.2003
    Ort
    Rhein-Main-Gebiet
    Beiträge
    1.266

    Standard

    Es gibt Schulen die sind auf ein "softeres" Publikum spezialisiert.
    Siehe hier:
    https://www.youtube.com/watch?v=vvaZMj-WQ54

  13. #13
    Registrierungsdatum
    08.09.2019
    Beiträge
    4.228

    Standard

    Zitat Zitat von Dorschbert Beitrag anzeigen
    Hm. Also ich betreibe zwar kein BJJ/Grappling regelmäßig, besuche aber immer mal Workshops-/Seminare.

    Bisher hatte ich danach wirklich JEDES Mal irgend 'nen Shice, dessentwegen ich dann erstmal mindestens zwei Wochen von meinem regulären Training pausieren musste ...

    Wenn der hansus in eine kommerzielle bjj-schule geht, wird es dort doch wahrscheinlich einen (täglichen) anfängerkurs geben, in welchem erstens die basis trainingsmäßig ordentlich aufgebaut ist und zweitens die trainer darauf achten, zahlungswillige schüler nicht gleich am anfang durch zu verletzungsträchtiges training zu verscheuchen?

  14. #14
    Registrierungsdatum
    13.12.2010
    Beiträge
    1.961

    Standard

    Hi Hans,
    bei der vorhandenen Physis (Groß, stark, kann herausfordernd rüberkommen!) immer vorher sagen: ,,Kein Ego hier, will nur zusammen lernen und locker rollen" oder sowas in der Art um vorab zu entschärfen.

    Vorher immer gut aufwärmen, dehnen usw. und schnell tappen.

  15. #15
    Registrierungsdatum
    10.07.2024
    Alter
    43
    Beiträge
    80

    Standard

    Zwar noch nie BJJ gemacht aber die Schule ist mir bekannt, hab vor einiger Zeit mal im pound for pound gejobbt und die haben ne Art Kooperation. Flasch machst du da Jedenfalls nichts.

Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)

Ähnliche Themen

  1. Wie SV ist BJJ wirklich? (Dojoabhängig?)
    Von MAF88 im Forum Grappling
    Antworten: 151
    Letzter Beitrag: 18-08-2013, 21:20
  2. BJJ anfangen oder nicht
    Von KM2BM im Forum Anfängerfragen - Das Forum für Kampfkunst-Einsteiger
    Antworten: 17
    Letzter Beitrag: 07-08-2012, 20:56
  3. Wie hoch ist hierbei das verletzungsrisiko ?
    Von papa_schlumpf im Forum Gesundheit, Heilmethoden und Medizin
    Antworten: 11
    Letzter Beitrag: 04-08-2012, 08:32
  4. Antworten: 34
    Letzter Beitrag: 23-04-2010, 15:59
  5. Antworten: 9
    Letzter Beitrag: 14-04-2010, 12:56

Forumregeln

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •