Wieso das nicht?
Kopf-, Mund- und ggf. Tiefschutz sowie (MMA-)Handschuhe und ab geht die Post.
Man muss ja nicht in den 100% "Zerstörungs-Modus" gehen.
Wenn man selbiges auch am Sandsack o.ä. für die Power übt, sollten 50-60% im Sparring auch ausreichen, um die Wirkung zu testen bzw. das so einzuschleifen, dass es auch umkooperativ funktioniert.
Geändert von Dorschbert (21-03-2026 um 18:15 Uhr)
Wieso das nicht?
Kopf-, Mund- und ggf. Tiefschutz sowie (MMA-)Handschuhe und ab geht die Post.
Weil da nicht die Post abgeht (wie im Escrima, Boxen, pp.), sondern der Frust.
Man merkt schnell, dass man die WT Techniken kaum/nicht einsetzten kann.
Wenn Du das mehrfach die Woche machst, stellst Du schnell fest, dass Du mit Man/Wu, Hoppelschritt und Verformungen der Arme, etc. nicht vial anfangen kanns und machst schnell "schlechtes Kickboxen". Wenn Du es dann hinterfragst und ausprobierst, wechselt Du in eine echte KK Schule, wo man Dir Deckung, Stand, Bewegungs- und Meidmuster zeigt, sowie "richtig zu schlagen und abzuwehren", pp. und Du hast für diesen "chinesischen Frühling (ob schön oder nicht) nichts mehr übrig.
Im WTplus ist Sparring obligatorisch.
:-)
Ich bitte um ein Video.
Irgendeines wird es sicher geben.
Im sog. Klassischen WT habe ich das nicht kennen gelernt. Im WTplus war es wesentlicher Teil des Unterrichts:
1. Drills (u.a. aus dem Boxen)
2. Teile aus der Form
3. Techniken 1
4. Techniken 2
5. Sparring gegen den geübten Drill (z.B. Jab, Cross Hook) mit den geübten Techniken oder auch frei.
6. Schlagkraft und Koordination gegen Pratzen
Seltsame Behauptung , als könnte es sich nicht anders abspielen.
ich hab es anders erlebt. Ich/wir haben mit Boxern, Kickboxern gesparrt , sind in die DHFK in die Boxhalle gegangen haben dort nach Austausch gefragt und bekommen. Hatten unsere eigenen Räume wo ständig leute aus anderen KS/KK Arten dabei waren.Und ja es liess sich durchaus Sparring betreiben . Auch mit Boxern , auch mit Karatekas , auch mit Kickboxern .
Was sich deutlich unterschied war dann halt die eigene Vorgehensweise, welche leute die ein sportliches Sparring mit Abtasten und Distanzspiel gewohnt waren anfangs irritierte. Denn A) ich lief ihnen nie nach , sondern blieb in meinen Kreis und startete erst wenn sie meinen betreten hatten . Da kam öfter die Frage "was machst du da ? " weil ich mich kaum bewegte solange er ausserhalb der Reichweite war. Und b) waren sie anfangs doch überrumpelt wenn dann das durchstarten kam mit pausenlosen Eindecken an Schlägen . So wie die Anwendungen nunmal Sinn machen . Anfangs fanden da manche kein Konzept dagegen , andere stellten sich recht schnell drauf ein mit beinarbeit und beweqlichkeit . Was aber immer wieder sich herauskristallisierte war , das kaum einer damit klar kam wenn man anfing ihre Ellenbogen zu binden . was dann eben schon einen gewissen grapplerischen Part darstellt oder gleich direkt ran an den Mann ging für Wurf . Crosssparring halt. jeder macht seins.
Und man merkte das das fast jeder diese Art des Sparrings , nämlich diesen Start , diesen Überfall in den Mann nicht wollte. Sie wollten wie gewohnt abtasten , Distantspiele ... was bedeutete das man nicht oft Leute fand die öfter mit einem so ein Sparring machen wollten.
Der ganz grosse Knackpunkte an der Sparringsgeschichte ist aber folgender.
Er sagt dir nunmal nicht viel darüber ob deine Aktionen oder die deines Gegenübers in Real tatsächlich Wirkung zeigen würden , denn bis zum Ko kam es nun wirklich selten . Wenn KO dann eher durch Lebertreffer und nicht durch Kopftreffer. da wurden ab zu Zähne abgebrochen , Blomben flogen raus und Nasen gebrochen oder angebrochen , aber das reicht eben nicht um abschätzen zu können , was im Ernstfall bei dem anderen wirklich an Wirkung ankommt , ob es reicht oder ob er nicht noch genug Luft hat um einen dann selbst auszuknipsen. es reicht nicht um abschätzen zu können , ob man real klar im Kopf bleiben kann . Egal ob freies Sparring oder Aufgabensparring , diesen Punkt kann ein sparring nur schwer oder garnicht abschätzen lassen . Und da sind wir noch nicht einmal bei dem Punkt gezielt Strukturen zu zerstören wie Sprunggelenke und ähnliches. Wie Klamotten nutzen für den eigenen vorteil (Jacke über Kopf ziehen) und natürlich die Umgebung einbeziehen (abhänge runterstossen usw.) was aber nunmal real wirklich stattfindet.
Wenn dann jemand Sparring als einziges Kriterium ansieht ob einer real sich durchsetzen kann oder überhaupt bestehen kann , dann bekomme ich immer den Verdacht in mir , das dieser jemand den sparringspunkt so überbewertet , weil ihm einfach reale Erfahrungen fehlen und Sparring das einzige ist was er für sich vorweisen kann . und irgendwie muss er ja sein Training dann auch vor sich rechtfertigen können. so wirkt es zumindest auf mich . (ich meine damit übrigens nicht dich uruk, sollte klar sein)
ich hab einfach zu oft leute erlebt die nun wirklich nichts mit Sparring am Hut hatten , aber sich draussen gegen physisch Überlegene oder sogar gegen Mehrere sich nicht die Butter vom Brot haben nehmen lassen. Deshalb verstehe ich den Punkt "Kämpfen können " bestimmt nicht mehr nur als technische Betrachtung. Nicht wenn es um echte Anwendung geht.
Wenn man es als Techniken versteht , dann ja , es funktioniert nicht wirklich . Dann liegt der Fehler aber in meinen Augen es als Techniken zu verstehen und anwenden zu wollen. Genau DAS aber lässt sich mit Crosssparring gut erkennen und dann ablegen als Vorgehensweise . Verformungen kamen erst ins Spiel wenn der kontakt schon hergestellt war , also immer in Clinchnähe oder direkt im Clinch.Man merkt schnell, dass man die WT Techniken kaum/nicht einsetzten kann.
das wiederum bedeutete das es immer nahe in Richtung Grapplingsituation kam , wenn man den Vorwärtsdruck durchzog , den anderen nicht weg liess und der Andere anfing sich klammernd einzuigeln.
Ich stimme dir mit Man und Wu zu . Was Verformungen angeht , siehe oben. Die haben bei Schlagreichweite fast nichts zu suchen. Und sparring zeigt es dir recht fix auf. Hoppeln tat da übrigens keiner ! aber den Ziehschritt kann man dennoch einsetzen. Aber nicht einspurig und auch nicht 100/1.Wenn Du das mehrfach die Woche machst, stellst Du schnell fest, dass Du mit Man/Wu, Hoppelschritt und Verformungen der Arme, etc. nicht vial anfangen kanns und machst schnell "schlechtes Kickboxen".
Was der Vergleich immer mit dem Boxen und Kickboxen soll , werde ich nie verstehen. Wenn jemand kein Boxen oder Kickboxen je trainiert hat , dann IST es auch kein Boxen oder Kickboxen was er abruft. Nicht einmal ein schlechtes . einfach gar keins.
Mich würde da mal interessieren was du als "richtig" schlagen betrachtest . Ist ein Zuki falsch weil es kein Boxschlag ist oder eine Schlagen mit vertikaler Faust oder Hammerfäuste ? Oder Unterarmschläge ? Ab wann ist es richtig für dich ?sowie "richtig zu schlagen und abzuwehren"
Für mich zählt das es Knockout Power hat , das derjenige das Auge für Timing und Distanz besitzt und seine Technik ist mir da völlig egal, solange er sich damit behaupten kann und ordentlich Schaden fahren kann. Egal aus welchem Stil er kommt.
Wir hatten Leute die nie KK oder Ks trainiert hatten . Technisch bestimmt nicht schön anzusehen waren aber sehr wirkungsvoll vorgingen. . Und ja , da wurde auch mit dem Kopf geblockt , die Nehmerqualitäten liessen es zu, und spielen nunmal immer eine nicht unwichtige Rolle, aber seien wir mal ehrlich , welcher Sparringsgeübte bekommt nicht auch immer wieder was vor den Bug ?
Fazit : unkooperativ üben ist machbar aber es wird immer nur eine gewissen Annäherung in bestimmten Punkten bleiben und dir nie einen ausreichenden Einblick geben was man dann real wirrklich abliefern kann. Und, je realer man sich im schlagenden Bereich misst im Training desto ungesunder das Training selbst ^^ und damit fragwürdiger . Ab hier ist es eine Frage der eigenen Motivation was man bereit ist an Preis zu zahlen.
Im grapplerischen Bereich ist es in meinen Augen einfacher recht realnah zu üben , denn ein Choke lässt sich durchziehen und der Hebel erzählt dir sehr genau ob er sitzt und was kaputt machen kann ohne es tun zu müssen.
Geändert von Cam67 (21-03-2026 um 23:34 Uhr)
Die verstehen sehr wenig , die nur das verstehen , was sich erklären lässt. ( Marie v. Ebner-Eschenbach)
Da scheint jetzt ein Missverständnis vorzuliegen: Ich hatte mich auf die zuvor beschriebene beschriebene "Universallösung" bezogen.
Das stimmt, das hatte (und hat, aktuell) gut funktioniert.
Keine Frage.
Auch gegen gute Boxer, Karateka, Ringer, pp.
So wurden auch die "ersten Kämpfer der EWTO" überzeugt, sonst hätte der Verband und K. nie diesen Run bekommen.
Die Leier wieder. Was man nicht sehen kann existiert nicht.
Ich bin nicht mehr in der EWTO und in meiner Schule wurden keine Videos gedreht.
Von den VKs gibt es tausende, wenn nicht ... Videos, warum keines von dem WTPlus?!?
Ich bin in einer WT Schule und hier gibt es das nicht (nach vielen Versuchen eingestellt, die machen dann Boxen/Kickboxen/pp.)
Cam67
Wenn Du andere Erfahrungen hast: Super.
Wenn Du WT-Sparrings-Videos hast (von irgendeiner Schule auf der Welt, von hunderttausenden KK Videos im Netz): Bitte posten.
Geändert von Uruk (22-03-2026 um 00:23 Uhr) Grund: 55
Hehe , ich bin medial nicht so dolle unterwegs. Ausser Fb hab ich nix und auf YT werd ich bestimmt nicht nach WT-Schulen umgucken . Sollte mal was zufällig , dank Algorhitmus und so , über den Weg laufen , werde ich an dich denken ^^ . Die Einzigen die mich videotechnisch angesprochen haben , waren die Armenier-Videos zum Thema sparring und ing ung die hier mal verlinkt wurden und prompt als übertrieben und zu brutal im Training angesehen.
Die verstehen sehr wenig , die nur das verstehen , was sich erklären lässt. ( Marie v. Ebner-Eschenbach)
Sehr gute und durchdachte Beobachtungen Cam67!
https://youtu.be/60bEsDQ-v5g?si=aUypjWoEgsvmxYYh
Baumgarten
Geändert von Baumgarten (22-03-2026 um 01:56 Uhr)
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