Ich dachte die wären schon verboten.
Nicht die Täter, aber die Taten.
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Mir wird dabei zu wenig auf die Primärsozialisation, sprich Eltern geschaut. Während man alles mögliche von Kinderbetreuungsinstitutionen erwartet (Kita, Schule, Verein) könne die sich weitgehedn schadlos halten. Jedenfalls bis es richtig kracht. Und selbst dann bleiben die meist außen vor.
Sowas kann man nur behaupten wenn man die Zusammensetzung dieser Präventionskreise nicht kennt. Da sind AUCH Konservative dabei aber auch welche
die grün, links etc sind.
Wenn du meinst.Zitat:
Lass gut sein Kusagras, wir kommen auf keinen gemeinsamen Nenner... ;)
Hab auch keinen Bock jedes Mal wieder bei Adam und Eva anzufangen...
Oder vielleicht doch?. Du kannst ja mal in deiner eigenen Kommune schauen, wer was zu einer Kriminalprävention beiträgt oder auch nicht. Wette das hast du noch nie gemacht.
In meinem Bundesland wurden Anti-Gewaltprogramme und entsprechende Förderungen von einer konservativen Regierung ins Leben gerufen.
Ich sehe, dass du deine Vorurteile bestätigst. Inhalte sind unterschiedlich: Fachtage, Präventionsprogramme an Schulen, Theaterprogramme, Handlungskonzepe für Lehrkräfte, Fortbildungsunterstützung, Initiativen-Vernetzung etc..
Ther is no glory in Prevention.Zitat:
Und vor allem: nutzen die Programme was..?
Jetzt kannst du ja erfolgreich andere Programme von nicht-Konservativen Regierungen anbringen. Wenns die gibt. Im Bund regiert grade SPD/GRÜNE/FDP übrigens.
Und wir sind im messerthread... .
Btw.: ich bin übrigens froh über die Kamerabilder, ohe die man eine ganze Reihe Täter nicht hätte finden und verurteilen konnte.
Ich wünsch mir auch mehr Polizei, die haben aber exterme Nachwuchssorgen. Aber wenns viel weniger Polizisten gibt, wird die Kriminalität bestimmt sinken... .
habe in erinnerung, dass die kameraüberwachung nicht zu einer verringerung der kriminalitätsrate geführt hat.
auch die aufklärungsrate ist nicht wesentlich gestiegen (aus der erinnerung).
bei der polizei wäre es schön, wenn die vernünftig bezahlt würden, personal in ausreichender menge hätten, ausrüstung die funktioniert und für psychische ausnahmesituationen so geschult würden, dass sie probleme nicht nur als nagel sehen und deshalb mit dem hammer agieren müssen.
mir wäre es lieber, wenn die gesetze, die es schon gibt vernünftig angewendet werden, als immer neue gesetze und verschärfungen dieser rauszuhauen, die dann nichts bewirken, da sie aufgrund schlechter handwerklicher arbeit nach ein paar jahren vom verfassungsgericht kassiert werden oder wegen personalmangels von überarbeiteten polizisten nicht umgesetzt werden können.
einizige sichere wirkung ist die einschränkung der freiheiten derer, die sie sowieso beachten.
hauptsache politiker können sich als harte hunde profilieren. da müssten aber auch mal manchen medien ins gewissen geredet werden.
wäre also eine zweiteilige strategie.
vernünftige prävention und bessere anwendung von dem, was sowieso schon da ist.
es muss aber festgehalten werden, dass prävention zeit fordert.
So langsam merken die Leute aber allmählich, dass, wie du sagst, die neuen Regierungen den Schlamassel der Vorgängerregierung erben. Das ist ja mal ein kleiner Fortschritt.
Wenn sie jetzt noch die richtigen Schlüsse ziehen würden, nämlich, dass die Altparteien keine Perspektive raus bilden, dann wäre ja schonmal richtig was gewonnen. Das Wort der Alternative habe ich bewusst nicht gewählt.
Bin Protestwähler aber kein Itiod, glaube ich.
Ich sag dazu nur noch schau mal nach, wer den größten Niedriglohnsektor Europs geschaffen hatte und die höchsten Steuergeschenke für Wohlhabende. Ich sag nur Schröder und Rot/Grün. Die haben dafür kaum mehr als eine Legislaturperiode gebraucht. Von wegen Adam und Eva erklären und so....
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1+
marq: Du schreibst viel was angeblich anders wäre aber nichts davon ist vollständig korrekt oder erklärt warum bei uns etwas funktionieren sollte was dort nicht funktioniert hat. Und wenn du Dir mal die Situation genauer ansiehst wirst du merken, dass die Unterschiede eher gering sind...wir sind lediglich zeitlich noch etwas zurück - sagst Du aber ja selbst(die Probleme sind dort deutlich schlimmer, die Rahmenbedingungen unter denen sie entstehen und die Probleme bei der Durchsetzung schärferer Gesetze sind aber sehr ähnlich).
Also nochmal ganz konkret: Welcher gesellschaftliche Unterschied zwischen der BRD und GBR (ganz konkret kein allgemeins Geplapper) wird dafür sorgen, dass bei uns eine schärfere Gesetzgebung funktioniert obwohl sie dort nichts brachte(obwohl bisherige Verschärfungen schon nichts bewirkt haben)?
1. wie amasbaal schon schrieb: Beide Arten. Bei Terror/geplanten Taten und bei den Intensivtätern sind es eben im Normalfall Klingen über 12cm. Im Bereich der Jugendlichen Poser eher arretierende Einhandmesser. (Folder)
Ansonsten zum Thema Prävention gibt es unendlich viel. Von der Sozialen Arbeit, über Kriminologen bis hin zu Psychologie gibt es gleiche ganze Bereiche der Wissenschaft die sich damit befassen. Die Konzepte sind dabei super vielfältig. Was eben auch die Menge der Adressaten ist. Diese sind ja auch nicht Homogen. Entsprechend gibt es nicht den einen Ansatz. Den einen hältst du bereits dadurch von Unfug ab das er und seine Freunde durch einen Jugendtreff und (für Jugendliche bezahlbare) Kulturangebote alternativen zum besoffen am Bahnhof rumhängen haben. Der nächste hat vielleicht viel mehr Probleme aber der richtige Streetworker findet ein Zugang und vermittelt die richtigen Hilfsangebote die Lücken der Eltern ausgleichen können. Der Psychisch erkrankte der im Bus um sich sticht wird vielleicht durch niedrige Hürden beim Zugang zu Psychologischen Hilfen und rechtzeitigen Zugang zu einer Therapie verhindert.
Was aber wieder auffällt: "die Wirksamkeit ist aber auch nicht garantiert," ist auf einmal ein Argument während du den fehlenden Erfolg bei deinem Ansatz ja gar nicht diskutieren willst. Wir haben einen Ansatz der z.b. in England grandios gescheitert ist. Das ist kein Thema für dich aber die Alternative muss Wirksamkeit Garantieren bevor sie ausprobiert wurde?
(Und ganz Grundsätzlich: KEIN Konzept/Ansatz wird alle Taten verhindern. Weder mit Sozialer Arbeit noch Juristisch. Stichwort: Systemsprenger)
Island hat übrigens sehr gut gezeigt dass sie Drogenexzesse und Gewalt unter Jugendlichen mit Konzepten der Sozialen Arbeit mit überragenden Erfolgen in den Griff bekommen haben. Die waren bezüglich des Alkohol/Drogen-konsums bei Jugendlichen das Schlusslicht in Europa und heute sind sie DAS Vorbild.
das ist unterschiede marginal sind , ist nur eine annahme bzw behauptung deinerseits bzw derjenigen, die das argument nutzen. oder welchen konkreten studien oder zumindest hinweise gibt es , dass beide gesellschaften vergleichbar sind und die sozialen gegebenheiten ähnlich sind. alleine das sozialsystem in deutschland ist eine ganz andere hausnummer .
Du hast doch aufgeführt, dass die Situation nicht vergleichbar sei. Nur warum ein Messerverbot hier angeblich Wirkung zeigen würde, wo es das in den UK nicht tut, bleibt schleierhaft. Vielleicht könntest Du das mal begründen, bevor wir diskutieren wie groß oder klein die Unterschiede angeblich sind.
Weiterhin hast Du wie von smals richtigerweise angemerkt ggü. möglichen anderen Herangehensweisen argumentiert, dass die Wirksamkeit nicht garantiert sei. Inwiefern ist die Wirkung bei Messerverboten denn "garantiert", wo die Bilanz auch in Deutschland bisher durchwachsen ist?
Na meine Antwort mal wieder Einfach ignoriert?
Mögliche Maßnahmen:
- Aufklärungs- und Präventionsarbeit bezüglich Messern in Schulen
- Kulturelle Angebote für Jugendliche
- Sport Angebote für Jugendliche
- Berufliche Perspektiven Fördern (Angebote der Berufsorientierung stärken)
- niedrige Hürden beim Zugang zu Psychologischer Hilfe
- Soziale Arbeit stärken. Sozialarbeiter und Streetworkern die dort an zu Treffen sind wo das entsprechende Klientel zu finden ist
- Enge Betreuung von anderweitig bereits als Tätern auffällig gewordenen Jugendlichen.
- Individuelle Verbote bei Bereits auffällig gewordenen Jugendlichen (ein solches Verbot ist dann ja auch etwas das im Polizeilichen Informationssystem bei einer Abfrage hoch kommt. Die Beamten haben dann auch einen Hinweis dass sie jemanden genauer und vorsichtiger unter Augenschein nehmen sollten bei der Kontrolle.)
Noch mal: ich kann hier gar nicht alle Ansätze aufschreiben. das erstreckt sich über X Wissenschaften Hinweg.
Andersherum möchte ich jetzt von dir gerne konkrete Argumente hören warum die Verbote hier mehr bewirken sollten als in England.
sowas gibt es doch alles bereits in deutschland, wahrscheinlich deutlich mehr als in euerem bsp england. leider ist die wirkung marginal, da solche dinge ja auch freiwillig in anspruch genommen werden müssen ! die straftäter sprechen ja oft nicht die deutsche sprache so gut, dass solche massnahmen irgendeinen nutzen haben! wie stark soll denn das ausgeweitet werden, damit es auswirkung auf die statistik zeigt.?
Jeder der im Sozialen Bereich Arbeitet wird dir bestätigen das dort seit Jahrzehnten nur Sparrunde um Sparrunde gedreht wird und es nicht gut bestellt ist. Sprich mal mit Leuten im Jugendamt wie sehr das Mangelverwaltung ist. Schau mal an wie gut die Justiz Finanziell aufgestellt ist. Wie viele Leute Probleme haben einen Platz für eine Psychotherapie zu bekommen usw. Im Übrigen waren in meinen Vorschlägen ja auch Dinge die nicht Freiwillig sind oder eben sehr aktiv Angeboten werden.
(Hier trägt übrigens besonders stark: Die die weniger Hilfe brauchen tun sich leichter welche zu bekommen. Je stärker Menschen die Hilfe brauchen je schwerer ist es für sie aber oft auch die Hürden zum Hilfe bekommen zu nehmen.)
Gerade Streetworker arbeiten ja eben z.b. damit Erstmal auf der Beziehungsebene an zu setzen um eben die Hilfsangebote "annehmbar" zu machen.
Und wieder kannst du in keiner weise benennen wieso dein Ansatz besser als in England funktionieren sollte.
Ach ja ich drehe deine Art zu Argumentieren mal um: Aber die Situation ist doch deutlich besser hier als in England. Und da wir immer noch mehr soziale Hilfen und weniger Verbote haben scheint der Ansatz der Hilfen/Prävention besser zu sein. Also sollte man doch das was wir richtig machen ausbauen und nicht das was in England nicht hilft kopieren oder?
Es gibt schon längst ein Führungsverbot für Waffen (ein Verbot des Einsatzes von Waffen UND Werkzeugen gegen Menschen sowieso), zudem ein Führungsverbot für Klingen über 12 cm und Einhandmesser, und die "Waffenverbotszonen" (eine Bezeichnung, die im Widerspruch zum aktuellen Waffengesetz steht). Wie weit soll den DAS noch ausgeweitet werden? Zumal meines Wissens noch kein einziger Beleg angeführt werden konnte, dass Führungsverbote inklusive 42a eine wie auch immer geartete Auswirkung auf einen Rückgang von Gewalttaten gehabt hätten. Dazu kommt, dass ein Gesetz billig ist, aber die aus mehreren Gründen notwendige Kontrolle der Einhaltung (schon allein um zu zeigen, dass man Nägel mit Köpfen macht) teuer bis nicht leistbar.
Es bleibt dabei: wenn man weniger Kriminalität will, dann muss man:
1. die Ursachen der Kriminalität beseitigen (der schwierigste Punkt)
2. das Strafmass für entsprechende Handlungen EMPFINDLICH erhöhen
3. sämtlichen Bürgern das Gefühl geben, dass die Ordnungshüter präsent und wenn nötig zur Stelle sind, und mit ihnen nicht zu spassen ist.
In GB macht man so ziemlich das exakte Gegenteil davon. Und ganz ehrlich: wenn ich täglich Zeuge von juristisch konsequenzlosen Messerstechereien, dann würde ich vermutlich nur noch in Schnittschutzkleidung sowie in Begleitung von zwei mannsscharfen Hunden herumlaufen UND ebenfalls immer das grösste Messer einstecken, das ich komfortabel rumtragen kann, egal was das Waffenrecht dazu sagt. Also ziemlich genau das, was da in gewissen Gegenden gang und gäbe ist. Wenn der Staat nicht für Deine Sicherheit sorgt, dann machst Du das eben selbst.
wie gesagt bin ich nur für eine ausweitung von waffenverbotszonen (ausgewiesene und generelle : öffis, bahnhöfe etc und und eine kontrolle dieser zonen.
die polizei darf auch im öffentlichen raum auch nicht weiter autorität verlieren.....
Dem würde ich so zustimmen - auch wenn ich annehme, dass wir uns bei den Ideen zur konkreten Ausgestaltung der Punkte nur bis zu einem gewissen Grad einig werden würden.
Für wichtig halte ich aber, dass es nicht den einen Punkt, nicht die eine Maßnahme gibt, um (Gewalt-/Messer-)Kriminalität zu minimieren.
Edit:
Insbesondere wollte ich noch anmerken, dass sich die ersten beiden Punkte nicht widersprechen, obwohl man des öfteren (wie bei anderen Themen auch) den Eindruck gewinnt, dass in Diskussionen gerne genau solch ein Widerspruch (bzw. eine "entweder-oder-Situation") erfunden wird, um sich entlang diesem zu positionieren.
habe noch von keinem oder vermehrten amokläufen von enttäuschten öffi kunden gehört, insofern.....