Joa, du hattest aber nur das Wettkampf zitiert, deshalb ..........nya XD
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Stimme voll zu
Karate ist sehr Mühsam(nicht physisch).
zuerst Kihon dann alles andere.
Ich empfand es am Anfang auch sehr langweilig und machte nur sch**sse.
Da war ich noch ein Kind...(mein Vater und Onkel waren trainer)
Jedenfalls ab den Turnieren begann es für mich interessant zu werden, also so ab 6, 5 Kyu.
Ich habe heute noch Probleme mich mit Kihon abzufinden wenn ich mich für eine Dan- Prüfung vorbereite. Man braucht ein bisschen willen um es zu Üben.
Jedenfalls ist es nicht so interessant wie Kata und andere Aspekte..
Karate muss Spaß machen. Jahrelang stupide Bahnen laufen? Was soll mir das bringen? Würde ich nie machen. Es gibt soviel mehr im Karate, das einen auch weiterbringt und genauso wichtig ist wie Kihon: Kumite, Pratzentraining, Kraft-/Konditionstraining, Partnertraining, Sandsacktraining, Kata.....
Das Kämpfen sollte von Anfang an ins Training integriert sein. Alles andere ist Quatsch und bringt nur Leute hervor, die nach 10 Jahren noch immer nicht in der Lage sind, einen real funktionierende Technik zu schlagen, aber glauben, sie sind die großen Oberchecker....
Im Prinzip hast Du wohl recht. Leider sehen die Leute das nicht alle so: Ich mache Shotokan in einem Dojo auf dem flachen Land. Das bedeutet, dass die Auswahl recht beschränkt ist. An meinem Sensei habe ich nichts auszusetzen, aber im Dojo ist häufig die Diskussion, weil es immer wieder Leute gibt, die sich beschweren, das Training sei zu hart oder bei Randori nichts anderes machen, als vor dem zugewiesenen Gegner einfach mehr oder minder elegant weg zu hoppeln. Und genau diese Leute beschweren sich dann auch noch, dass sie nicht weiter zu Prüfungen zugelassen werden. Einige dieser Leute gehen dann in ein Dojo im Nachbarort, das in diesem Punkt eben softer ist.
Der Sensei steht in dem Punkt auch unter Druck, weil das Dojo eine Abteilung eines Sportvereines ist und von dort eben, wenn mal wieder einer gegangen ist, der 'Ratschlag' kommt, man müsse jeden halten. Bisher hat der Sensei sich um diese Ratschläge nicht groß gekümmert, ich hoffe, es bleibt auch in Zukunft so. Er lässt diese Leute eben mitlaufen. Wenn aber Prüfungen anstehen, hat er sich wieder mit ihnen rumzuschlagen.
Witzig finde ich in dem Zusammenhang, dass diese Leute, die sich über das Training beschweren, wirklich glauben, was für die SV zu machen, ihnen aber kein Licht aufgeht, wenn sie mal ausnahmsweise an der Makiwara stehen und man dieser förmlich ansehen kann, dass sie überlegt, ob das gerade wirklich ein Zuki war, den sie bekommen hat oder nicht doch ein Luftzug durch die geöffnete Tür.
Gruß
Ja, klar, die Realität ist oft traurig, aber gerade bei einem Sportverein muss ich doch auch nicht jeden "mittragen", der nicht wirklich vernünftig trainieren will.....da sollte das Finanzielle nicht so wichtig sein, wie bei einer privaten Schule, die die Weicheier und Quatschköpfe für die Finanzierung der Fixkosten braucht....
Find ich gut, dass dein Sensei da halbwegs drüber steht....
Ich muss sagen, ich verärger (und vergraule) lieber die, die nicht richtig trainieren wollen als die gut motivierten Trainierenden, für die Kampfsport auch Kämpfen bedeutet.....
Wenn man Karate wegen dem Spaß betreibt, kann man genauso gut Volleyball oder Fußball spielen.
Ausserdem: "Wer hohe Häuser bauen will, muss lange beim Fundament verweilen."
Genau deswegen bin ich der Meinung, dass der Kihon-Teil das wichtigste Element der Karate-Ausbildung ist.
Wenn ersteinmal die elementaren Prinzipien der Bewegungsabläufe verinnerlicht sind kann man diese auch ohne Probleme erweitern.
Das Kumite oder die Kata sind im Prinzip nur situationsorientiertes aneinanderreihen von Kihon.
Natürlich soll Karate auch Spaß machen, doch dies sollte als Ziel nicht im Vordergrund stehen.. ;)
Von Wikipedia:
"Nach dem Vorbild des bereits im Jūdō etablierten Systems wurde im Laufe der dreißiger Jahre dann der Karate-Gi sowie die hierarchische Einteilung in Schüler- und Meistergrade, erkennbar an Gürtelfarben, im Karate eingeführt; mit der auch politisch motivierten Absicht eine stärkere Gruppenidentität und hierarchische Struktur zu etablieren."
Denke auch nicht, dass der Gi jetzt wirklich uralte Tradition ist. Aber natürlich kann man immer diskutieren, was "alt" ist und welche Tradition man erhalten möchte.
Aber wenn nicht der Spaß im Vordergrund steht, was dann?
Diese ganze "Durchbeissen"-usw. Philosophie? Das kann ich genauso anders üben, vermutlich auch bei Ballsportarten, weil du die erwähnt hast (Football, Handball..). Oder bei Survival Training oder sonst was.
Selbstverteidigung?
Okok, der Weg ist das Ziel, aber warum geht man den Weg überhaupt?
Perfektion?
Den perfekten Schlag? Für was? Da gibts sicher tausende Dinge, die es mehr wert sind, perfektioniert zu werden. Was mache ich schon mit einem perfekten Schlag? Töten? Das geht wohl simpler und effizienter.
Das soll jetzt nicht provokant sein, die Gedanken stell(t)e ich mir einfach und bin letztendlich auch zu dem Ergebnis gekommen, dass mir Dinge wie Gesundheit und Spaß wichtiger sind, und ich die woanders besser bekomme.
Und versuchen zu perfektionieren? Tue ich lieber ganz andere Dinge.
Ist nicht dasselbe ;)
Zwischen Teamsportarten udn Individualsporten ist schonmal ein RIESEN-Unterschied in Sachen psychische Belatung und gesamter Geistesaspekt.
Und wenn dann jemand auf dich einschlägt..... und du klar denken musst gleichzeitig.... Und du die anderen zahllosen Situationen erlebst, die man im Kampfsporttrainign erlebt.
Dann ist dir klar, dass Durchbeissen und "durchbeisserlen" nicht dasselbe ist!
Dann perfektioniere DU andere Dinge ;)Zitat:
Perfektion?
Den perfekten Schlag? Für was?
Und versuchen zu perfektionieren? Tue ich lieber ganz andere Dinge.
EDIT:
Ein Tänzer versucht auch stets seine Bewegungen zu perfektionieren.... dies dienst keinem bestimmten Zweck, ausser um seiner selbst willer, die Perfektionierung erhält Ihren Sinn dadurch, dass man danach strebt!
Das hört man oft, aber ist das wirklich so? Was genau lernt man beim Kihon Idô denn groß? Willkürlich an einander gereihte Techniken im vorwärts und rückwärts gehen ausführen, aber sonst? Dabei lernt mal leider nur wenig über Tai- / Ashi Sabaki, Distanz, Technik, Positionierung etc.
Wie oben bereits erwähnt halte ich persönlich den Benefit von ausschweifenden Kihon Idô Exzessen für sehr gering. In der Schule lernt man auch nicht erst das perfekte schreibens des "A" bevor man zum "B" übergeht.
Nein. Das läst sich historisch und sinnig wohl eher nicht belegen, wenn wir vom Kihon Idô sprechen. Kihon Idô sind wohl eher mal als Kataextrakte entstanden, als sequenzielles üben von Kataelementen.
Wirft man ein Blick in ältere Literatur wird man i.d.R. nur die Erwähnung von Kata und Kumite finden.
Es wurde ja schon angesprochen aber so "traditionell" ist der Gi auch nicht.
Das Bild ist bekannt?
http://www.traditionalfightingarts.c...iyagikyoda.gif
Chojun Miyagi (Goju Ryu Begründer) und Juhatsu Kyoda (Toon Ryu Begründer)
:halbyeaha
Genau so sehe ich das auch....
Manchmal hab ich das Gefühl, Shotokanis (sorry, kein Bashing, nur ich kenn keinen anderen Stil, der das so macht) verteidigen ihr stupides RundumdieUhrKihonundsonstjahrelangnix nur, weil sie es eben nicht anders kennen/können....denn der Benefit den sie daraus ziehen erschließt sich mir überhaupt nicht.....